Veilchen siegen furios gegen Chemnitz

Die Göttinger um Jeff Roberson haben sich für die Hinspiel-Niederlage in Chemnitz mehr als revanchiert. Bild: Swen Pförtner

6. März 2022 – Die BG Göttingen hat sich mit einem furiosen Erfolg aus der kurzen Spielpause zurückgemeldet. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors besiegte am Sonntagnachmittag die NINERS Chemnitz dank eines starken Schlussviertels souverän 90:69 (37:37). Vor 2.013 Zuschauern in der Göttinger Sparkassen-Arena zeigten beide Mannschaften in der ersten Hälfte ein umkämpftes Spiel und schenkten sich nichts. Nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Hausherren leichte Vorteile, schafften es aber nicht, sich dauerhaft abzusetzen. Das änderte sich im letzten Abschnitt, in dem die Veilchen noch einmal ihre Verteidigung intensivierten und die sächsischen Gäste nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Bester BG-Werfer war Stephen Brown Jr. mit 20 Punkten. Für Chemnitz trafen Ex-Veilchen Nelson Weidemann und Darion Atkins am häufigsten (je 12 Zähler).

Die Veilchen starteten mit einem kleinen Lauf in die Partie, den Jeff Roberson per Dreier zum 8:2 abschloss (2.). Aber die Chemnitzer brauchte nicht lange, um ins Spiel zu kommen und zogen durch einen 0:12-Lauf an den Gastgebern vorbei (8:14/5.). Die Göttinger hielten dagegen und agierten mit den starken Sachsen auf Augenhöhe. Zum Ende des Abschnitts übernahm BG-Kapitän Akeem Vargas Verantwortung, holte zunächst per Dreier die 20:19-Führung und traf zum Viertelende einen Notwurf zum 23:23.

Im zweiten Abschnitt dauerte es ein paar Minuten, bis die ersten BG-Punkte auf der Anzeigetafel erschienen. Diese waren dann aber umso schöner, denn Philipp Hartwich dunkte ein Alley-Oop-Anspiel von Brown Jr. zum 25:26 durch den Korb (13.). Die Chemnitzer agierten nun etwas souveräner und zwangen die Veilchen durch ihre starke Verteidigung zu Ballverlusten (26:30/14.). Doch die Göttinger ließen ihren Gegner nicht davonziehen und gingen durch einen Dreier von Geburtstagskind Jake Toolson zum ersten Mal in diesem Viertel in Front (34:33/17.). Aber auch in diesem Abschnitt setzte sich kein Team ab, es ging mit 37:37 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Ausgeglichenheit der Partie zunächst nichts. Einen Dreier von Trent Lockett zum 40:40 konterte Toolson ebenfalls von außen zum 43:40 (23.). Die BG verpasste es dann, sich einen größeren Vorsprung zu erarbeiteten und ließ einige Chancen liegen. Allerdings behielt die Moors-Truppe jetzt die Oberhand und hatte immer eine Antwort parat (59:53/28.). Vor dem Schlussabschnitt traf Weidemann einen Dreier zum 59:58, doch BG-Neuzugang Nate Grimes beendete den Abschnitt mit seinen ersten Punkten für Göttingen zum 61:58.

Im Schlussviertel drehten die Hausherren dann richtig auf. Nach Zählern von Atkins zum 61:60 ließen die Göttinger fast fünf Minuten keine gegnerischen Körbe mehr zu und zogen durch einen 19:0-Lauf auf 80:60 davon (35.). Weil den Veilchen das Hinspiel, das sie nach einer 16-Punkte-Führung im letzten Viertel noch knapp verloren, noch im Gedächtnis war, ließen sie dieses Mal nicht locker. Der überragende Brown Jr. brachte sein Team durch ein Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) und einen Dreier rund zwei Minuten vor dem Ende 86:62 in Front. Danach war klar, dass der Chemnitzer Widerstand gebrochen war und die BG sich für die Hinspielniederlage revanchieren würde.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Es war eine schwierige erste Halbzeit für uns mit wenig Rhythmus in der Offensive. Viel hatte mit unseren Ballverlusten zu tun, die nicht nur unserer Offensive weh getan haben, denn Chemnitz hat daraus acht Punkte im Schnellangriff erzielt. In der zweiten Halbzeit war das viel besser, da haben wir unsere Stärken genutzt. Unsere Guards haben sehr gut gespielt und ihre Geschwindigkeit viel besser genutzt als beim Hinspiel. Wir haben in der zweiten Hälfte auch einen viel besseren Job in der Defensive gemacht. Das war vielleicht der Unterschied.“

Rodrigo Pastore (Headcoach NINERS Chemnitz): „Es ist sehr einfach: Göttingen hat den Sieg sehr verdient, insbesondere für das, was sie im vierten Viertel gemacht haben. Man hat klar gesehen, dass uns der Sprit ausgegangen ist. Wir müssen daran arbeiten, die Jungs wieder in Form zu bringen nach der Quarantäne, in der viele unserer Jungs in den vergangenen Tagen waren. Drei Viertel haben wir gut mitgehalten. Im letzten Viertel war Göttingen immer einen Schritt besser als wir. Sie haben das Spiel sehr verdient gewonnen.“

BG Göttingen – NINERS Chemnitz 90:69 (37:37)
Die Viertel im Überblick: 23:23, 14:14, 24:21, 29:11
Zuschauer: 2.013
BG Göttingen: Toolson (14 Punkte/4 Dreier), Frey (9/1), Roberson (10/1), Vargas (6/2), Hujic (n.e.), Hartwich (4, 6 Rebounds), Mönninghoff (5/1), Kamp (1), Brown Jr. (20/3), Grimes (2), Giotis, Baldwin (19/3, 5 Assists).
NINERS Chemnitz: Weidemann (12 Punkte/2 Dreier), Ziegenhagen (3/1), Richter (3, 5 Rebounds, 6 Assists), Wimberg (8/1), Mike (7), Massenat (8), Susinskas (5/1), Washington (4), Atkins (12, 5 Rebounds), Lockett (7/1).