NBBL: BBT schafft zweiten Playoff-Einzug der Vereinsgeschichte

Das BBT Göttingen hat sich den Traum von der Playoff-Teilnahme erfüllt. Trotz einer schmerzhaften 48:62 (21:26)-Niederlage am letzten Spieltag der Hauptrunde der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL/U19) gegen die Uni Baskets Paderborn sicherte sich das Team von BBT-Headcoach Sepéhr Tarrah den begehrten vierten Tabellenplatz in der Division Nordwest. Es ist nach 2013 erst die zweite Playoff-Teilnahme des Göttinger NBBL-Teams, das somit einen Meilenstein in seiner Geschichte hinzufügte. Gegner in der ersten Playoff-Runde, die am 19. März startet, ist ALBA BERLIN.

Die Rotweißen erwischten im letzten Hauptrundenspiel einen rabenschwarzen Tag. Zu Beginn begegneten sich beide Kontrahenten auf Augenhöhe, und das BBT legte ein gutes erstes Viertel aufs Parkett. Dann folgte jedoch der Einbruch. Die Tarrah-Schützlinge schafften es nicht mehr, die gegnerischen Guards zu kontrollieren und agierten zudem in der Offensive zu unkonzentriert. „Den Jungs ist es nicht gelungen, die Details unseres Gameplans in der Form umzusetzen, wie es notwendig gewesen wäre“, so Tarrah. Es wollte fortan nichts mehr zusammenlaufen, unnötige Ballverluste und eine schlechte Wurfquote taten ihr Übriges. Zudem verletzte sich Anton Groger kurz nach der Halbzeitpause so schwer am Rücken, dass er mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren werden musste. Die endgültige Diagnose steht noch aus. „Es ist schade, dass wir in so einem wichtigen Spiel nicht bereit waren“, so BBT-Co-Trainer Jan Schroeder.

Dennoch gab es knapp eine Stunde nach Ende der Partie doch noch Grund zur Freude. Das BBT wäre auch mit einem eigenen Sieg auf Schützenhilfe angewiesen gewesen. Am Ende war das Schicksal aber auf Göttinger Seite. Durch die Niederlage von Bonn/Rhöndorf gegen Quakenbrück/Vechta und den Sieg der Hagener über Köln sicherten sich die Rotweißen die Playoff-Teilnahme. In der Saison 2012/2013, sieben Jahre nach NBBL-Gründung, gelang es dem damaligen BBT-Headcoach Sebastian Förster erstmalig in die Playoffs einzuziehen. Einer seiner Spieler damals war Tarrah. Vier Jahre später steht der A-Trainer-Lizenzinhaber nun selbst als Trainer an der Seitenlinie. „Ich erinnere mich noch ganz genau an das Gefühl von damals, das werde ich nie vergessen. Das ist etwas ganz Besonderes, damals wie heute“, schwelgt Tarrah in Erinnerungen und denkt direkt weiter an die kommenden Aufgaben. „Wir werden die anstehende Zeit nutzen, um uns auf ALBA vorzubereiten. Wir wollen die Playoffs genießen und nochmal alles geben.“

BBT Göttingen – Uni Baskets Paderborn 48:62 (21:26)

Die Viertel im Überblick: 12:13, 9:13, 15:22, 12:14

BBT Göttingen: Heidelberg (6 Punkte/2 Dreier, 6 Assists), Raddatz, Groger (2), Graba, Kazmierczak (2), Klinke (8/1, 5 Rebounds), Fietze (4, 5 Rebounds), Karg (2), Weitzel (20, 11 Rebounds), Meyer (4, 6 Rebounds).

Uni Baskets Paderborn: Kahl (7 Punkte/1 Dreier), Engel (4), Demirbas (7/2), Hemschemeier (17/1, 9 Rebounds, 4 Assists), Scholz, Wind (10/1, 5 Rebounds), Sagel (9), Kleinkes, Tegethoff (8).