BG reist zum Jahresabschluss nach Bayreuth

Vergangene Saison spielten Dominic Lockhart (links) und Kyan Anderson noch gegeneinander, jetzt sind sie Teamkameraden. Bild: Thorsten Ochs

23. Dezember 2019 – Kurz fällt das Weihnachtsfest in dieser Saison beim Team der BG Göttingen aus. Denn schon am zweiten Weihnachtsfeiertag steht für die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers das nächste Duell in der easyCredit Basketball Bundesliga auf dem Programm. Die Südniedersachsen sind am Donnerstag, 26. Dezember, bei medi bayreuth zu Gast (18 Uhr, Oberfrankenhalle, live auf MagentaSport). Bereits am Tag zuvor machen sich die Veilchen nach einer Trainingseinheit auf den Weg nach Oberfranken, trainiert wird auch an Heiligabend. „Bayreuth spielt recht schnellen Basketball“, sagt BG-Co-Trainer Hylke van der Zweep. „Darum ist es wichtig, dass wir in der Verteidigung schnell zurücklaufen. Gegen Bonn haben wir das in der zweiten Halbzeit gut gemacht.“

In sehr guter Form präsentierte sich BG-Aufbauspieler Kyan Anderson bei der Generalprobe zum Spiel bei seinem Ex-Klub Bayreuth. 32 Punkte (seine Liga-Bestleistung) erzielte der US-Amerikaner am vergangenen Samstag beim wichtigen 80:77-Sieg gegen die Telekom Baskets Bonn. Die Mannschaft von medi-Headcoach Raoul Korner verlor hingegen ihr letztes Liga-Spiel – allerdings nur knapp 84:89 bei den starken MHP RIESEN Ludwigsburg. Überragender Bayreuther Akteur in Ludwigsburg war der deutsche Center Andreas Seiferth mit 27 Punkten.

Im FIBA Europe Cup hat Bayreuth die Runde der letzten 16 Teams erreicht und liegt dort mit einem Sieg und einer Niederlage in seiner Gruppe auf Platz zwei. Der europäische Wettbewerb befindet sich momentan in der Winterpause, die nächste Partie steht dort für den Veilchen-Gegner erst am 8. Januar an.

Ähnlich wie beim letzten BG-Gegner, den Bonnern, sticht auch bei den Bayreuthern kein Spieler heraus. Die meisten Punkte im Schnitt erzielen die beiden US-Guards Bryce Alford (12,9) und James Woodard (11,8) gefolgt von Seiferth (11,7). Seiferth holt die meisten medi-Rebounds (6,3), US-Center Reid Travis kommt auf 5,1. Die meisten Assists gibt US-Aufbauspieler James Robinson (4,2) gefolgt von Allrounder und Rückkehrer Nate Linhart (3,7). „Alford ist ein sehr guter Werfer, ebenso wie Woodard“, sagt van der Zweep. „Seiferth und Travis sind schnelle Center, die gut von Verteidigung auf Angriff umschalten.“ Ex-Veilchen Joanic Grüttner Bacoul steht im Schnitt rund fünf Minuten auf dem Parkett.

Die Oberfranken, die in der easyCredit BBL-Tabelle mit vier Siegen auf Platz elf stehen, passen sehr gut auf den Ball auf. Nur 12,8 Ballverluste erlaubt sich die Korner-Truppe pro Spiel – nur Ludwigsburg ist in dieser Statistik besser als Bayreuth. Platz drei belegen die Göttinger, die sich nur 13,1 Turnover pro Partie leisten. „Wir müssen sehr gut in der Verteidigung aufpassen und dürfen Bayreuth keine leichten Körbe gestatten“, so van der Zweep. „Außerdem ist es wichtig, dass wir in der Offensive alle fünf Spieler involvieren.“