Veilchen-Gegner Bremerhaven steht unter Druck

Vergangene Saison traten Leon Williams (Mitte) und Evan Smotrycz (links) noch gegeneinander an – am Sonntag treffen sie gemeinsam auf die Eisbären um Jordan Hulls (rechts). Bild: Christian Reinhard

Keine einfache Aufgabe wartet am kommenden Sonntag auf die BG Göttingen. Das Team von BG-Headcoach Johan Roijakkers tritt am 12. November (15 Uhr, Stadthalle Bremerhaven) bei den Eisbären Bremerhaven an. Die Nordseestädter haben bisher zwar erst einen Sieg errungen – den holten sie allerdings beim Tabellenzweiten ALBA BERLIN. Dass die Eisbären mehr Potenzial haben, als es der Tabellenplatz vermuten lässt, zeigt auch die knappe 99:103-Verlängerungs-Niederlage gegen medi bayreuth. Die Veilchen sind vor dem unter Druck stehenden Gegner gewarnt. „Bremerhaven ist viel besser, als ihre Bilanz zeigt“, sagt Roijakkers. „Sie haben schon sehr guten Basketball gegen einige Top-Teams gespielt. Ihr Sieg in Berlin sagt alles.“

Bremerhavens Headcoach Sebastian Machowski hat im Sommer seine beiden Leistungsträger Jordan Hulls und Ivan Elliott gehalten. Aufbauspieler Hulls ist Kopf der Mannschaft und steht am längsten von allen Eisbären-Akteuren auf dem Parkett (31 Minuten). Der US-Guard erzielt im Schnitt 11,9 Punkte pro Spiel (43 Prozent Dreier-Trefferquote), holt 3,8 Rebounds und gibt 4,8 Assists. Bester Bremerhavener Punktesammler ist Johnny Berhanemeskel (14,6), der mehr als die Hälfte seiner Dreierversuche im Korb versenkt.

Unter den Körben müssen sich Darius Carter und Co. auf Center Geoffrey Groselle (4,4 Rebounds pro Spiel, kam im Sommer aus Braunschweig) und Carl Baptiste (4,3, spielte vorher in Österreich) einstellen. Langsam in Schwung kommt nach langer Verletzungspause David Brembley, der ebenfalls die Hälfte seiner Wurfversuche von jenseits der 6,75-Meter-Marke trifft. Ein Wiedersehen gibt es in Bremerhaven für Veilchen-Forward Evan Smotrycz, der in der vergangenen Saison noch für die Eisbären auflief, allerdings den Großteil der Spiele durch eine Fußverletzung verpasste.

Dass es bei den Eisbären bisher in der Abstimmung noch nicht optimal läuft, zeigen nur rund 15 Assists pro Partie – kein Liga-Team kommt auf weniger direkte Korbvorlagen. Zudem erlaubt sich die Machowski-Truppe im Schnitt fast 17 Ballverluste pro Spiel, nur die Oettinger Rockets haben mehr. Je eingespielter sich die Bremerhavener in den kommenden Wochen präsentieren, desto erfolgreicher werden sie sein.