Veilchen holen dritten Sieg in Folge

Darius Carter (lila Trikot) ließ es im Spiel gegen die FRAPORT SKYLINERS krachen. Der US-Forward steuerte zwölf Punkte zum Veilchen-Sieg bei. Bild: Christian Reinhard

Die BG Göttingen hat ihre kleine Siegesserie ausgebaut. Am Sonntagnachmittag holte die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers gegen die FRAPORT SKLYINERS aus Frankfurt in der easyCredit Basketball Bundesliga (easyCredit BBL) den dritten Sieg in Folge. Vor 3.345 Zuschauern in Sparkassen-Arena benötigten die Veilchen allerdings eine Verlängerung bis der 82:78 (67:67, 39:37)-Sieg stand. In einer spannenden Partie gaben die Gastgeber aus Göttingen einen Zehn-Punkte-Vorsprung im letzten Abschnitt wieder her und mussten fünf zusätzliche Minuten ran. Am Ende behielten die Leinestädter aber die Nerven, trafen in den letzten zwei Minuten gute Entscheidungen im Angriff und gingen als verdienter Sieger vom Platz. Bester Veilchen-Werfer war Alex Ruoff mit 22 Punkten. Für Frankfurt traf Shavon Shields am häufigsten (26 Zähler).

Die Veilchen agierten mit den Frankfurtern von Beginn an auf Augenhöhe. Ruoff sorgte mit fünf Punkten in Folge für die 7:5-Führung. Beide Teams schenkten sich nichts, sodass die Partie eng blieb. Shields brachte die hessischen Gäste durch einen Dreier 9:11 in Front, doch Darius Carter und Ruoff konterten zum 13:11 (7.). Die Führung wechselte hin und her. Doch die Punkte von Adam Waleskowski zum 17:16 in der 8. Minute waren die letzten für die Göttinger in diesem Abschnitt, während die Frankfurter sich bis zum Viertelende einen kleinen Vorsprung erarbeiteten (17:21).

Zum Start des zweiten Abschnitts erhöhten die Frankfurter den Rückstand für die Veilchen auf sechs Punkte (19:25/13.). Nach einer Roijakkers-Auszeit war Leon Williams’ Dreier zum 22:25 der Startschuss zur Aufholjagd. Einen 16:4-Lauf der Göttinger schloss Carter zum 35:31 ab (18.). Einziger Wermutstropfen: Ruoff musste in der 17. Minute mit seinem dritten Foul vorerst auf der Bank Platz nehmen. Nur einen einzige Ballverlust leistete sich die Roijakkers-Truppe in der ersten Hälfte gegen die für ihre starke Verteidigung bekannten Frankfurter und ging so mit einer 39:37-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel war es die Defensive der Göttinger, die gut funktionierte. Sie machten es den hessischen Gästen schwer zu Punkten zu kommen und bauten ihren Vorsprung Stück für Stück aus. Zwar konterte Ekene Ibekwe einen Ruoff-Dreier zum 50:43, doch Williams und Carter stellten den alten Abstand an der Freiwurflinie wieder her (53:43/28.). Nur acht Zähler gestattete die BG den Frankfurtern in diesem Abschnitt, während sie selber 17 erzielte und mit einer 56:45-Führung ins Schlussviertel ging.

Doch die Mannschaft von SKYLINERS-Interims-Headcoach Klaus Perwas zeigte nun ihre gefürchtete Verteidigung. Während sich die BG in den ersten 30 Minuten nur vier Ballverluste leistete, zwangen die Frankfurter sie in den letzten zehn Minuten zu weiteren vier. So schrumpfte der Vorsprung Stück für Stück. Topscorer Schields brachte sein Team in der 38. Minute erstmals seit der ersten Hälfte wieder in Front. 20 Sekunden vor dem Ende glich Ruoff die Partie von der Freiwurflinie zum 67:67 aus. Den letzten Wurf der Frankfurter verteidigten die Hausherren gut, sodass es in die Verlängerung ging.

Jesse Sanders ließ die lautstarken Veilchen-Fans durch seine vier Punkte in Folge zum 71:67 jubeln. Doch die Hessen hatten die richtige Antwort und gingen durch je einen Dreier von Shields und Ibekwe wieder in Führung (71:73/44.). Ruoff konterte von jenseits der 6,75-Meter-Marke und Benas Veikalas erhöhte den Vorsprung auf drei Zähler (76:73/45.). 27 Sekunden vor dem Ende blieb Scott Eatherton fehlerfrei von der Freiwurflinie (78:75). Den nächsten Frankfurter Angriff verteidigten die Veilchen gut, sodass die Gäste Sanders nach ihrem Ballverlust an die Freiwurflinie schickten. Der bleib ebenfalls fehlerfrei – der Sieg war den Göttingern nicht mehr zu nehmen.

Stimmen zum Spiel:

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „In den ersten 30 Minuten haben wir sehr solide gespielt, wenig Fehler gemacht. Man sieht, dass wir jetzt seit zwei Wochen zusammen trainieren, wir werden immer stabiler. Im vierten Viertel haben wir unsere Sache dann nicht mehr so gut gemacht, aber das kommt vor. Dafür haben wir es in der Verlängerung dann wieder besser gemacht. Ich muss allen meinen Spielern ein Kompliment aussprechen. Auch Benas Veikalas. Er war das ganze Spiel über nicht gut, hat am Ende aber die Big Plays gemacht.“

Klaus Perwas (Headcoach FRAPORT SKYLINERS): „Ich habe zur Vorbereitung auf dieses Spiel einige Partien von Göttingen gesehen. Sie gefallen mir sehr gut. Im Spiel gegen Bamberg beispielsweise – als Alex Ruoff noch nicht dabei war – hat man gesehen, dass sie Basketball spielen können. Wir sind aber auf dem Weg in die richtige Richtung. Phasenweise haben wir unglücklich gespielt, das ist unser großes Problem in dieser Saison. Wir sind nicht konstant genug. In dieser tollen Basketball-Atmosphäre kann man verlieren. Auch wenn es für uns unglücklich war, hat Göttingen nicht unverdient gewonnen.“

BG Göttingen – FRAPORT SKYLINERS  82:78 (67:67, 39:37)

Die Viertel im Überblick: 17:21, 22:16, 17:8, 11:22, 15:11

Zuschauer: 3.345

BG Göttingen: Williams (10 Punkte/2 Dreier), Veikalas (2), Ruoff (22/3), Spohr, Carter (12), Schwarz, Mönninghoff (8/2), Waleskowski (8), Sanders (12/1, 6 Assists), Borchers (n.e.), Eatherton (8, 9 Rebounds), Grüttner (n.e.).

FRAPORT SKYLINERS: Vaughn (7 Punkte, 5 Assists), Agva (n.e.), Merz, Ilzhöfer (2), Bonga (n.e.), Graves (5/1 Dreier), Robertson (14/4), Morrison (9), Ibekwe (10/2, 8 Rebounds), Shields (26//3), Kiel (5).