BG gelingt in Bamberg kein Sieg

Die Veilchen um Dominic Lockhart (rechts mit Bambergs Ricky Hickman) müssen weiter auf den ersten Sieg in Bamberg warten. Bild: Daniel Löb

3. Februar 2019 – Für die BG Göttingen bleibt Bamberg kein gutes Pflaster. Am Sonntagnachmittag verlor die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers bei Brose Bamberg 77:100 (47:56) und wartet somit weiterhin auf den ersten Sieg bei den Franken. Vor 5.931 Zuschauern in der brose ARENA startete der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen gut in die Partie. Die Gastgeber kamen dann aber immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich auch dank einer sehr guten Dreier-Trefferquote bis zur Halbzeitpause einen kleinen Vorsprung. Im dritten Abschnitt kämpften sich die Veilchen noch einmal heran, hatten zum Ende aber keine Kraftreserven mehr. Beste BG-Akteure waren Derek Willis (21 Punkte) und Michael Stockton (17 Punkte, 13 Assists). Für Bamberg traf Ricky Hickman am häufigsten (22 Zähler).

Die Veilchen gerieten durch einen Dreier von Bambergs Tyrese Rice zunächst 3:8 in Rückstand, fingen sich aber schnell. Unter den Augen von Bundestrainer Henrik Rödl ließen die Gäste aus Göttingen einen 12:0-Lauf folgen, an dem Willis mit acht Zählern den größten Anteil hatte (15:8/5.). Die fällige Auszeit von Brose-Headcoach Federico Perego zeigte erst einmal keine Wirkung, denn Mihajlo Andric baute den BG-Vorsprung weiter auf 19:10 aus (6.). Doch dann bekamen die Südniedersachsen die Stärke der Franken aus der Distanz zu spüren. Hickman, Rice und Augustine Rubit brachten ihr Team auf 21:20 heran. Zwar konterten Willis und Dominic Lockhart ebenfalls von der Dreier-Linie (27:21), aber der erste Abschnitt endete nur mit einer knappen 27:25-Führung der Gäste.

Gleich zu Beginn des zweiten Viertels glich Rubit die Partie zum 29:29 aus, aber Stockton holte die Veilchen-Führung durch ein Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) wieder zurück (32:29/12.). Die fränkischen Hausherren waren nun aber endgültig in der Partie und fanden eine gute Balance zwischen Pässen unter den Korb und Würfen von außen. Hickman brachte die Bamberger durch einen Dreier zum ersten Mal seit der 2. Minute wieder in Front (32:34/13.). Doch die Göttinger ließen den Favoriten zunächst nicht davonziehen, sondern blieben dran und glichen zum 38:38 aus (15.). Aber der MagentaSport BBL Pokal-Finalist blieb treffsicher von jenseits der 6,75-Meter-Marke und schaffte es so, seinen Vorsprung doch zu vergrößern (40:47/17.). Zwei Dreier von Stockton und Andric zum 47:51 hielten die Roijakkers-Truppe im Spiel, die erste Hälfte beendeten die Bamberger aber mit einem 0:5-Lauf (47:56).

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Veilchen, dass sie die Partie drehen wollten. Lockhart verkürzte durch einen Dreier auf 50:56, doch die Franken hatten sich stabilisiert. Zudem bestraften die Göttinger Fehler der Gastgeber nicht konsequent genug. So wuchs der BG-Rückstand wieder an – in der 28. Minute sogar erstmals auf einen zweistelligen Wert (58:70). Die anschließende Roijakkers-Auszeit zeigte Wirkung. Sein Team schloss den Abschnitt mit einem 8:3-Lauf zum 66:73 ab und entschied dieses Viertel knapp 19:17 für sich.

Im letzten Abschnitt verließen die Veilchen allerdings nach und nach die Kräfte. In mehr als fünf Minuten gelang den Gästen nur ein einziger Punkt von der Freiwurflinie, während die Hausherren auf 67:87 davonzogen (35.). Zudem mussten die Göttinger ab der 34. Minute auf Lockhart und ihren Topscorer Willis verzichten, die beide mit ihrem jeweils fünften Foul auf der Bank Platz nehmen mussten. In der 38. Minute gesellte sich auch BG-Kapitän Stockton dazu, sodass die dezimierten Südniedersachsen nicht verhindern konnten, dass der Rückstand immer größer wurde und die Perego-Truppe verdient gewann.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Ich bin zufrieden damit, wie wir aufgetreten sind. Solange wir konnten, haben wir Bamberg einen harten Kampf geliefert. Als Derek Willis vom Feld musste, war das eine große Schwächung. Wir sind nicht tief genug besetzt, um gegen Bamberg 40 Minuten lang dagegen zu halten, wenn sie so wie heute spielen.“

Federico Perego (Headcoach Brose Bamberg): „Wir waren heute sehr fokussiert, denn wir wussten, dass Göttingen punkten kann und Talent besitzt. In der ersten Hälfte hatten wir große Probleme in der Verteidigung, im Eins-gegen-Eins und im Close-Out gegen die Schützen. In der zweiten Hälfte haben wir mehr Engagement gezeigt und uns verbessert. Mir hat sehr gut gefallen, wie wir den Ball bewegt haben. Als Mannschaft kamen wir auf 26 Assists, alleine Heckmann, der als Power Forward spielt, hatte sechs davon.“

Brose Bamberg – BG Göttingen 100:77 (56:47)

Zuschauer: 5.931

Die Viertel im Überblick: 25:27, 31:20, 17:19, 27:11

BG Göttingen: Lockhart (7 Punkte/2 Dreier), Albrecht (n.e.), Kramer (2), Williams (5/1, 4 Rebounds), Carter (17), Andric (5/1), Mönninghoff, Stockton (17/2, 13 Assists), Larysz (n.e.), Willis (21/3), Haukohl, Grüttner Bacoul (3).

Brose Bamberg: Hickman (22 Punkte/4 Dreier), Rice (17/4), Zisis, Jelovac (n.e.), Stuckey (5/1), Schmidt (3), Olinde (4), Harris (6), Rubit (18, 7 Rebounds), Heckmann (7, 7 Rebounds, 6 Assists), Taylor (6), Kulboka (12/4).