Veilchen reisen zum Derby mit den Braunschweiger Löwen

Aubrey Dawkins (rechts) und die Veilchen haben das Hinspiel gegen die Braunschweiger und Gavin Schilling (links) knapp gewonnen. Bild: Swen Pförtner

1. März 2021 – Nachdem die Länderspielpause für die BG Göttingen durch einen Corona-Fall bei den NINERS Chemnitz ungewollt verlängert worden war, steht nun das erste Pflichtspiel seit zweieinhalb Wochen für die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors an. Der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen reist am Mittwoch, 3. März, zum Derby zu den Basketball Löwen Braunschweig (19 Uhr, Volkswagen Halle, live bei MagentaSport). Auf Derby-Stimmung müssen beide Teams wie schon beim Hinspiel, das die Veilchen zu Saisonbeginn knapp 79:76 für sich entschieden, aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin verzichten. „Braunschweig ist sehr, sehr gut beim Offensiv-Rebound“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab. „Außerdem spielen sie seit neustem eine Drei-Zwei-Zone, die den Gegnern Probleme bereitet.“

Das junge Team von Löwen-Headcoach Pete Strobl hatte in den vergangenen Wochen gegen einige Widrigkeiten zu kämpfen. Bereits zweimal mussten die Braunschweiger im Januar aufgrund von Corona-Fällen in Quarantäne, weshalb die Ostniedersachsen drei Spiele weniger als die Veilchen absolviert haben. Zudem bat der erfahrenste Löwen-Akteur, Bryon Allen, um Vertragsauflösung. Für ihn haben die Braunschweiger aber bereits einen Ersatz gefunden: den Litauer Arnas Velicka. Schwer wiegt für das Strobl-Team der Ausfall von Kapitän Lukas Meisner, der zudem zweibester Löwen-Scorer war. Der 25-Jährige zog sich im Training bei der deutschen Nationalmannschaft eine Schulter-Verletzung zu, sodass die Saison für ihn beendet ist.

Im Hinspiel war Allen mit 22 Punkten Braunschweiger Topscorer, gefolgt von Nationalspieler Karim Jallow (19 Zähler) und Kostja Mushidi (11). Neben Allen wird auch Mushidi am Mittwoch nicht dabei sein. Der talentierte Guard befindet sich nach Angaben der Löwen seit Anfang Dezember aufgrund einer ernstzunehmenden Krankheit in medizinischer Behandlung.

Die meisten Löwen-Punkte erzielt im Schnitt pro Spiel Jallow (16,9) – ebenfalls auf eine zweistellige Punkteausbeute kommen der deutsche Forward Gavin Schilling (11,1) und US-Guard James Robinson (10,1). Schilling holt die meisten Rebounds im Team (7,8), gefolgt von Jallow (5,4). Die meisten Assists gibt Robinson (5,4), der Unterstützung von Velicka bekommt (5,0). „Braunschweigs Schlüsselspieler sind Robinson mit seinen Punkten und Pässen, Schilling als Allrounder, aber insbesondere mit seinen Rebounds, und Jallow, der momentan sehr viel punktet, sehr aggressiv zum Korb zieht und auch sehr aggressiv zum Offensiv-Rebound geht“, so Crab.

Ein Wiedersehen gibt es mit Center Benedikt Turudić, der bei den Veilchen den verletzten Dennis Kramer zu Saisonbeginn vertrat und nach einem kurzen Gastspiel beim SYNTAINICS MBC nun zu den Braunschweigern wechselte. Bei seinem ersten Einsatz am gestrigen Sonntag in der Partie gegen die EWE Baskets Oldenburg (89:101) kam der Center fast 17 Minuten zum Einsatz, in denen er zwei Punkte erzielte, zwei Rebounds holte und zwei Assists gab.

Die Löwen gehen durch ihre aggressive Spielweise oft an die Freiwurflinie – im Schnitt nehmen sie rund 24 Freiwürfe pro Spiel und belegen damit ligaweit den dritten Platz hinter Ulm und Crailsheim. Allerdings weisen sie die schlechteste Freiwurfquote aller easyCredit BBL-Teams auf (rund 70 Prozent). Wie von Crab erwähnt gehörten die Braunschweiger zu den besten Offensiv-Rebound-Teams der Liga und sichern sich im Schnitt 12,1 abprallende Bälle nach eigenen Fehlwürfen. „Wir müssen versuchen, Robinson, Schilling und Jallow unter Kontrolle zu bekommen“, sagt der belgische Assistenztrainer. „Und als Team müssen wir die Defensiv-Rebounds kontrollieren.“