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BG Göttingen News
Erstellt am 7.11.2009 von Björn-Lars Blank

Erster Auswärtssieg lässt weiter auf sich warten - 88:101 Niederlage bei ratiopharm Ulm

Die MEG Göttingen muss weiter auf den ersten Auswärtserfolg der Saison warten. Beim Gastspiel in Ulm unterlagen die Veilchen mit 88:101. Die Matchwinner für ratiopharm Ulm waren Christian Burns und Lee Humphrey, die von der Veilchen-Defense kaum zu stoppen waren.

Mit insgesamt 101 kassierten Punkten konnte MEG Head Coach John Patrick nach der Partie nicht zufrieden sein. Zwar zeigte sein Team eine durchaus couragierte Leistung. Doch am Ende fanden die Veilchen kein geeignetes Mittel, um den Ulmer Angriffsmotor ins Stocken zu bringen.

Zu Beginn des Spiels zeigte sich die Defense der Veilchen noch sehr aufmerksam. Nachdem Jason Boone im Low-Post sowie Chris Oliver zu Beginn die Akzente setzten, lag die MEG eben über die gute Defense nach drei Minuten mit 11:5 vorne. Ulm konnte allerdings, nicht zuletzt dank eines starken Robin Benzing, die Partie schnell wieder offen gestalten. Über den 15:15 Ausgleich ging Ulm mit 20:16 in Führung. Doch Robert Kulawick per Dreier sowie drei Freiwürfe von Ben Jacobson brachten die Veilchen zum Ende des ersten Viertels mit 22:20 nach vorne.

Zum Start ins zweite Viertel kassierte man allerdings einen 0:8 Lauf. Die hart erkämpfte Führung war dahin. Bei Ulm fielen nun die Dreipunktewürfe, während die MEG zu hastig im Angriff agierte. Vor allem ein Ulmer lief aus der Distanz zu großer Form auf: Lee Humphrey. Mit insgesamt sechs Dreiern in Halbzeit eins hatte der Absolvent der University of Florida einen großen Anteil an der nun soliden 41:33-Führung der Gastgeber. Neben den Dreiern tat den Veilchen auch das mangelnde Ausboxen bei den Rebounds am eigenen Korb weh. Die Ulmer kamen so zu wichtigen zweiten Wurfchancen, die neben Humphreys Treffsicherheit den Unterschied im zweiten Viertel ausmachten. Zur Halbzeitpause lag die MEG so mit 40:48 im Hintertreffen.

Aus der Pause kamen die Veilchen mit viel Energie auf das Feld. Vor allem Chester Frazier sprühte vor Tatendrang. Mit sieben Punkten in schneller Abfolge brachte Frazier sein Team wieder bis auf zwei Zähler ran (49:51). Ulms Coach Mike Taylor reagierte und nahm eine Auszeit. In der Folge setzten sich die Schwaben wieder etwas ab, nachdem Humphrey seinen siebten Dreier im Korb versenkte. Ein agiler Christian Burns sowie die Ulmer Treffsicherheit an der Freiwurflinie sorgte für den 68:76 Zwischenstand aus Veilchen-Sicht nach 30 Minuten.

Davon ließ sich die Mannschaft von John Patrick nicht beirren und kämpfte beherzt weiter. Chris Oliver verkürzte per Dreier auf nur drei Zähler Rückstand. Die Partie war wieder offen. Ulm nahm eine Auszeit. Boone verkürzte wenig später auf zwei Zähler Rückstand (76:78), musste aber Mitte des Schlussviertels mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen. Mit Boone fehlte nun eine wichtige Option unter den Körben (zwölf Punkte bis dahin). Auf der Gegenseite setzte sich erneut Christian Burns gut in Szene und Ulm zog den Göttingern wieder davon (81:88). Die Veilchen mühten sich nach Kräften, doch insgesamt schafften sie es nicht die gegnerischen Angriffe effektiv zu stoppen. Ulm punktete zu häufig, als das die MEG eine Chance auf eine Aufholjagd gehabt hätte. Im Gegenteil, die Ulmer spielten sich in einen Rausch und gewannen letztlich mit 101:88.

Burns (26 Punkte) und Humphrey (24 Punkte) waren die Matchwinner für die Gastgeber. Rocky Trice markierte elf Zähler für sein neues Team. Für die MEG waren Chris Oliver (22 Punkte) und Chester Frazier (15 Punkte) die besten Punktesammler.

Punkte MEG Göttingen: Kulawick (8), McNaughton (6), Rochestie (14), Little (4), Jacobson (3), Frazier (15), Boone (12), Anderson (4), Oliver (22), Töpper

Fotos: Dietrich Nies