Endlich wieder mit Fans: BG startet Sonntag in die Saison

Harper Kamp und die Veilchen freuen sich auf die Rückkehr ihrer Fans. Bild: Swen Pförtner

23. September 2021 – Nach mehr als eineinhalb Jahren ist es endlich wieder so weit: Die BG Göttingen trägt ein easyCredit BBL-Heimspiel in der Sparkassen-Arena vor ihren Fans aus. Das letzte reguläre Heimspiel vor heimischem Publikum war die Partie gegen die Hamburg Towers am 7. März 2020. Damals war die Sparkassen-Arena ausverkauft. 3.447 Zuschauer werden es am kommenden Sonntag, 26. September, wenn Brose Bamberg in Göttingen gastiert (15 Uhr, Sparkassen-Arena, live bei MagentaSport und Sport1), nicht werden, aber das Team von BG-Headcoach Roel Moors hofft auf lautstarke Unterstützung von den Rängen. Zumal es im Duell gegen die Franken auch zu einem Wiedersehen mit Ex-Veilchen-Trainer Johan Roijakkers, seinem Assistenten Hylke van der Zweep, Athletik-Trainer Domenik Theodorou, Teammanager Enzo Neck, Physiotherapeut Stefan Dall sowie den Spielern Dominic Lockhart und Marvin Omuvwie kommt. „Ich denke, wir können damit zufrieden sein, wie wir uns in den Vorbereitungsspielen präsentiert haben“, sagt BG-Co-Trainer Olivier Foucart. „Wir haben einige gute Dinge in diesen Spielen gesehen, aber wir haben auch noch Luft nach oben. In den meisten Partien haben wir mit hoher Intensität gespielt. Wir teilen den Ball sehr gut und spielen als Team zusammen. Aber vor dem ersten Saisonspiel ist es eine neue Situation, für die wir gewappnet sein müssen.“

Tickets für das Ehemaligen-Treffen gibt es in der BG-Geschäftsstelle im Sartorius Basketball Lab am Schützenplatz, den bekannten Kartenvorverkaufsstellen, telefonisch über die Ticket-Hotline (Tel.: 0180-6050400) oder hier im Online-Ticketshop. Die BG-Geschäftsstelle öffnet für den Kartenvorverkauf mittwochs von 10 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 18 Uhr. Zu diesen Zeiten ist auch der Fanshop geöffnet. Für Kurzentschlossene öffnet die Tageskasse an der Sparkassen-Arena am Sonntag um 13:30 Uhr.

Ebenso wie die BG haben auch die Bamberger eine gute Vorbereitung absolviert, mussten dann aber einen Dämpfer wegstecken. Das erste Spiel in der Qualifikation zur Basketball Champions League verloren die Franken 79:83 gegen den litauischen Vertreter Juventus Utena und verpassten damit die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. Ende des dritten Viertels hatte die Roijakkers-Truppe bereits 65:45 geführt, sich dann aber zu sicher gefühlt. „Bamberg wird hoch motiviert sein. Das Team, aber auch die individuellen Spieler wollen ihrem Coach und ihren Fans etwas beweisen. Sie werden sehr aggressiv spielen – wir müssen uns darauf einstellen und gut reagieren“, sagt Foucart.

Gegen die Litauer erhielt der nach zwei Jahren in Ulm nach Bamberg zurückgekehrte Patrick Heckmann die meiste Spielzeit (rund 26 Minuten), in der der deutsche Forward auch die meisten Punkte erzielte (16). In rund 25 Minuten Einsatzzeit kam Neuzugang Martinas Geben auf 15 Zähler, gefolgt vom kurz vorher noch verpflichteten Frankie Ferrari (14 Punkte). Der US-Guard gab auch elf Assists und war zusammen mit Heckmann effizientester Bamberger. Ex-Veilchen Lockhart stand rund 18 Minuten auf dem Parkett (sechs Punkte), der ehemalige Göttinger Marvin Omuvwie kam rund vier Minuten zum Einsatz. „Es ist schwer ein, zwei oder drei Schlüsselspieler zu nennen. Sie haben viel mehr als das, weil sie ein sehr komplettes Team sind. Bamberg ist eine Mannschaft, die zusammengestellt wurde, um gemeinsam zu arbeiten und zusammen zu spielen“, so Foucart.

Den Teamgedanken belegen die 23 Assists, die die Bamberger gegen Utena verteilten. Zudem leisteten sie sich nur elf Ballverluste. „Bamberg ist ein Team, das mit sehr hohem Tempo spielt und gerne schnell von Verteidigung auf Angriff umschaltet. Sie nutzen viel Pick-and-Rolls, weil sie viele kreative Guards haben. Bamberg hat zudem viele gute Werfer auf den Positionen eins bis vier und ist sehr aktiv beim Offensiv-Rebound“, weiß Foucart. Zum Verhängnis wurden Deutschen im Qualifikationsspiel der große Unterschied bei den Freiwürfen. Während die Bamberger nur elfmal an die Linie gingen, waren es bei Utena 31-mal.

Für die Veilchen ist klar, wie sie die Roijakkers-Truppe knacken können. „In erster Linie müssen wir gegen Bambergs Aggressivität gegenhalten und selbst aggressiv spielen. Zweitens: Wir müssen unser Spiel durchziehen. Und drittens: Wir müssen 40 Minuten fokussiert agieren“, so Foucart.