Veilchen wollen nächsten Playoff-Kandidaten ärgern

Benas Veikalas (rechts mit Yorman Polas Bartolo) reist mit den Veilchen an seine alte Wirkungsstätte. Bild: Christian Reinhard

Gegensätzlicher könnte die Stimmungen bei der BG Göttingen und den Telekom Baskets Bonn nach dem vergangenen Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga kaum sein. Während die Veilchen mit einem 84:75-Sieg gegen die besser besetzten MHP RIESEN Ludwigsburg überraschten, rechneten nicht viele mit der 84:92-Niederlage der Rheinländer bei den Basketball Löwen Braunschweig. Am kommenden Sonntag, 23. April, (15:30 Uhr, Telekom Dome, live auf www.telekombasketball.de) treten die Göttinger bei den Bonnern an, die nach dem Ausrutscher in Braunschweig einen Sieg im Kampf um eine gute Playoff-Platzierung umso nötiger haben.

Die BG kann im Gegensatz zum Team von Baskets-Headcoach Predrag Krunic befreit aufspielen. Die Göttinger haben den Ligaverbleib schon vor rund vier Wochen gesichert, wollen in der easyCredit BBL-Tabelle aber noch möglichst weit nach oben klettern. Momentan belegt die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers den elften Platz, Rang zehn wäre bei drei ausstehenden Partien maximal noch möglich. Die Bonner stehen derzeit auf dem fünften Platz und können theoretisch sogar noch aus den Playoff-Rängen rutschen.

Im Hinspiel hielt die BG bis Ende des dritten Viertels mit dem Favoriten aus der ehemaligen Bundeshauptstadt mit, doch dann machte sich die größere Rotation des Krunic-Teams bemerkbar, das 92:83 gewann. Beste Veilchen-Werfer waren Scott Eatherton (19 Punkte) und der Ex-Bonner Benas Veikalas (14). Bei den Rheinländern war Ryan Thompson nicht zu stoppen (21 Punkte), der in den vergangenen Partien aufgrund einer Prellung aber immer mal wieder pausieren musste. Im Interview mit dem Bonner General-Anzeiger hoffte Baskets-Sportmanager Michael Wichterich darauf, dass Thompson am Sonntag wieder zum Einsatz kommt.

Effektivster Bonner Akteur ist Aufbauspieler Josh Mayo. Der US-Amerikaner erzielt im Schnitt 15,6 Punkte pro Spiel und gibt 5,0 Assists. Thompson kommt auf 14,3 Zähler und 3,2 Assists. Ebenfalls zweistellig punkten Center Julian Gamble (12,7) und Forward Ken Horton (11,1), die beide auch die meisten Rebounds holen (6,1 beziehungsweise 5,9). Der litauische Forward Ojars Silins und der Deutsch-Kubaner Yorman Polas Bartolo komplettieren die Riege an Bonner Spielern, die im Schnitt mehr als 20 Minuten auf dem Parkett stehen. „Bonn hat eine sehr gute Größe – auf allen Positionen“, sagt Roijakkers. „Mit dieser Größe spielen sie sehr physisch und gehen oft an die Freiwurflinie.“ Rund 23 Freiwürfe haben die Bonner pro Partie – nur Ulm und München gehen öfter an die Linie.