BG verliert gegen souveräne Würzburger

Darius Carter (links mit Würzburgs Luke Fischer) erzielte 16 Punkte in Würzburg. Bild: Viktor Meshko

5. Oktober 2019 – Die BG Göttingen wartet noch auf ihren ersten Saisonsieg in der easyCredit Basketball Bundesliga. Die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers verlor am Samstagabend bei s.Oliver Würzburg 75:90 (38:51). Vor 2.981 Zuschauen in der s.Oliver Arena starteten die südniedersächsischen Gäste gut in die Partie, ließen die Franken dann aber immer besser ins Spiel kommen. Im zweiten Abschnitt spielten sich die Hausherren in einen Rausch und zogen immer weiter davon. Zwar versuchte die BG noch einmal alles, um die Partie zu drehen, am Ende spielten die Würzburger aber zu souverän und gewannen verdient. Bester Veilchen-Werfer war Terry Allen mit 21 Punkten. Bennet Hundt erzielte mit zehn Punkten und 14 Assists ein Double-Double. Für Würzburg traf Jordan Hulls am häufigsten (24 Zähler).

Die Veilchen erwischten einen guten Start ins Spiel und gingen durch einen Allen-Dreier 11:5 in Front (4.). Die Gastgeber brauchten ein bisschen Zeit, um in die Partie zu kommen, sodass die Göttinger ihren kleinen Vorsprung zunächst behielten (16:11/7.). Zum Ende des Abschnitts ließen die Franken einen 2:9-Lauf folgen, den Hulls durch seinen ersten Dreier zum 20:21 abschloss.

Im zweiten Viertel fanden die Veilchen dann kein Mittel, um Hulls zu stoppen. Der US-Guard zog zum Korb, traf von außen und ließ den BG-Rückstand nach und nach immer größer werden (25:34/14.). Die Roijakkers-Truppe bemühte sich, an Würzburg dran zu bleiben und schaffte dies phasenweise vor allem durch Allen. Der US-Forward verkürzte auf 30:36, doch Hulls antwortete mit fünf Zählern in Folge zum 30:41 (17.). Bei der BG war der Korb nun wie vernagelt, während Würzburg sich in einen Rausch spielte. Hulls baute die fränkische Führung in der 19. Minute auf 17 Punkte aus (32:49). Sechs Punkte von Hundt und Darius Carter vor der Halbzeitpause ließen den Rückstand etwas schrumpfen (38:51).

Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Göttinger in der Verteidigung und ließen bis Mitte des Abschnitts nur zwei Würzburger Punkte zu. Allerdings lief es offensiv weiter nicht optimal für die Veilchen, die nach einem Dreier von Elias Lasisi (den ersten Liga-Punkten des Belgiers) auf 45:53 herankamen (25.). Die anschließende Auszeit von Würzburgs Headcoach Denis Wucherer zeigte nur kurz Wirkung, denn Kyan Anderson und Dennis Kramer brachten die BG weiter heran (50:55/26.). Allerdings ließen sich die Franken davon nicht beeindrucken und fanden weiterhin ihre sicheren Dreier-Schützen: Florian Koch erzielte bis zum Viertelende noch elf Punkte (davon drei Dreier) und sorgte so dafür, dass der BG-Rückstand wieder auf 14 Zähler anwuchs. Ein Anderson-Dreier stellte den 58:69-Viertelendstsand her.

Anderson und die Veilchen stemmten sich gegen die drohende Niederlage (63:74/33.), aber Würzburg hatte immer eine Antwort. Die Göttinger kratzten immer wieder daran, den Rückstand auf unter zehn Punkte zu drücken (68:80/36.), aber die fränkischen Hausherren wurden nicht nervös. Nach sechs Punkten in Folge zum 68:86 nahm Roijakkers eine Auszeit (37.). Zwar baute das Wucherer-Team seinen Vorsprung danach noch weiter aus (68:90/38.), aber die Veilchen zeigten Moral und beendeten die Partie durch einen 7:0-Lauf, der an der Niederlage aber nichts mehr änderte.

Stimmen zum Spiel

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Ich denke, dass wir das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren haben. Jordan Hulls war in der letzten Saison schon ein Problem für uns, und auch heute hat er den Unterschied ausgemacht. In der zweiten Halbzeit sind wir etwas besser ins Spiel gekommen, aber auch im vierten Viertel war Würzburg wieder die bessere Mannschaft. Unsere Verteidigung war einfach sehr schwach.“

Denis Wucherer (Headcoach s.Oliver Würzburg): „Natürlich sind wir glücklich mit dem ersten Sieg. Es ist schön, dass das in dieser Saison etwas früher passiert ist, als im letzten Jahr. Jordan Hulls und Florian Koch haben heute den Unterschied gemacht, weil sie von außen sehr hochprozentig getroffen haben und wir sie auch gefunden haben. Unsere 22 Ballverluste haben aber auch dafür gesorgt, dass Göttingen 13 Würfe mehr nehmen konnte als wir. So eine Statistik kann auch gerne mal nach hinten losgehen. Insofern sind wir froh, dass wir das Spiel trotzdem hinten raus einigermaßen souverän gewinnen konnten.“

s.Oliver Würzburg – BG Göttingen 90:75 (51:38)
Die Viertel im Überblick: 21:20, 30:18, 18:20, 22:17
Zuschauer: 2.981
BG Göttingen: Lockhart (3 Punkte/1 Dreier), Waterman (n.e.), Anderson (14/4), Lasisi (3/1), Kramer (8), Omuvwie (n.e.), Carter (16), Andric, Mönninghoff, Allen (21/4, 7 Rebounds), Hundt (10/3, 14 Assists), Bryant (n.e.).
s.Oliver Würzburg: Hulls (24 Punkte/4 Dreier), Obiesie, Haßfurther, Richter (7/1), Bowlin (6/1), Koch (19/5), Wells (13, 9 Assists), Chapman, Allen (5/1), Hoffmann (4), Fischer (12, 8 Rebounds).