Veilchen ziehen nach Sieg in Frankfurt ins Pokal-Viertelfinale ein

Kyan Anderson (rechts mit Frankfurts Matthew McQuaid) steuerte 20 Punkte zum Sieg in Frankfurt bei. Bild: Tim Dannenberg

29. September 2019 – Die BG Göttingen hat das Viertelfinale des MagentaSport BBL Pokals erreicht. Die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers warf am Sonntagnachmittag die FRAPORT SKYLINERS durch einen 79:74 (41:36)-Sieg aus dem Wettbewerb. Vor 4.900 Zuschauen in der Fraport Arena zeigten die südniedersächsischen Gäste in der ersten Hälfte eine gute Leistung. Im dritten Viertel kamen die Frankfurter durch ihre intensive Verteidigung zurück ins Spiel und übernahmen die Führung. Die Partie wurde am Ende zu einem Krimi, den die Göttinger durch gute Nerven an der Freiwurflinie für sich entschieden. Bester Veilchen-Werfer war Mihajlo Andric mit 21 Punkte. Für Frankfurt traf Lamont Jones am häufigsten (28 Zähler).

Die Veilchen, die auf Elias Lasisi (Oberschenkelverletzung) und Zane Waterman (Sperre) verzichten mussten, starteten mit fünf Punkten von Andric in die Partie. Doch die Frankfurter hatten die passende Antwort und holten sich angeführt von Quantez Robertson durch einen 0:6-Lauf die erste Führung (5:6/3.). Das Spiel blieb eng und beide Teams bewegten sich auf Augenhöhe. Nach einem erneuten Andric-Dreier zum 10:8 konterten Leon Kratzer und Ex-Veilchen Adam Waleskowski zum 1o:12 (6.). Die Führung wechselte weiter hin und her. Kyan Anderson traf von außen zum 16:14, aber Waleskowski antwortete ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum 16:17 (7.). In den verbleibenden Minuten des ersten Abschnitts stoppten die hessischen Gastgeber die BG durch Fouls, sodass die Göttinger bis zum Viertelende nur noch von der Freiwurflinie punkteten (22:19).

Auch im zweiten Abschnitt zeigten die südniedersächsischen Gäste eine gute Leistung. Mathis Mönninghoff baute den BG-Vorsprung von der Freiwurflinie auf 25:19 aus, doch dann fand Frankfurts Jones sein Wurfhändchen und glich durch zwei Dreier schnell zum 25:25 aus (13.). Nach einer Roijakkers-Auszeit lief es dann wieder besser für die Veilchen, die durch einen 9:2-Lauf wieder davonzogen (34:27/17.). Zwar kamen die Hessen immer wieder etwas heran, doch durch einen Mönninghoff-Dreier behielten die Göttinger ihre Führung zur Halbzeitpause (41:36).

Nach dem Seitenwechsel intensivierten die Frankfurter ihre Verteidigung und ließen keine leichten Göttinger Punkte mehr zu. Zudem fielen bei den Veilchen nun auch die Dreier nicht mehr. In der 22. Minute erzielte Jones die erste Frankfurter Führung seit der 7. Minute (43:45). Für die Göttinger schien der Korb nun wie vernagelt, sodass die Hausherren sich immer weiter absetzten (49:56/28.). Aber die Roijakkers-Truppe gab sich nicht auf und verkürzte durch Anderson auf 53:56 (29.). Die Hessen ließen sich davon nicht beeindrucken und zogen zum Viertelende wieder auf 56:62 davon.

Der Schlussabschnitt war an Spannung kaum zu überbieten. Die Göttinger glichen durch Dreier von Terry Allen und Kyan Anderson aus (62:62/32). Nach einer Auszeit von Frankfurts neuem Headcoach Sebastian Gleim fing sich sein Team und ging 62:66 in Front (35.). Aber die BG zeigte Kampfgeist und glich durch zwei Andric-Dreier erneut aus (68:68/36.). Bennet Hundt erzielte kurz darauf die erste Veilchen-Führung seit der 22. Minute. Jedoch machten es die Frankfurter den Göttingern nicht so einfach und holten sich die Führung zurück (73:74/39.). In der spannenden Schlussphase verwandelte Dominic Lockhart zwei Freiwürfe zur erneuten BG-Führung. Den Sieg sicherte dann Hundt, der von der Freiwurflinie ohne Fehlwurf blieb.

Stimmen zum Spiel

Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Ich möchte meinem Team gratulieren. Nach dem Spiel am Mittwoch hatten wir etwas gut zu machen. Es war nicht einfach, sich auf dieses Spiel vorzubereiten, da Frankfurt noch kein Liga-Spiel hatte. Darum haben wir uns auf uns konzentriert. Kompliment an Sebastian Gleim – das erste Spiel ist nicht leicht. Ich denke, beide Teams hätten das Spiel heute gewinnen können. Im letzten Viertel waren wir etwas frischer.“

Sebastian Gleim (Headcoach FRAPORT SKYLINERS): „Wir sind heute das erste Mal in einem Spiel angetreten, in dem es wirklich um etwas ging. Den Ausfall von Anthony Hickey haben wir ganz gut kompensiert und ein paar Abläufe umgestellt. Daran hat es heute nicht gelegen. Wir waren vor allem am Anfang des Spiels nicht präsent genug. Nach der Halbzeitpause sind wir gut aus der Kabine gekommen, waren aber am Ende vielleicht nicht abgezockt genug. Defensiv haben wir ein paar Big Plays nicht bekommen, und somit gewinnt Göttingen das Spiel verdient“

FRAPORT SKYLINERS – BG Göttingen 74:79 (36:41)
Die Viertel im Überblick: 19:22, 17:19, 26:15, 12:23
Zuschauer: 4.900
BG Göttingen: Lockhart (4 Punkte), Anderson (20/3 Dreier), Veltman (n.e.), Kramer (5), Omuvwie (n.e.), Carter (4, 7 Rebounds), Andric (21/5), Mönninghoff (4/1), Loh (n.e.), Allen (5/1), Hundt (16, 5 Assists), Bryant (n.e.).
FRAPORT SKYLINERS: Vrcic (n.e.), Vargas (8 Punkte), Freudenberg (3/1), Jones (28/2 Dreier), Schmidt (2), Waleskowski (7/1), McQuaid, Kratzer (10), Robertson (9, 8 Rebounds, 6 Assists), Hines (4), Völler (3).