Veilchen-Serie hält auch in Weißenfels

Kyan Anderson (rechts mit Jovan Novak) war erneut Göttingens Topscorer. Bild: Swen Pförtner

18. Januar 2020 – Die BG Göttingen hat ihre Siegesserie in der easyCredit Basketball Bundesliga ausgebaut. Am Samstagabend gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers beim SYNTAINICS MBC 90:84 (40:44) und holte damit ihren fünften Erfolg in Folge. Die 2.300 Zuschauer in der Stadthalle Weißenfels sahen ein spannendes Spiel, in dem sich die Hausherren immer wieder etwas absetzten, ihren Vorsprung aber nicht hielten. In der Schlussphase blieben die Gäste aus Göttingen ruhig und brachten sich durch einen 8:0-Lauf zum 88:82 auf die Siegerstraße. Bester Veilchen-Werfer war Kyan Anderson mit 23 Punkten. Für Weißenfels traf Tremmell Darden am häufigsten (19 Zähler).

Die Veilchen, die erneut auf Elias Lasisi (Lungenprobleme) verzichten mussten, gingen gleich mit ihrem ersten Angriff in Führung und behielten diese bis zum 8:7 (5. Minute). Dann drehten die „Wölfe“ aber auf und zeigten, weshalb sie zu den besten Offensiv-Teams der Liga gehören. Die BG blieb bis zum 13:13 an den Gastgebern dran, kassierte zum Viertelende mangels Intensität aber einen 0:8-Lauf zum 13:21.

Im zweiten Abschnitt wuchs der Göttinger Rückstand zunächst sogar auf 13 Zähler an (15:28/12.). Vor allem von der Dreier-Linie gelang den Veilchen gar nichts. Doch nach einer Roijakkers-Auszeit rissen sich Anderson und Co. zusammen und verkürzten auf 27:32 (16.). Aber die Mannschaft von „Wölfe“-Headcoach Björn Harmsen zeigte sich deutlich verbessert in der Verteidigung und erhöhte den Abstand wieder auf 29:38 (17.). Erneut nahm Roijakkers eine Auszeit, die auch dieses Mal wirkte. Zudem traf Alex Ruoff den ersten Veilchen-Dreier des Spiels und brachte sein Team auf 36:38 heran (19.). Allerdings schaffte es die BG nicht, die Partie auszugleichen oder in Führung zu gehen. Zur Halbzeitpause lagen die Gäste 40:44 zurück.

Nach dem Seitenwechsel war es Dylan Osetkowski, dem erneut ein Double-Double gelang, der die Veilchen erstmals seit dem ersten Abschnitt wieder in Front brachte (49:46/23.). Aber das Spiel blieb eng und angeführt von Andrew Warren und Michael Gbinije holten sich die Weißenfelser die Führung zurück (49:51/24.). Zwar bemühte sich die Roijakkers-Truppe, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen, doch gegen die Offensiv-Kraft der „Wölfe“ fanden sie erneut kein Mittel. So wuchs der Veilchen-Rückstand vor dem Schlussviertel auf 62:69 an.

Gleich zu Beginn des letzten Viertels brachte Gbinije die Hausherren 62:71 in Front. Aber die Veilchen bewahrten Ruhe und arbeiteten sich Stück für Stück heran. Nach einem technischen Foul von Harmsen verkürzte Anderson auf 70:73 (33.). Kurz darauf besorgte Ruoff mit seinem nächsten Dreier den Ausgleich (75:75/35.). Zwar brachte Ruoff die Gäste durch ein Drei-Punkte-Spiel 80:77 in Front, doch die Mitteldeutschen konterten zum 80:82 (37.). In der folgenden Auszeit fand Roijakkers genau die richtigen Worte, denn sein Team ließ einen 8:0-Lauf zum 88:82 folgen (40.). Diese Führung gaben die Veilchen dann nicht mehr her.

Stimmen zum Spiel
Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Beide Mannschaften hätten den Sieg heute verdient gehabt. Nach dem Start war der MBC viel stärker als wir. Zwischendrin war es dann ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten Runs, aber die letzten vier Minuten waren wir das stärkere Team. Wir haben mehrere Big Plays gemacht, das hat der MBC zwar auch wie mit dem Block von Tremmell Darden, aber wir haben einfach mehr gemacht. Es war ein großes Spiel für uns, jeder Sieg ist wichtig für den Klassenerhalt. Beim MBC ist es nie einfach, von daher war es ein großer Sieg für uns.“

Björn Harmsen (Headcoach SYNTAINICS MBC): „Johan Roijakkers hat das gut gesagt. Beide Mannschaften hätten es verdient, zu gewinnen. Es war relativ ausgeglichen von den Vierteln; wir haben zwei gewonnen und Göttingen hat zwei gewonnen. Aber am Ende haben sie die besseren Entscheidungen getroffen. Wir haben viel gearbeitet in den letzten zwei Wochen. Tremmell hat uns viel Energie und Erfahrung gegeben – wenn gerade von seinem Block gesprochen wurde. Das ist etwas ganz Wichtiges für unsere Mannschaft, dass wir solche Erlebnisse haben. Wenn wir da kämpfen, können wir auch in der Verteidigung besser agieren, als das bisher der Fall war. Am Ende haben wir leider nicht mehr den Ball bewegt, wie wir hätten müssen. Das hat Göttingen besser gemacht. Wir haben da zu statisch gespielt, was zu einfach zu verteidigen war für die Göttinger. Das war das Entscheidende, was uns das Spiel gekostet hat.“

SYNTAINICS MBC – BG Göttingen 84:90 (44:40)
Die Viertel im Überblick: 21:13, 23:27, 25:22, 15:28
Zuschauer: 2.300
BG Göttingen: Lockhart (2 Punkte), Anderson (23/1 Dreier), Ruoff (17/3, 5 Assists), Kramer (2), Omuvwie (2), Andric (8/1), Mönninghoff (2), Waleskowski, Osetkowski (21, 11 Rebounds), Allen (11/1), Hundt (2), Bryant.
SYNTAINICS MBC: Gbinije (17 Punkte/2 Dreier), Micovic (2), Brembly, Krstanovic (n.e.), Kerusch (9), Zylka (10/1), Novak (11/1, 15 Assists), Darden (19/1, 9 Rebounds), Baslyk (n.e.), Warren (14/2), Okao (n.e.), Turudic (2).