Veilchen verpassen erneute Überraschung gegen Titelverteidiger Berlin

Geno Crandall erzielte gegen Berlin 16 Punkte. Bild: Swen Pförtner

4. Dezember 2022 - Die BG Göttingen hat die erneute Überraschung und den Einzug ins MagentaSport BBL Pokal-Halbfinale verpasst. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors verlor am Sonntagabend gegen Titelverteidiger ALBA BERLIN 71:99 (46:51). Vor 2.511 Zuschauern in der Göttinger Sparkassen-Arena lieferten sich die Hausherren mit dem Favoriten in der ersten Hälfte wie vergangenes Wochenende ein Duell auf Augenhöhe und blieben an den Gästen dran. In der zweiten Halbzeit spielten die Berliner ihre Stärken aus und ließen der BG nur wenig Raum. Hinzu kam eine ungewohnt schlechte Göttinger Dreierquote, sodass der amtierende Pokalsieger am Ende souverän gewann. Bester BG-Werfer war Geno Crandall mit 16 Punkten. Für Berlin traf Malte Delow am häufigsten (18 Zähler).

Die Veilchen, die weiterhin auf Javon Bess (Sprunggelenksverletzung) verzichten mussten, brauchten ein bisschen, um in die Partie zu kommen. Mathis Mönninghoff erzielte die ersten BG-Punkte von der Dreier-Linie zum 3:6 – Mark Smith legte gleich zum 5:6 nach (3.). Die Göttinger zeigten erneut, dass sie mit dem qualitativ hochwertig besetzten Hauptstädtern mithalten konnten und glichen durch Rayshaun Hammonds zum 9:9 aus (4.). Die Gastgeber arbeiteten gut beim Rebound und hielten das Spiel offen (15:15/6.). Auch von kleinen Berliner Läufen ließen sich die Moors-Jungs nicht irritieren. Hammonds brachte die BG durch einen Dreier auf 22:24 heran (8.). Das Viertel schlossen die Gastgeber mit einem Drei-Punkte-Rückstand ab (24:27).

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Veilchen am Favoriten dran. Nach einem Dreier von Delow zum 26:32 konterten die Göttinger. Den 6:2-Lauf schloss der wieder genesene Till Pape zum 32:34 ab (13.). Die Berliner erarbeiteten sich jetzt aber leichte Vorteile und hielten die BG auf Abstand (38:45/17.). Zwar mühten sich die Gastgeber, aber der Pokalsieger hatte immer wieder eine Antwort. Nach einem Dreier von Jaleen Smith zum 42:50 sorgte Harper Kamp dafür, dass der Rückstand nicht noch größer wurde und zur Halbzeitpause nur fünf Punkte betrug (46:51).

Nach dem Seitenwechsel gaben die Hauptstädter angeführt von Ben Lammers und Luke Sikma richtig Gas. Die beiden großen Berliner arbeiteten unter dem Korb und konnten von den Veilchen oft nur durch Fouls gestoppt werden. Schnell wuchs der BG-Rückstand zweistellig an (48:60/23.). Die Gastgeber hatten Schwierigkeiten, sich gute Würfe zu erarbeiten und kamen so gut wie gar nicht von der Dreier-Linie zum Zug. In der 26. Minute traf Mönninghoff zum zweiten Mal von außen – es sollte der letzte von nur drei BG-Dreiern in dieser Partie gewesen sein (55:71). Doch auch als der Rückstand auf 20 Punkte angewachsen war, gaben sich die Veilchen nicht auf und verkürzten durch Crandall auf 60:77 (29.). Die Albatrosse zogen nun nicht noch weiter davon, sodass es mit einem 62:82 ins Schlussviertel ging.

Im letzten Abschnitt machte der Favorit schnell deutlich, dass er dieses Spiel nicht mehr spannend machen wollte. Louis Olinde, unter den Augen seines Vaters, der ASC-Legende Wilbert Olinde, erhöhte in der 34. Minute auf 63:89. Die Göttinger mussten sich jeden Punkt hart erarbeiten, schafften es jedoch, den Rückstand wieder etwas zu verkürzen (69:91/37.). Aber die Berliner ließen nichts mehr anbrennen, spielten ihre Schnellangriffe immer wieder gut aus und ließen nur noch ganz zum Schluss zwei Göttinger Freiwurfpunkte zum 71:99-Endstand zu.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Es war ein verdienter Sieg für das Team, was die höhere Qualität hat und die meisten Zeit mit mehr Energie und Intensität gespielt hat. Sie waren viel aggressiver als wir. In der ersten Halbzeit war es vom Ergebnis noch okay, aber das Spiel war nicht das Gleiche wie vergangene Woche. Die Energie hat gefehlt, was viel mit der Defense von ALBA zu tun hat. Aber wenn die Intensität beim Gegner hoch ist, muss man mit Intensität antworten. In der Offensive sieht man, dass unsere Dreierquote sehr niedrig ist, aber 17 Würfe sind für uns auch viel zu wenig für uns. Das liegt daran, dass wir den Ball nicht so bewegt haben, wie wir es gerne haben und zu viele Einzelaktionen hatten. Aber heute hatten wir auch keine Chance, weil der Qualitätsunterschied einfach viel zu groß war.“

Israel Gonzalez (Headcoach ALBA BERLIN): „Ich beglückwünsche meine Spieler zu dieser großen Energieleistung gegen ein sehr gutes Team wie Göttingen. Sie haben uns vergangene Woche gezeigt, wie gut sie sind und wie gut sie spielen können. Für uns war dies mental ein schweres Spiel, in dem wir defensiv nicht so gestartet sind, wie wir es gerne wären. Aber wir haben einen großen Schritt im dritten Viertel gemacht. Außerdem haben wir einen sehr guten Job gegen die Werfer Harald Frey und Mark Smith gemacht, die keinen einzigen Dreier getroffen haben und nicht viele Wurfchancen hatten. Es war wichtig, dass wir ruhig geblieben sind und unser Ding gemacht haben. Wir sind sehr glücklich, ins TOP FOUR eingezogen zu sein.“

BG Göttingen – ALBA BERLIN 71:99 (46:51)
Die Viertel im Überblick: 24:27, 22:24, 16:31, 9:17
Zuschauer: 2.511
BG Göttingen: Hammonds (12 Punkte/1 Dreier), Frey (4, 5 Assists), Crandall (16), Hemschemeier (2), Smith (15, 8 Rebounds), Ani, Wüllner, Mönninghoff (6/2), Kamp (6), Pape (4), Giotis (2), Besselink (4).
ALBA BERLIN: Lo (2 Punkte), Procida (1), Smith (13/3 Dreier), Delow (18/3), Schneider, Olinde (12), Koumadje (7), Rapieque, Thiemann (13), Sikma (14, 11 Rebounds), Lammers (13), Blatt (6/2, 10 Assists).

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