BG bricht in Frankfurt ein

Aubrey Dawkins und die Veilchen hat ein schwaches drittes Viertel den Sieg gekostet. Bild: Julian Reckmann

10. Januar 2021 – Die BG Göttingen hat den zweiten Sieg in Folge verpasst. Bei den FRAPORT SKYLINERS verlor die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors am Sonntagnachmittag 63:81 (38:36). Zuschauer waren aufgrund der Corona-Pandemie in der Fraport Arena nicht zugelassen. Die Gäste aus Göttingen zeigten ein gutes erstes Viertel, doch die hessischen Hausherren kamen dann immer besser in die Partie. Einen SKYLINERS-Lauf konterte die BG, sodass sie mit einer knappen Führung in die Pause ging. In der zweiten Hälfte fanden die Südniedersachsen zusehends kein Mittel gegen die aggressive Frankfurter Verteidigung und erzielten im dritten Abschnitt nur neun Punkte. Im letzten Viertel gingen den Göttingern dann die Kräfte aus. Bester Veilchen-Werfer war Tai Odiase mit 14 Punkten. Für Frankfurt traf Matt Mobley am häufigsten (30 Zähler).

Die Veilchen mussten erneut auf ihren Topscorer Luke Nelson verzichten, dessen Oberschenkelverletzung sich im Spiel gegen Gießen wieder bemerkbar gemacht hatte. Außerdem hatte Galen Robinson Jr. die Reise nach Frankfurt nicht mit angetreten, da der Vertrag mit dem US-Guard im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde. Beide Teams bewegten sich zum Start der Partie auf Augenhöhe. Einen Dreier von Jon Axel Gudmundsson konterten die Göttinger durch vier Punkte in Folge von Odiase (6:5/3.). Der US-Center war kaum zu stoppen und erzielte in den ersten zehn Minuten zehn Punkte. Nachdem Quantez Robertson die Hessen durch einen Dreier 6:10 in Front gebracht hatte, ließ die BG einen 13:3-Lauf folgen. Diesen schloss Deishaun Booker mit zwei Freiwürfen zum 19:13-Viertelendstand ab.

In den zweiten Abschnitt starteten die Gastgeber mit einem 0:6-Lauf zum 19:19-Ausgleich (12.). Mathis Mönninghoff erzielte die ersten Veilchen-Punkte nach mehr als zwei Minuten zum 22:19 und zwang SYKLINERS-Headcoach Sebastian Gleim zu seiner ersten Auszeit (13.). Aber die Göttinger behielten zunächst die Oberhand und blieben in Front (26:21/15.). Dann musste Moors den gut aufgelegten Odiase nach dessen zweitem Foul vom Parkett nehmen. Die Frankfurter nutzten diese Phase, um die Partie wieder auszugleichen (27:27/16.). Die Gleim-Truppe kam nun immer besser ins Spiel und schaffte es, sich die Führung zurückzuholen und diese auf 31:36 auszubauen (18.). Nach der fälligen Moors-Auszeit war es Harper Kamp, der mit viel Energie Odiase auf der Center-Position vertrat und sieben Punkte in Folge zum 38:36-Halbzeitstand erzielte.

Den Beginn der zweiten Halbzeit verschliefen die Veilchen komplett. Vor allem SKYLINERS-Topscorer Mobley war von der BG-Verteidigung nicht in den Griff zu bekommen. Angeführt von dem US-Guard zogen die Hausherren durch einen 2:16-Lauf auf 40:52 davon (26.). Die BG versuchte sich zurück in die Partie zu kämpfen und verkürzte durch Will Raymans Dreier auf 45:54 (28.). Insgesamt gelang den Gästen offensiv aber in diesem Abschnitt viel zu wenig, sodass der Rückstand vor dem Schlussviertel auf 14 Zähler anwuchs (47:61).

Ein Dreier von Aubrey Dawkins zum 50:63 machte der BG zum Start in den letzten Abschnitt Hoffnung, aber Robertson machte diese durch seinen Treffer von jenseits der Drei-Punkte-Linie gleich wieder zunichte. Den Frankfurtern gelang nun fast alles, während bei den Göttingern nach und nach die Kräfte schwanden. Rasheed Moore ließ den Veilchen-Rückstand auf 19 Punkte anwachsen und zwang Moors zu einer Auszeit (52:71/35.). Danach kämpften die Gäste noch einmal und verkürzten durch einen 7:2-Lauf auf 59:73 (38.). Doch Gudmundssons Dreier zum 59:76 versetzte der Moors-Truppe den entscheidenden Schlag, von dem sie sich nicht mehr erholte und am Ende deutlich verlor.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Wir haben das Gegenteil von guter Energie und guter Körpersprache gezeigt. Da beginnen viele unserer Probleme. Frankfurt hat mit viel mehr Energie gespielt, viel aggressiver. Obwohl wir nicht gut gespielt haben, waren wir in der ersten Halbzeit in der Partie. Dann hat Frankfurt einen 5:0-Lauf und bei uns geht alles nach unten. Das ist die Realität.“

Sebastian Gleim (Headcoach FRAPORT SKYLINERS): „Ich bin sehr zufrieden mit unseren Vierteln zwei, drei und vier. Im ersten wollten wir zu viel. Wir haben heute gegen ein sehr physisches Team sehr gut verteidigt. Ich denke, es war eine souveräne Leistung, denn wir haben Göttingen bei nur 63 Punkten gehalten und selber 81 erzielt. Entscheidend war die Energie, die wir hatten, als wir aus der Kabine gekommen sind. Wir haben heute zum ersten Mal an beiden Enden des Feldes gut gespielt. Ich denke, dass das Gießen-Spiel uns sehr geholfen hat. Das erste Viertel hat sich heute angefühlt, wie das Spiel in Gießen. Aber heute sind wir da raus gekommen und konnten uns frei spielen. Die Lektion ist vermutlich, dass wir aus harten Niederlagen viel lernen und mitnehmen können.“

FRAPORT SKYLINERS – BG Göttingen 81:63 (36:38)
Die Viertel im Überblick: 13:19, 23:19, 25:9, 20:16
BG Göttingen: Booker (5 Punkte/1 Dreier), Weidemann (6), Gutiérrez (6, 5 Assists), Vargas, Onwuegbuzie (3/1), Kramer (5), Omuvwie, Mönninghoff (3/1), Kamp (10), Rayman (5/1), Odiase (14), Dawkins (6/2).
FRAPORT SKYLINERS: Konga (5 Punkte/1 Dreier), Mobley (30/3), Kessens (12), Schoormann (n.e.), Rahon (3/1, 5 Assists), Moore (10), Murphy (3), Robertson (7/2, 11 Rebounds), Gudmundsson (11/3), Völler.