Veilchen stellen sich auf neu-formierte Tübinger ein

Die Veilchen um ihren Kapitän Michael Stockton treten Samstag bei den noch sieglosen Tübingern an. Bild: M. Kuch

Eine undankbare Aufgabe steht für die BG Göttingen am kommenden easyCredit Basketball Bundesliga-Spieltag an. Die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers ist am Samstag, 9. Dezember, beim noch sieglosen Tabellenletzten WALTER Tigers Tübingen zu Gast (20:30 Uhr, Paul Horn-Arena, live auf Telekom Sport). Die Tübinger haben in der Länderspielpause auf ihre Niederlagenserie reagiert und Headcoach Tyron McCoy gegen Mathias Fischer ausgetauscht. Fischer, der bereits die GIESSEN 46ers und die Telekom Baskets Bonn als Cheftrainer betreute, stieß kurz vor der Partie gegen die Eisbären Bremerhaven zum Team, überließ Assistenztrainer Aleksandar Nadjfeji aber die Führung an der Seitenlinie. Das Spiel verloren die Tigers knapp 73:78.

Nachdem Fischer nun eine Woche mit seiner neuen Mannschaft gearbeitet hat, wird es für die Veilchen schwer, sich auf den Gegner einzustellen. Die Schwaben erzielen im Schnitt 77,8 Punkte pro Partie und treffen nach den Oettinger Rockets die meisten Drei-Punkte-Würfe in der Liga (9,8 pro Spiel). Das Problem der Tigers ist nicht die Offensive, sondern die Verteidigung. Rund 89 Punkte gestattet das Fischer-Team dem Gegner pro Partie. Roijakkers kann nur Vermutungen anstellen, was der neue Tigers-Trainer ändern wird.

Offensiv sind US-Forward Reggie Upshaw und easyCredit BBL-Veteran Jared Jordan die wichtigsten Tübinger Spieler. Der 2,03 Meter große Upshaw erzielt im Schnitt 14,6 Punkte pro Partie (43 Prozent Dreier-Trefferquote) und holt 6,0 Rebounds. Aufbauspieler Jordan ist bester Assistgeber der Liga (6,9 pro Spiel), erzielt durchschnittlich 9,6 Punkte und holt 3,3 Rebounds. „Jordan sorgt dafür, dass alle Spieler involviert sind“, sagt Roijakkers. Zweitbester Tigers-Rebounder ist Tony Easly (4,7). Auf zweistellige Punkteausbeuten kommen zudem Kris Richard (13,3), Barry Stewart (11,0) und Ryan Brooks (10,9).

Nicht ganz so viel Einsatzzeit wie in Göttingen bekommt der vor der Saison nach Tübingen gewechselte Mathis Mönninghoff. Der deutsche Guard steht im Schnitt rund 19 Minuten auf dem Parkett, bei der BG waren es in der vergangenen Spielzeit 25. Dennoch erhält Mönninghoff von allen deutschen Tigers-Akteuren die längste Einsatzzeit, gefolgt von Sid-Marlon Theis (17 Minuten) und Phillipp Heyden (14). „Es wird großartig sein, Mathis wiederzusehen“, freut sich Roijakkers auf die Begegnung mit seinem ehemaligen Spieler.