Veilchen reisen zu heimstarken Würzburgern

Dominic Lockhart (rechts mit Würzburgs Abdul Gaddy) und die Veilchen müssen am Freitag schon wieder ran. Bild: Sabine Klar

7. Februar 2018 – Gute Erinnerungen hat die BG Göttingen an das Hinspiel gegen ihren kommenden Gegner. Anfang November besiegte die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers den Favoriten s.Oliver Würzburg in der heimischen Sparkassen-Arena dank der überragenden Leistungen von Brion Rush (21 Punkte) und Michael Stockton (20) 81:74. Diesen Erfolg zu wiederholen, wird für den easyCredit Basketball-Bundesligisten aus Südniedersachsen am kommenden Freitag, 9. Februar, (19 Uhr, s.Oliver Arena, live auf Telekom Sport) bei den heimstarken Franken alles andere als einfach. Nach der unerwarteten Niederlage gegen die Eisbären Bremerhaven wird Würzburgs Headcoach Dirk Bauermann alles tun, um sein Team wieder auf die Siegerstraße zu bringen. „Würzburg ist ein sehr gut gecoachtes Team mit sehr guten, erfahrenen deutschen Spielern“, sagt Roijakkers. „Sie sind in der Offensive sehr gut organisiert.“

Im Vergleich zum Hinspiel hat sich einiges getan im Würzburger Kader. In D.J. Richardson, Ryan Anderson, Osvaldas Olisevicius und Andrej Mangold sind vier Akteure, die im November in der Sparkassen-Arena zum Einsatz kamen, nicht mehr Bestandteil der Mannschaft. Neu hinzugekommen sind die Forwards Owen Klassen und E.J. Singler sowie US-Guard Vaughn Duggins. Klassen verstärkt die Bauermann-Truppe unter den Körben und ist bester Würzburger Rebounder (4,3 pro Spiel). Singler und Duggins sorgen für Tiefe und Entlastung.

Wichtigster Akteur ist Nationalmannschaftskapitän Robin Benzing, der im Schnitt pro Partie auf 18,8 Punkte kommt und 3,9 Rebounds holt. Der 29-Jährige stand bisher bei jeder Partie in der Startaufstellung, ebenso wie Maurice Stuckey. Der deutsche Guard erzielt im Schnitt 11,0 Punkte pro Spiel und erhält hinter Benzing (29 Minuten) und Aufbauspieler Cliff Hammonds (30) zusammen mit Guard Abdul Gaddy die drittmeiste Spielzeit (25). Weitere Leistungsträger der Franken sind der litauische Forward Vytenis Lipkevicius (23 Minuten Einsatzzeit pro Spiel) und der deutsche Center Kresimir Loncar (11,7 Punkte pro Partie), der in Bremerhaven aufgrund einer Erkrankung passen musste.

Ebenso wie die Veilchen werfen auch die Würzburger oft von jenseits der Dreier-Linie auf den Korb und kommen so im Schnitt auf neun Dreier pro Partie. Ligaspitze sind Hammonds und Co. beim Aufpassen auf den Ball. Nur rund zehn Ballverluste erlauben sich die Franken pro Spiel – so wenig wie kein anderes Erstliga-Team. Nach der Niederlage an der Nordsee belegen die Würzburger mit zehn Siegen und zehn Niederlagen den zehnten Tabellenplatz und brauchen Siege, um die easyCredit BBL-Playoff-Plätze nicht aus den Augen zu verlieren.