Veilchen bezwingen Riesen zum zweiten Mal

Jesse Sanders (rechts) führte die Veilchen mit 14 Punkten zum Sieg über Ludwigsburg. Bild: Sabine Klar

Die BG Göttingen hat auch das Rückspiel gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg gewonnen. Am Ostermontag bezwang die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers den easyCredit BBL-Playoffs-Kandidaten aus Schwaben 84:75 (49:45) und kletterte in der Tabelle auf den elften Rang. Die 3.316 lautstarken Zuschauer in der Göttinger Sparkassen-Arena sahen eine Energie geladene Leistung ihrer Veilchen, die sich immer wieder zweistellige Führungen erarbeiteten und sich von den Aufholjagden der Ludwigsburger nicht aus der Ruhe bringen ließen. In der Schlussminute machte es Ludwigsburgs Cliff Hammonds mit seinem Dreier zum 81:75 noch einmal kurz spannend, doch die BG ließ sich den elften Saisonsieg nicht mehr nehmen. Beste Veilchen-Akteure waren Jesse Sanders und Benas Veikalas (je 14 Punkte), sowie Alex Ruoff (zehn Assists). Bei den Gästen überragte Jack Cooley (20 Punkte, zehn Rebounds).

Die Veilchen und die Riesen agierten in den ersten Minuten auf Augenhöhe und lieferten sich ein ausgeglichenes Duell (7:7/3.). Zwar gingen die Gäste aus Süddeutschland kurz darauf 7:11 in Front, doch die Göttinger hatten die passende Antwort und übernahmen nach zwei Freiwürfen des wieder genesenen Veikalas die Führung (12:11/5.). Diese wechselte nun hin und her, bis Veikalas zweimal hintereinander zum 23:17 traf (8.). Vor allem der kämpferische Einsatz stimmte bei den südniedersächsischen Gastgebern, sodass sie mit diesem Sechs-Punkte-Vorsprung in die Viertelpause gingen (26:20).

In den zweiten Abschnitt starteten die Veilchen mit einem 4:0-Lauf, sodass Riesen-Headcoach John Patrick gleich eine Auszeit nahm (11.). Diese zeigte auch ihre Wirkung, denn sein Team verkürzte auf 30:27 (13.). Jetzt war es Roijakkers, der seine Spieler zusammenrief. Angeführt vom Ex-Ludwigsburger Adam Waleskowski, der zwei Dreier in Folge traf, baute die BG ihren Vorsprung auf 13 Zähler aus (43:30/16.). Aber die von Verletzungssorgen geplagten Gäste steckten auch das weg und kämpften sich Stück für Stück heran. In der 19. Minute glich Ex-Veilchen Rocky Trice das Spiel per Dreier zum 45:45 aus. Weil die Einstellung bei den Göttingern aber weiterhin stimmte, gingen sie mit einer 49:45-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel war es vor allem Cooley, der dafür sorgte, dass die Ludwigsburger an den Veilchen dran blieben. Der US-Center glich die Partie mit sechs Punkten in Folge zum 51:51 aus (23.). Doch angetrieben von ihren lautstarken Fans ließ die Roijakkers-Truppe einen 16:2-Lauf folgen, den Mathis Mönninghoff per Dreier zum 67:53 abschloss (29.). Zwar verkürzten die Riesen wieder etwas, aber Sanders traf den nächsten Wurf von jenseits der 6,75-Meter-Marke zum 70:57. Mit der Viertelsirene kam Ludwigsburg durch Johannes Thiemann auf 70:59 heran.

Im letzten Abschnitt stellten Mönninghoff und Waleskowski den 14-Punkte-Vorsprung wieder her und Ex-Riese Ruoff erzielte die höchste BG-Führung (77:62/34.). Aber die Gäste gaben das Spiel noch nicht verloren und arbeiteten sich durch fünf Punkte in Folge von Brad Loesing auf 77:68 heran (37.). Die anschließende Roijakkers-Auszeit zeigte nur bedingt Wirkung. Cooley und Trice verkürzten auf 79:72, und Hammonds traf zum 81:75. Aber Sanders und Veikalas sicherten am Ende den elften Veilchen-Sieg.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Wir haben das Spiel gespielt, wie wir es schon oft diese Saison gesehen haben. Wir haben Druck bei den Offensive-Rebounds gemacht und den Ball sehr gut bewegt, das zeigen die 25 Assists. Im vierten Viertel sind wir ein bisschen ins Straucheln geraten und hatten Probleme zu punkten. Am Ende hatten wir aber die wichtigen Stops.“

John Patrick (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg): „Es war ein verdienter Sieg für Göttingen. Sie haben den Ball sehr gut bewegt. In der Statistik sehen wir, dass sie uns in jedem Bereich dominiert und sehr physisch gespielt haben – bei den Rebounds, den Offensiv-Rebounds und den Assists. Wir haben zu weich angefangen. Ich bin zwar enttäuscht über die Niederlage, aber die Göttinger Guards wie Jesse Sanders und Alex Ruoff haben das Spiel kontrolliert und unser Spiel langsam gemacht.“

BG Göttingen – MHP RIESEN Ludwigsburg 84:75 (49:45)

Die Viertel im Überblick: 26:20, 23:25, 21:14, 14:16

Zuschauer: 3.316

BG Göttingen: Williams (8 Punkte), Veikalas (14), Ruoff (8, 10 Assists), Spohr, Carter (11, 5 Rebounds), Schwarz, Mönninghoff (8/2 Dreier), Waleskowski (12/2), Borchers (n.e.), Sanders (14/3), Eatherton (9), Grüttner.

MHP RIESEN Ludwigsburg: Kennedy (5 Punkte), Hammond (10/2 Dreier), McCray (2), Crawford (9), Trice (12/2), Breunig, Seric, Thiemann (10), Loesing (7/1), Cooley (20, 10 Rebounds).