Veilchen treten bei erfahrenen Gießenern an

BG-Kapitän Michael Stockton (links) und Gießens John Bryant haben am vergangenen Wochenende herausragende Statistiken aufgelegt. Archivbild: Christian Reinhard

9. Januar 2019 – Nach dem wichtigen Erfolg der BG Göttingen gegen die Eisbären Bremerhaven hat sich der easyCredit Basketball Bundesligist aus Südniedersachsen ein bisschen Luft im Kampf um den Ligaverbleib verschafft. Für die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers ist der momentane 13. Tabellenplatz aber kein Grund sich auszuruhen, denn am kommenden Wochenende steht den Veilchen keine leichte Aufgabe bevor. Die Göttinger gastieren am Freitag, 11. Januar, (20:30 Uhr, Sporthalle Gießen-Ost, live auf MagentaSport) bei den GIESSEN 46ers. „Gießen ist ein Team mit viel Erfahrung“, sagt Roijakkers.

Die Hessen haben ihre Niederlagenserie ebenso wie die Veilchen am vergangenen Wochenende beendet und einen souveränen 81:61-Erfolg bei Science City Jena geholt. Zuvor war die Mannschaft von 46ers-Headcoach Ingo Freyer sechsmal in Folge ohne Sieg geblieben. Ein Grund für die Negativserie war sicherlich der Ausfall von John Bryant (Achillessehnenreizung), der drei Spiele pausieren musste, ehe er in Jena aufs Parkett zurückkehrte. Und der US-Amerikaner mit deutschem Pass zeigte eine überragende Vorstellung: 21 Punkte, 20 Rebounds, sechs Assists. Damit überbot der 2,11 Meter große Center sogar noch die herausragende Leistung von BG-Kapitän Michael Stockton, der am Wochenende auf 27 Punkte und zehn Assists kam. „In Bryant hat Gießen auf jeden Fall den Most Valuable Player dieser Saison im Kader“, so Roijakkers.

Bryant führt die Liga-Bestenliste bei den Punkten (20,3 im Schnitt pro Spiel) und bei den Rebounds (11,8) an. In seinem Team ist der zweifache Liga-MVP auch noch bester Vorlagengeber mit durchschnittlich 4,8 Assists pro Spiel. Die Gießener sind bekannt für ihre schnelle Spielweise, wodurch sie im Schnitt rund 88 Punkte pro Partie erzielen. So punkten neben Bryant auch US-Forward Brandon Thomas (13,7 Zähler), die beiden US-Guards David Bell (12,4) und Max Landis (12,1) sowie US-Forward Larry Gordon (10,9) zweistellig.

Das US-Quartett verfügt über hervorragende Trefferquoten von der Drei-Punkte-Linie – Thomas trifft sogar die Hälfte seiner Würfe von außen. Insgesamt kommen die 46ers auf rund zehn Dreier pro Spiel – und belegen damit Rang vier im Liga-Ranking. Neben der Dreierquote sind auch die Freiwürfe ein wichtiger Faktor im Gießener Spiel. Rund 21 Mal schickt der Gegner die Hessen pro Spiel an die Linie – 17 Freiwürfe verwandeln Bryant und Co. im Schnitt. So wenig Dreier wie möglich zuzulassen und die 46ers ohne Fouls zu stoppen, wird eine große Herausforderung für die Roijakkers-Truppe.