Ulm beendet BG-Siegesserie

Mihajlo Andric (rechts mit Ex-Veilchen Derek Willis) und die Veilchen waren gegen Ulm chancenlos. Bild: Swen Pförtner

25. Januar 2020 – Die Siegesserie der BG Göttingen ist gerissen. Die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers verlor am Samstagabend gegen ratiopharm ulm 65:86 (35:58). Die Partie wurde präsentiert von der DiT Göttingen GmbH. Vor 3.447 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena hielt der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen im ersten Abschnitt mit dem Favoriten mit, brach im zweiten Viertel allerdings ein und lag zu Halbzeitpause schon hoch zurück. In der zweiten Hälfte agierten die Gastgeber aus Göttingen besser in der Verteidigung, schafften es gegen die guten Ulmer Defensive aber nicht, ausreichend zu punkten. Der Rückstand schrumpfte nur zweitweise, weil die Gäste sich wieder fingen und ihren großen Vorsprung bis zum Ende souverän verteidigten. Bester Veilchen-Akteur war Dylan Osetkowski mit einem Double-Double (16 Punkte, elf Rebounds). Für Ulm traf Zoran Dragic am häufigsten (23 Zähler).

Die Veilchen bewegten sich zu Beginn mit den Gästen aus Ulm auf Augenhöhe, leisteten sich aber auch einige unnötige Ballverluste. So traf Ulms Killian Hayes in der dritten Minute zum 5:8. Allerdings konterte Dominic Lockhart mit einem Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) zum 8:8 (4.). Weil die Süddeutschen dann leichte Punkte liegen ließen und die Veilchen nur durch Fouls stoppen konnten, übernahmen die Göttinger wieder die Führung (11:10/6.). Doch auch die BG agierte nicht immer konzentriert genug, sodass die Gäste wieder in Front gingen (13:19/9.). Die Ulmer bestraften kleine Fehler der Hausherren dann immer öfter und zogen auf 16:24 davon (10.). Zum Viertelende verkürzten die Gastgeber durch einen Dreier von Kyan Anderson auf 21:26.

In den zweiten Abschnitt starteten die Veilchen mit vier Punkten von Osetkowski, doch auch die Gäste trafen, sodass sich der BG-Rückstand nicht verringerte (25:30/13.). Die Ulmer kamen nun immer besser in die Partie, während die Göttinger sich mühten. Vor allem Dragic zeigte seine Klasse und sorgte mit seinen Zählern zum 27:39 dafür, dass Roijakkers seine zweite Auszeit nahm (16.). Zwar agierten die Gastgeber nun wieder besser in der Offensive, stoppen konnten sie die Mannschaft von Ulms Headcoach Jaka Lakovic aber nicht. Erneut war es der Ex-NBA-Spieler Dragic, der den Vorsprung seines Teams auf 20 Punkte ausbaute (35:55/19.). Bei den Veilchen lief es dann gar nicht mehr – so wuchs der Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 35:58 an.

Nach dem Seitenwechsel gestatteten die Veilchen den Süddeutschen fast drei Minuten keine Zähler und arbeiteten sich durch fünf Anderson-Punkte auf 40:58 heran (22.). Die BG spielte nun deutlich besser als im zweiten Viertel. In der 25. Minuten hatte die Lakovic-Truppe erst zwei Punkte erzählt, während Terry Allen den Göttinger 9:2-Lauf durch einen Dreier zum 46:60 abschloss. Allerdings hatte Ulm die richtige Antwort parat und ließ einen 0:7-Lauf folgen, den Ex-Veilchen Derek Willis per Dreier zum 46:67 abschloss (27.). Die Roijakkers-Truppe bemühte sich weiterhin, den Rückstand zu verkürzen, doch die Gäste hatten ihre kurze Schwächephase überstanden und bauten ihren Vorsprung vor dem Schlussviertel wieder auf 22 Zähler aus (51:73).

Im letzten Abschnitt machte Tyler Harvey schnell deutlich, dass Ulm dieses Spiel nicht mehr hergeben wollte. Der US-Guard erzielte fünf schnelle Punkte zum 51:78 (32.). Doch die Göttinger ergaben sich nicht einfach ihrem Schicksal und schafften einen 10:2-Lauf zum 63:82 (38.). Allerdings blieb den Veilchen nicht mehr genug Zeit, um sich noch weiter an die Ulmer heranzuarbeiten und den Sieg der Süddeutschen in Gefahr zu bringen.

Stimmen zum Spiel
Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Ich denke, wir waren bereit für dieses Spiel. Ich mochte die Energie, mit der wir rausgekommen sind. Aber Ulm ist ebenso bereit gewesen. Im zweiten Viertel hatten wir Probleme an beiden Enden des Feldes. Im dritten Viertel haben wir versucht, Ulm zu schlagen und haben gut verteidigt. Aber in der Offensive haben wir keine Lösungen gefunden. Das vierte Viertel war dann nur noch Garbage Time.“

Jaka Lakovic (ratiopharm ulm): „Wir wollten hier mit einer defensiven Mentalität spielen. Göttingen hat fünf Partien in Folge gewonnen und großartigen Basketball gespielt. Sie gehörten auch zu den besten drei Teams in der Defensive. Wenn wir nach Göttingen gekommen wären, um nur einen Punkt mehr als sie zu erzielen, wäre es ein langer Abend für uns geworden. Wir sind mit der richtigen Mentalität gestartet und haben dann im zweiten Viertel wichtige Würfe getroffen. Im dritten Viertel haben wir damit gerechnet, dass Göttingen versuchen wird, uns zu schlagen. Diese Schläge haben wir gut absorbiert und am Ende verdient gewonnen.“

BG Göttingen – ratiopharm ulm 65:86 (35:58)
Die Viertel im Überblick: 21:26, 14:32, 16:15, 14:13
Zuschauer: 3.447 (ausverkauft)
BG Göttingen: Lockhart (5 Punkte), Anderson (10/1 Dreier), Lasisi (4), Ruoff (5/1, 4 Assists), Kramer, Omuvwie, Andric (9), Mönninghoff (2), Waleskowski (2), Osetkowski (16, 11 Rebounds), Allen (9/2 Dreier), Hundt (3).
ratiopharm ulm: Harvey (16 Punkte/4 Dreier), Hayes (11/1), Dragic (23/1), Günther (8/2), Philipps (2), Jerrett (8, 8 Rebounds), Obst (2), Hinrichs (7/1), Krimmer, Schilling (2), Willis (7/1), Krause.