BG zieht durch Sieg gegen Vechta ins TOP FOUR ein

Luke Nelson erzielte gegen Vechta ein Double-Double (17 Punkte, zehn Assists). Bild: Christian Becker

24. Oktober 2020 – Die BG Göttingen hat sich den Einzug ins TOP FOUR um den MagentaSport BBL Pokal gesichert. Gegen Gastgeber RASTA Vechta gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors am Samstagabend 99:87 (62:38). Die Südniedersachsen starteten mit viel Selbstvertrauen in die Partie und zogen den Hausherren schnell davon. Nach dem Ausfall ihres Aufbauspielers Jorge Gutiérrez (Leistenprobleme) in der zweiten Halbzeit bekamen die Göttinger gegen aggressivere Vechtaer zunehmend Probleme. Die Gastgeber kämpften sich bis auf acht Punkte heran, schafften es aber nicht, die Partie zu drehen. Bester Veilchen-Werfer war Mathis Mönninghoff mit 22 Punkten. Für Vechta traf Will Vorhees am häufigsten (27 Zähler). Das Spiel der regionalen Pokal-Gruppe B wurde im RASTA Dome in Vechta ausgetragen, Zuschauer waren aufgrund der Pandemie nicht zugelassen. Vor dem BG-Spiel hatten die FRAPORT SKYLINERS gegen die JobStairs GIESSEN 46ers 86:70 gewonnen. Morgen steht das letzte Gruppenspiel für die Veilchen auf dem Programm, das für die Gruppenkonstellation keinen Ausschlag mehr hat. Die Göttinger treffen ab 20:30 Uhr auf die Gießener.

Die Veilchen waren von Beginn an treffsicher und gingen durch zwei Dreier von Aubrey Dawkins schnell 9:2 in Front (2.). Die Gastgeber schienen mit dem Tempo der Gäste von Beginn an überfordert, sodass der BG-Vorsprung schnell weiter anwuchs. Nach einem weiteren Dawkins-Dreier zum 22:8 nahm RASTA-Headcoach Thomas Päch die erste Auszeit (6.). Diese zeigte zunächst aber keine Wirkung, denn die Gäste zogen auf 27:10 davon (7.). Zum Ende des Abschnitts fing sich Vechta ein wenig und verkürzte auf 33:18.

Im zweiten Viertel machte die Päch-Truppe zunächst dort weiter und kam auf 33:21 heran (12.). Doch zwei schnelle Dreier von Luke Nelson, dem ein Double-Double (17 Punkte, zehn Assists) gelangt, ließen den Veilchen-Vorsprung wieder auf 39:21 anwachsen. Die Vechtaer schafften es weiterhin nicht, die Göttinger Distanz-Werfer unter Kontrolle zu bringen. Nelson und Mönninghoff, der aus dem Feld ohne Fehlwurf blieb (7/7), gingen bei der BG voran. In der 17. Minute traf Mönninhoff durch ein Vier-Punkte-Spiel (Dreier plus Freiwurf) zum 53:28. Die Moors-Truppe hielt ihren Vorsprung nun einigermaßen konstant und ging mit einer 62:38-Führrung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Vechta, das es sich nicht so schnell geschlagen geben würde. Zwar traf Mönninghoff zunächst zwei weitere Dreier zum 68:40, doch die Päch-Jungs erhöhten den defensiven Druck (22.). Jean Salumu schloss einen 1:9-Lauf zum 69:49 ab (26.). Doch die Veilchen setzten sich erfolgreich zur Wehr. Nelson Weidemann vergrößerte den Vorsprung durch vier Zähler in Folge wieder auf 25 Punkte (76:51/28.). Die Hausherren bemühten sich, konnten sich bis zum Start des Schlussviertels aber nur auf 81:58 heranarbeiten.

Im letzten Abschnitt machte sich das Fehlen von Gutiérrez bei den Göttingern immer mehr bemerkbar. Dem Druck auf die Aufbauspieler hielten die Gäste nur schwer stand und verloren den Ball immer häufiger. Dennoch blieb der BG-Vorsprung zunächst komfortabel, weil zur richtigen Zeit die Dreier fielen. Vargas traf in der 34. Minute zum 88:68, Mönninghoff eine Minute später zum 91:73. Doch die Gastgeber kamen nun ins Rollen und ließen einen 0:10-Lauf zum 91:83 folgen (38.). Die anschließende Auszeit von Moors wirkte, denn sein Team fing sich wieder und beendete die korblose Phase mit einem 5:0-Lauf (96:83/39.). Den Vechtaern lief dann die Zeit davon, sodass die Göttinger den Platz als Sieger verließen.

Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Sehr gute erste 20 Minuten und schreckliche zweite 20 Minuten. Wir haben sehr guten Basketball in der ersten Halbzeit gespielt und den Ball sehr gut bewegt. Alle haben mit viel Selbstvertrauen gespielt. Aber in der zweiten Halbzeit – ohne Jorge Gutiérrez, der wichtig für uns ist – sind wir mit dem Druck von Vechta nicht gut umgegangen. Nur ein Spieler hat das ganze Spiel alles gegeben, und das war Mathis Mönninghoff.“

Thomas Päch (Headcoach RASTA Vechta): „Das Fazit fällt relativ simpel aus: Göttingen ist in der ersten Halbzeit hier gewesen, um Basketball zu spielen, und ich weiß nicht, wo wir waren. Wir haben physische und mentale Präsenz sehr vermissen lassen. Wir wurden überrollt und sind dann immer hinterhergelaufen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann endlich ins Spiel gefunden. Aber das ist halt zu spät. Wir haben nach diesem Spiel jetzt einige Angeschlagene, darunter Josh Young und Dennis Clifford – mal schauen, wie es ihnen morgen Früh geht. Der Modus ist taff, wir haben heute in der zweiten Halbzeit viel investiert, und das war auch genau richtig so. Tatsächlich müssen wir jetzt erst einmal gucken, wer morgen laufen kann. Und dann müssen wir versuchen, das heute in der zweiten Halbzeit gezeigte auch morgen aufs Feld zu kriegen. Jeder, der noch Energie hat, muss diese Energie auch bringen.“

RASTA Vechta – BG Göttingen 87:99 (38:62)
Die Viertel im Überblick: 18:33, 20:29, 20:19, 29:18
BG Göttingen: Weidemann (4 Punkte), Nelson (17/5 Dreier, 10 Assists), Gutiérrez (11), Vargas (3/1), Kramer (7), Omuvwie, Odiase (6, 7 Rebounds), Mönninghoff (22/6), Jackson Jr., Dawkins (17/3), Robinson Jr. (10), Turudić (2).
RASTA Vechta: Peno (18 Punkte/1 Dreier), Hasbargen (4), Young (6), Salumu (12/1), Herkenhoff (4), Hundt (2), Barnett (10/2), Rohwer (2), Christen, Vorhees (27/1, 9 Rebounds), Clifford (2).