BG verliert gegen Jena

Penny Williams (rechts mit Jenas Derrick Allen) erzielte zwölf Punkte gegen Jena. Bild: Swen Pförtner

10. November 2018 – Die BG Göttingen ist noch nicht wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Am Samstagabend verlor die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers gegen Science City Jena 81:88 (36:40) und damit zum ersten Mal in dieser Saison zum zweiten Mal in Folge. Die 3.398 Zuschauer in der Göttinger Sparkassen-Arena sahen ein easyCredit Basketball Bundesliga-Spiel das von Läufen beider Teams geprägt war. Immer wieder setzte sich einer der beiden Kontrahenten etwas ab; die Führung wechselte zehnmal hin und her. Im Schlussabschnitt trafen die Gäste aus Thüringen einen Dreier nach dem nächsten, schafften es so die Südniedersachsen auf Distanz zu halten und am Ende den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Bester BG-Werfer war Michael Stockton mit 22 Punkten. Für Jena traf Julius Jenkins am häufigsten (ebenfalls 22 Zähler).

Die Veilchen hatten gegen gut aufgelegte Jenaer vor allem in der Verteidigung Schwierigkeiten. Der Ex-Göttinger Julius Wolf konterte einen Dreier von Penny Williams zum 3:5 (2.). Die Gäste erarbeiteten sich leichte Vorteile und zogen nach einem erneuten Wolf-Dreier auf 9:14 davon (4.). Doch die Hausherren hatten die passende Antwort und glichen durch einen Distanztreffer von Dennis Kramer zum 14:14 aus (6.). Die Roijakkers-Truppe legte nach und schloss ihren 10:0-Lauf durch einen Dreier von Mihajlo Andric zum 19:14 ab (9.). Bis zum Viertelende hielten die Göttinger einen kleinen Vorsprung (21:18).

Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel eng. Die Südniedersachsen schafften es zunächst, ihre Führung zu verteidigen, weil sie treffsicher waren (28:23/14.). Aber die Gäste aus Thüringen ließen sich nicht abschütteln, weil sie die passenden Antworten hatten. Durch einen 2:10-Lauf übernahm das Team von Jenas Headcoach Björn Harmsen wieder die Führung (30:33/16.). Die Veilchen holten sich diese kurz darauf zurück und zwangen Harmsen so zu einer Auszeit (36:33/18.). Diese zeigte Wirkung, denn bis zur Halbzeitpause gelangen den Gastgebern keine Punkte mehr, während die Jenaer das Viertel mit einem 0:7-Lauf beendeten (36:40).

Nach dem Seitenwechsel traf Dru Joyce gleich zur bis dahin höchsten Gäste-Führung (36:43/21.). Aber die BG ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und arbeitete sich Stück für Stück wieder heran. Williams holte die Veilchen-Führung von der Freiwurflinie zurück (44:43/24.). Die Partie blieb weiterhin spannend. Zwar hatten die Göttinger ein paar Mal die Chance, sich etwas weiter abzusetzen, vergaben diese aber aufgrund einer schlechten Dreier-Trefferquote. So bot sich den Jenaern die Möglichkeit, im Spiel zu bleiben, die diese nutzten. Science-City-Topscorer Ike Iroegbu, den die Veilchen gut im Griff hatten, glich zum 51:51 aus. Vor dem Schlussviertel gingen die Thüringer sogar noch in Führung (53:54).

Auch den letzten Abschnitt eröffneten die Gäste mit einem Dreier – der wieder genesene Jamar Abrams (für ihn setzte Martynas Mazeika aus) traf zum 53:57. Beide Teams konzentrierten sich nun auf ihren Angriff, was bei den Jenaern etwas besser funktionierte als bei der BG. Williams brachte die Veilchen von außen auf 58:61 heran, aber Julius Jenkins stellte den alten Abstand sofort wieder her (58:64/33.). Die Göttinger liefen dem Rückstand nun kontinuierlich hinterher und schafften es nicht, Fehlwürfe des Gegners auszunutzen. Nachdem Abrams auf 63:70 erhöht hatte, kamen die Göttinger noch einmal auf 67:70 heran (36.). In der Schlussphase war es dann Jenkins, der die wichtigen Dreier für Jena traf und der Harmsen-Truppe so den dritten Saisonsieg sicherte.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Am Ende des vierten Viertels war das Spiel ein Shoot-out ohne großartige Verteidigung. Wir sind zwar immer wieder herangekommen, dann aber auch wieder nicht. Es ist zu sehen, dass es für uns schwer ist, mit nur fünf Ausländern zu spielen. Gerade gegen so tief besetzte Teams wie Jena, können wir mit fünf Ausländern nicht mithalten. Die fünf, die wir haben, haben heute einen super Job gemacht. Aber man hat gesehen, dass uns ein Spieler in der Rotation fehlt.“

Björn Harmsen (Headcoach Science City Jena): „Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben, weil Göttingen eine starke, sehr gut gecoachte Mannschaft ist mit einer tollen Heimatmosphäre. Es war für uns wichtig, dass Jamar Abrams nach der langen Verletzungspause etwas mehr Physis in das Spiel bringen konnte. Ich bin stolz, dass wir es im Vergleich zum vergangenen Wochenende geschafft haben, in den knappen Phasen weiter als Team zusammenzuspielen. Außerdem haben wir in diesen Phasen wichtige Rebounds geholt. Für uns ist das ein großartiger Sieg, weil wir keine einfache Zeit hinter uns haben. Wir konnten noch nicht einmal mit dem ganzen Team trainieren.“

BG Göttingen – Science City Jena 81:88 (36:40)

Zuschauer: 3.398

Die Viertel im Überblick: 21:18, 15:22, 17:14, 28:34

BG Göttingen: Coggins, Lockhart (6 Punkte), Kramer (5/1 Dreier), Williams (12/2), Carter (8), Andric (12/2), Mönninghoff, Stockton (22/2, 7 Assists), Larysz, Willis (2, 6 Rebounds), Haukohl (14/4), Grüttner Bacoul.

Science City Jena: Iroegbu (6 Punkte), Reyes-Napoles (2), Theis (4), Wolf (11/3 Dreier, 9 Rebounds), Jenkins (22/5), Allen (14), Abrams (17/3), McElroy (3/1), Joyce (9/1, 10 Assists), Mackeldanz.