BBL Pokal: BG scheidet gegen Bamberg aus

Für die Veilchen und Lenny Larysz (links mit Bambergs Tyrese Rice) waren die Bamberger eine Nummer zu groß. Bild: Swen Pförtner

22. Dezember 2018 – Die BG Göttingen ist aus dem BBL Pokal ausgeschieden. Im Viertelfinale verlor die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers am Samstagabend gegen den Favoriten Brose Bamberg 64:83 (28:44). Vor 3.447 Zuschauern in der ausverkauften Göttinger Sparkassen-Arena ließen die fränkischen Gäste von Beginn an keinen Zweifel an den Kraftverhältnissen aufkommen. Mitte des zweiten Abschnitts war der Rückstand der Veilchen bereits auf 23 Punkte angewachsen (17:40), doch der Gastgeber gab nicht auf und kämpfte sich auf 14 Zähler heran (32:46/22.). Aber die starken Bamberger verloren nicht die Kontrolle und setzten sich am Ende aufgrund des guten Starts souverän durch. Bester BG-Werfer war Derek Willis (16 Punkte). Für die Franken traf Tyrese Rice am häufigsten (14 Zähler).

Die Veilchen, die auf ihren angeschlagenen Topscorer Penny Williams (Fußverletzung) verzichten mussten, agierten zu Beginn glücklos. Im Angriff fanden die Bamberger die besseren Optionen und gingen durch einen Dreier von Nikos Zizis 2:9 in Front (3.). Michael Stockton und Willis sorgten dafür, dass die Hausherren zunächst im Spiel blieben (7:12/4.). Doch die individuelle Klasse der fränkischen Gäste zeigte sich schon in den ersten Minuten. Nach zwei Göttinger Ballverlusten baute Bamberg seinen Vorsprung auf 7:20 aus (7.). Nach einer Roijakkers-Auszeit fing sich die BG etwas, doch die Franken blieben souverän und bestraften Göttinger Fehler sofort. Bis zum Viertelende wuchs der Veilchen-Rückstand so auf 16 Zähler an (12:28).

Auch im zweiten Abschnitt mühten sich die Gastgeber gegen den überlegenen Favoriten. Nach fünf Punkten in Folge von Stephan Haukohl zum 17:31 ließen die Bamberger einen 0:7-Lauf folgen und zwangen Roijakkers zu seiner nächsten Auszeit (17:38/15.). Danach stabilisierten sich die Göttinger etwas. Angeführt von Willis, der sechs BG-Zähler in Folge erzielte, kamen die Südniedersachsen auf 27:44 heran, sodass Brose-Headcoach Ainars Bagatskis seine erste Auszeit nahm (20.).

In die Halbzeitpause ging es für die Hausherren mit einem 28:44-Rückstand. Nach dem Seitenwechsel kämpften die Veilchen weiter und schafften es durch zwei Freiwürfe von Michael Stockton auf 32:46 heranzukommen (22.). Doch die Franken zogen auch dank ihrer guten Dreier-Trefferquote schnell wieder auf 34:54 davon (24.). Nach einem unsportlichen Foul von Bambergs Augustine Rubit an Haukohl verwandelte dieser zwar nur einen der zwei fälligen Freiwürfe, traf aber im anschließenden Ballbesitz einen Dreier zum 38:54 (26.). Allerdings schafften es die Göttinger in diesem Abschnitt nicht, Brose-Motor Rice zu stoppen, der den BG-Rückstand wieder auf 21 Punkte anwachsen ließ (38:59/27.). Vor dem Schlussviertel kämpften sich die Göttinger aber noch einmal auf 49:66 heran.

Wie schon im zweiten und dritten Abschnitt zeigten sich die Veilchen auch im letzten mit dem Favoriten auf Augenhöhe. Auch nachdem Stevan Jelovac die Bamberger Führung wieder auf mehr als 20 Punkte anwachsen ließ (49:71/33.), gab die Roijakkers-Truppe nicht auf. Spielzug für Spielzug arbeiteten sich die Göttinger voran. Nach einem Dreier von Joanic Grüttner Bacoul betrug der Rückstand nur noch 13 Zähler. Noch stärker brachten die Südniedersachsen den Gegner jedoch nicht mehr in Bedrängnis und verloren am Ende klar.

Ausschnitte des Spiels wird es nicht nur bei Telekom Sport, sondern am Sonntag auch im NDR Sportclub geben. Die Sendung, die von Valeska Homburg moderiert wird, beginnt um 22:50 Uhr im NDR Fernsehen.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Bamberg hat den Sieg verdient. Wir sind mit zu wenig Energie gestartet, genauso wie gegen Bayreuth. Wir haben im Angriff keine Lösungen gefunden und hatten keine Energie in der Verteidigung. Ab dem zweiten Viertel ist das dann besser geworden – wir haben ab da nur mit einem Ballbesitz Unterschied verloren. Wir können besser spielen und müssen ein paar Dinge anpassen, um am Mittwoch besser aufzutreten.“

Airnars Bagatskis (Headcoach Brose Bamberg): „Ein Pokalspiel ist immer etwas anderes, weil es darum geht zu sein oder nicht zu sein. Göttingen ist ein gutes Team, das qualitativen Basketball spielt und zu Hause gefährlich ist. Wir hatten nur zwei Trainingseinheiten, um uns auf dieses Spiel vorzubereiten, weshalb es für uns wichtiger war, uns auf uns zu konzentrieren. Wir haben im ersten Viertel den besten Basketball dieser Saison gespielt. Im dritten Viertel hat uns Göttingen dann ein paar Probleme bereitet. Auch wenn wir zu viele Ballverluste hatten und nicht gut gereboundet haben – das wichtigste ist der Sieg.“

BG Göttingen – Brose Bamberg 64:83 (28:44)

Zuschauer: 3.447 (ausverkauft)

Die Viertel im Überblick: 12:28, 16:16, 21:22, 15:17

BG Göttingen: Lockhart (8 Assists), Albrecht, Kramer (8 Punkte/2 Dreier), Williams (n.e.), Carter (13), Andric, Mönninghoff (3/1), Stockton (5), Larysz, Willis (16/1), Haukohl (10/2), Grüttner Bacoul (9/1).

Brose Bamberg: Hickman (7 Punkte/1 Dreier), Rice (14/4, 5 Rebounds, 5 Assists), Zisis (9/1), Jelovac (10/1), Stuckey (2), Schmidt (2), Harris (5 Rebounds), Rubit (7), Alexander (13), Heckmann (13), Taylor (6/2).