BG freut sich auf Duell mit zwei Ex-Veilchen

Terry Allen (links) und die Veilchen treffen am Sonntag auf Ex-Göttinger Derek Willis (rechts). Bild: Swen Pförtner

13. Juni 2020 – Die Freude über den Einzug ins Viertelfinale beim easyCredit BBL Final-Turnier 2020 übersteigt bei der BG Göttingen den Ärger über die hohe Niederlage gegen den FC Bayern München. Durch die Niederlage der HAKRO Merlins Crailsheim gegen die EWE Baskets Oldenburg am gestrigen Freitag stand fest, dass die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers nicht mehr vom vierten Tabellenplatz der Gruppe A verdrängt werden kann. Auch nach oben verbessern können sich die Veilchen nicht mehr, sodass das letzte Gruppenspiel am morgigen Sonntag, 14. Juni, gegen ratiopharm ulm (15 Uhr, live auf MagentaSport) keinen großen sportlichen Wert mehr hat. Auch die Ulmer stehen bereits als Gruppensieger fest. „Wenn der Tabellenplatz schon sicher ist, kann man natürlich Spieler schonen, aber am Ende wollen wir immer gewinnen“, sagt BG-Center Dennis Kramer vor dem Duell gegen Ulm. „Man muss das Gesamtbild sehen. Wir wollen aus unseren Fehlern lernen. Wir hatten ein paar schwere Spiele und wollen unseren Rhythmus finden, an uns arbeiten und bereit für die nächste Runde sein.“

Die Ulmer sind das Überraschungsteam des Final-Turniers. Nach ihrem Auftaktsieg gegen den FC Bayern München bezwang die Mannschaft von Ulms Headcoach Jaka Lakovic auch die EWE Baskets Oldenburg und die HAKRO Merlins Crailsheim. 90,7 Punkte erzielen die Ulmer im Schnitt pro Spiel beim Turnier (zweitbester Wert hinter München) und klauen dem Gegner 10,3 Mal pro Partie den Ball – so oft wie kein anderes Turnier-Team. „Ulm ist eine sehr starke Mannschaft“, sagt Roijakkers. „In Dylan Osetkowski haben sie einen der besten Big Men der Liga. Aber wir haben im Turnier nichts mehr zu verlieren. Wir versuchen einen Bonus zu holen.“

Vor allem Osetkowski, der vor der Liga-Unterbrechung noch für die Veilchen auflief, und der österreichische Nationalspieler Thomas Klepeisz haben sich sehr gut ins Ulmer Team eingefügt. Beim 95:85-Sieg gegen München war Klepeisz effizientester Spieler auf dem Parkett (17 Punkte, 4 Rebounds, 5 Assists). Tyler Harvey war Ulms Topscorer in dieser Partie (21 Punkte), zweistellig punkteten zudem Archie Goodwin (11) und Gavin Schilling (10). Die meisten Rebounds holten Osetkowski und Patrick Heckmann (je sieben). Das Team profitiert auch von der Erfahrung ihres Aufbauspielers Per Günther. Im zweiten Spiel gegen Oldenburg kam zudem Ex-Veilchen Derek Willis besser ins Spiel und legte seine Nervosität aus der ersten Partie ab.

Roijakkers freut sich über die gute Entwicklung der beiden Ex-Göttinger Willis und Osetkowski: „Ich bin immer sehr zufrieden, wenn das passiert. Wenn Spieler von mir nicht den nächsten Schritt machen, dann haben wir etwas falsch gemacht. Das ist unsere Rolle, aber es ist sehr schön zu sehen, wie viele Spieler man ausgebildet hat.“

Für Veilchen-Center Kramer ist das Duell mit seinem Ex-Team-Kameraden Osetkowski nichts Besonderes: „Im Sommer wechseln Spieler auch Klubs, sodass man immer wieder gegen ehemalige Teamkameraden spielt. Es gibt mir einen Energie-Schub gegen Dylan zu spielen. Im Training haben wir uns jeden Tag gemessen, jetzt machen wir es auf dem Spielfeld. Es freut mich für Dylan, dass er bei diesem Turnier mitmacht. Es war sehr gut ihn in unserem Team zu haben, jetzt spielen wir halt gegen ihn.“

Nach der Partie gegen Ulm gilt die volle Konzentration der Göttinger dem Viertelfinale. Veilchen-Gegner werden entweder die MHP RIESEN Ludwigsburg oder ALBA BERLIN sein, die am kommenden Montagabend den Gruppensieg unter sich ausspielen. Das Viertelfinalhinspiel wird am Donnerstag, 18. Juni, (16:30 Uhr, live auf MagentaSport) ausgetragen; das Rückspiel findet am Samstag, 20. Juni, (20:30 Uhr, live auf MagentaSport) statt.