BG bleibt auch gegen Gießen ungeschlagen

Galen Robison Jr. erzielte 21 Punkte gegen Gießen. Bild: Christian Becker

25. Oktober 2020 – Die BG Göttingen hat die Vorrunde im MagentaSport BBL Pokal mit einem Sieg abgeschlossen. Gegen die JobStairs GIESSEN 46ers holte die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors am Sonntagabend den dritten Erfolg im dritten Spiel durch einen 123:119 (53:49, 108:108)-Sieg nach Verlängerung. Gegen die Hessen machten es die Südniedersachsen spannend und retteten sich am Ende der regulären Spielzeit durch drei Freiwürfe von Luke Nelson in die Verlängerung. Dort ging die BG in Führung und gab diese dann nicht mehr ab. Bester Veilchen-Werfer war Galen Robinson Jr. mit 21 Punkten. Für Gießen traf Johannes Richter am häufigsten (25 Zähler). Das Spiel der regionalen Pokal-Gruppe B wurde im RASTA Dome in Vechta ausgetragen, Zuschauer waren aufgrund der Pandemie nicht zugelassen. Die Göttinger standen schon vorher als Gruppenerster und TOP FOUR-Teilnehmer fest. Vor dem BG-Spiel hatte Gastgeber RASTA Vechta gegen die FRAPORT SKYLINERS 80:89 verloren. Im Halbfinale des TOP FOUR trifft die BG auf den Ersten der Gruppe A. Ein Termin steht noch nicht fest, da Spiele in der Gruppe A noch nachgeholt werden müssen.

Die Veilchen, die auf Jorge Gutiérrez (Leistenprobleme) verzichten mussten, waren offensiv sofort da. Nelson traf in der 4. Minute einen Dreier zum 9:6, Mathis Mönninghoff legte zum 14:8 nach (5.). Allerdings schafften es die Göttinger nicht, die Hessen in der Verteidigung zu stoppen. Einen 0:10-Lauf schloss Liam O’Reilly per Dreier zum 16:18 ab (7.). Nelson Weidemann hielt die BG in dieser Phase im Spiel und glich durch vier Punkte in Folge zum 21:21 aus (8.). Zum Viertelende besorgte der deutsche Guard das 27:24.

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Veilchen zunächst treffsicher von außen. Weidemann und Ron Jackson Jr. hielten die Göttinger in Front (33:29/13.). Nachdem Richter die Hessen in Führung gebracht hatte, holte Aubrey Dawkins diese per Dreier zurück (36:35/14.). Die Moors-Truppe versuchte das Team von 46ers-Headcoach Ingo Freyer abzuschütteln, was ihnen aber nicht gelang. Das lag vor allem an der ausbaufähigen BG-Verteidigung. Die Göttinger schafften es allerdings, den gesamten Abschnitt über in Führung zu bleiben – Nelson baute diese kurz vor der Halbzeitpause durch einen Dreier auf vier Punkte aus (53:49).

Nach dem Seitenwechsel gaben die Veilchen Gas und zogen dank Tai Odiase auf 62:52 davon (23.). Doch die 46ers hatten immer eine Antwort und kämpften sich auf 62:58 heran (24.). Auch die Göttinger ließen erneut einen kleinen Lauf folgen, den Jackson per Dreier zum 70:61 abschloss (26.). Weidemann stellte den Zehn-Punkte-Vorsprung wieder her (73:63), aber die Hessen ließen sich davon nicht beeindrucken. Weiterhin war es die Verteidigung, die Moors Sorgen bereitete. Vor dem Schlussabschnitt traf Gießens Brandon Bowman zum 79:79-Ausgleich.

Im letzten Viertel erarbeiteten sich die bisher noch sieglosen Gießener leichte Vorteile und gingen in der 34. Minute 91:88 in Front. Die Veilchen blieben zwar an den Hessen dran, schafften es aber zunächst nicht, sich die Führung zurückzuholen. BG-Kapitän Akeem Vargas war es dann, der in der 39. Minute zum 103:102 traf. Doch die 46ers konterten und verwandelten neun Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum 108:105. Im nächsten Angriff wurde Nelson an der Dreier-Linie gefoult und machte sieben Sekunden vor dem Ende mit drei Freiwürfen zum 108:108 die Verlängerung perfekt.

Den besseren Start in die zusätzlichen fünf Minuten erwischten die Göttinger, die 114:108 in Front gingen (43.). Aber die Freyer-Truppe gab noch nicht auf und blieb an den Veilchen dran (118:116/44.). Mönninghoff und Vargas erzielten dann vier Zähler in Folge zum vorentscheidenden 122:116 – diesen Rückstand konnten die Hessen dann nicht mehr aufholen.

Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Ich bin nicht glücklich über diese Leistung. Wir haben 108 Punkte zugelassen, defensiv ist das nicht gut genug. Wir können punkten, aber das ist nicht der Basketball, den Göttingen spielen will. Wir müssen an allen defensiven Dingen arbeiten.“

Ingo Freyer (Headcoach JobStairs GIESSEN 46ers): „Es war ein enges Spiel, das wir am Ende leider verloren haben. Ausschlaggebend war am Ende das eine Foul, was sehr schade ist. Auch Freiwürfe hätten wir besser treffen müssen. Nichtsdestotrotz war es eine deutliche Steigerung zu gestern. Das ist natürlich gut, und jetzt gilt es, daran weiter anzuknüpfen. “

JobStairs GIESSEN 46ers – BG Göttingen 119:123 (108:108, 49:53)
Die Viertel im Überblick: 24:27, 25:26, 30:26, 29:29, 11:15
BG Göttingen: Weidemann (19 Punkte/4 Dreier), Nelson (20/3, 8 Assists), Vargas (9), Kramer (5), Omuvwie (2), Odiase (18), Mönninghoff (7/1, 7 Rebounds), Jackson Jr. (10/2), Dawkins (10/1), Robinson Jr. (21), Turudić (2).
JobStairs GIESSEN 46ers: Hamilton (16 Punkte/2 Dreier), O’Reilly (20/2), Kraushaar (6, 10 Assists), Pjanic (n.e.), Richter (25/1), Bowman (15/2, 10 Rebounds), Zylka (14/2), Rowsey (5), James Jr. (18), Thomas (n.e.).