BG im Dauereinsatz: drei Spiele in fünf Tagen

Am Dienstag sicherten sich die Bamberger um Michele Vitali (rechts mit BG-Guard Rihards Lomazs) die Qualififikation für die easycredit BBL-Playoffs. Bild: Swen Pförtner

6. Mai 2021 – Weiter geht es mit dem engen Spielrhythmus für die BG Göttingen: Die letzten drei easyCredit Basketball Bundesliga-Partien der Saison 2020/21 absolviert die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors innerhalb von fünf Tagen. Schon am heutigen Donnerstag machen sich die Südniedersachsen auf den Weg nach Bamberg, wo sie am Freitag, 7. Mai, (19 Uhr, brose ARENA, live bei MagentaSport) auf Brose Bamberg treffen. Nur zwei Tage später steht das letzte Saison-Heimspiel auf dem Programm. Die Veilchen empfangen am Sonntag, 9. Mai, medi bayreuth in der Sparkassen-Arena (15 Uhr, live bei MagentaSport). Die Partie wird präsentiert von den Kindertagesstätten des ASC 46. Zum Liga-Abschluss reisen die Göttinger nach Oldenburg. Die Partie musste aufgrund der BG-Quarantäne auf Dienstag, 11. Mai, verlegt werden (19 Uhr, EWE Arena, live auf MagentaSport) und ist das letzte Duell der regulären Liga-Saison.

Der Veilchen-Fokus liegt aber erst einmal auf der Begegnung gegen Bamberg und darauf, nach der Zwangspause den Spielrhythmus zurückzugewinnen. In Hamburg sah das bei den Göttingern über weite Strecken schon besser aus als gegen München. Nachdem die Franken um Ex-Veilchen-Trainer Johan Roijakkers am Dienstag die Qualifikation für die easyCredit BBL-Playoffs durch einen 99:90-Sieg gegen die JobStairs GIESSEN 46ers endgültig unter Dach und Fach brachten, kann das Team um die Ex-Veilchen-Spieler Dominic Lockhart, Bennet Hundt, Alex Ruoff und Joanic Grüttner Bacoul befreit aufspielen.

Während Ruoff und Grüttner Bacoul in den vergangenen Partien pausierten, sind Lockhart und Hundt wichtige Säulen der Bamberger Mannschaft und stehen im Schnitt mehr als 20 Minuten pro Partie auf dem Parkett. Aufbauspieler Hundt ist zweitbester Assistgeber der Franken (4,2 im Schnitt) hinter dem genesenen Tyler Larson (4,4). Lockhart ist sicherster Dreier-Schütze (50 Prozent Trefferquote) und kommt auf 8,9 Punkte pro Spiel. „Bamberg hat viele gute Spieler mit individuellen Stärken“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab. „Dennoch würde ich sagen, dass David Kravish, Devon Hall und Christian Sengfelder ihre Schlüsselspieler sind.“

US-Guard Hall ist mit 14,4 Punkte pro Partie Topscorer seiner Mannschaft und gibt 4,0 Assists. US-Center Kravish kommt auf 12,7 Punkte und ist mit 8,4 Rebounds pro Partie der beste Rebounder der Liga. Der deutsche Nationalspieler Sengfelder erzielt 11,9 Zähler pro Spiel. Die Rotation komplettieren der italienische Guard Michele Vitali (10,5 Punkte), US-Forward Chase Fieler sowie der deutsche Guard Kenny Ogbe. „Bamberg ist ein sehr gut strukturiertes Team mit klaren Prinzipien“, sagt Crab. „Zudem haben sie eine klare Philosophie in der Verteidigung und spielen sehr diszipliniert.“ Um ihren Erfolg aus dem Hinspiel zu wiederholen – in der Sparkassen-Arena gewannen die Göttinger 87:80 – kommt es auf eine gute Verteidigung an. „Wir müssen gute und intensive Team-Defense spielen, die Blöcke verteidigen und beim Rebound ausboxen“, so der belgische Assistenztrainer.

Nach nur einem Tag Pause kommt der nächste BG-Gegner ebenfalls aus Franken: Die Veilchen empfangen am Sonntag medi bayreuth zum letzten Heimspiel der Saison. Ebenso wie die Moors-Truppe befindet sich auch die Mannschaft von medi-Headcoach Raoul Korner im gesicherten Mittelfeld der easyCredit BBL-Tabelle. Mit zwei Siegen mehr als die Südniedersachsen stehen die Oberfranken derzeit auf Rang zehn – einen Platz vor den Veilchen, die das Korner-Team noch abfangen wollen.

Das Hinspiel in Bayreuth gewann die BG durch einen Lauf am Ende nervenstark 82:80. Allerdings mussten die Gastgeber Mitte Februar auch auf ihren Aufbauspieler und Kapitän Bastian Doreth verzichten, der bester Assistgeber seiner Mannschaft ist (5,4 pro Spiel). Von den Veilchen nicht zu stoppen war Forward Osvaldas Olisevivius, der 26 Punkte erzielte. Im Schnitt kommt der Litauer auf 13,8 Punkte pro Partie und ist damit zweibester Bayreuther Scorer hinter US-Guard Frank Bartley (14,3 Punkte). US-Center Dererk Pardon ist bester Rebounder seines Teams (6,1), gefolgt vom deutschen Center Andreas Seiferth (4,8).

Während alle anderen easyCredit BBL-Teams bereits am Sonntag ihr letztes Spiel absolvieren, müssen die BG und Oldenburg am Dienstag zum Nachholspiel des 31. Spieltages noch einmal ran. Das momentan viertplatzierte Team von Baskets-Headcoach Mladen Drijencic musste am Mittwoch eine empfindliche 73:90-Niederlage gegen die HAKRO Merlins Crailsheim hinnehmen, die somit den direkten Vergleich gewannen und die Niedersachsen noch vom vierten Tabellenplatz verdrängen können. Andererseits hat Oldenburg auch noch die Chance, Meisterschaftsfavorit Bayern München einzuholen und sich den dritten Tabellenpatz zu sichern.

Über einen Oldenburger Spieler kann man nur stauen: Der 38-jährige Rickey Paulding ist in seiner 14. Saison bei den Baskets Topscorer seiner Mannschaft. 15,6 Punkte erzielt der US-Forward im Schnitt pro Partie und trifft fast 38 Prozent seiner Drei-Punkte-Wurfversuche. Ebenfalls zweistellig punkten US-Guard Keith Hornsby (15,1 Zähler/52 Prozent Dreier-Trefferquote), der derzeit verletzte Forward Nathan Boothe (12,2) und der österreichische Center Rasid Mahalbasic (11,6), der die meisten Rebounds seines Teams holt (6,3). Für den Oldenburger Spielaufbau sind Braydon Hobbs (4,1 Assists pro Spiel) und Phil Pressey (4,0) zuständig. Während die Nordwestdeutschen in den kommenden beiden Spielen um eine gute Ausgangslage für die easyCredit BBL-Playoffs kämpfen, geht es für die Veilchen darum, sich optimal auf das Halbfinale im MagentaSport BBL Pokal gegen ALBA BERLIN am 15. Mai vorzubereiten.