
17. Januar 2026 – Die BG Göttingen hat sich im Spitzenspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA durchgesetzt. Die Mannschaft von BG-Headcoach Fabian Strauß gewann das spannende Duell am Samstagabend gegen die Eisbären Bremerhaven 84:79 (37:34). Die Partie wurde präsentiert von der Polizei Niedersachsen. Vor 2.671 Zuschauenden in der Sparkassen-Arena bewegten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Zwar erarbeiteten sich die südniedersächsischen Hausherren immer wieder Vorsprünge, gaben diese gegen kämpfende Nordseestädter aber auch wieder her. Insgesamt wechselte die Führung 13-mal. Im letzten Abschnitt setzten sich die Göttinger entscheidend ab und brachten die Führung über die Zeit. Bester BG-Werfer war Zach Jackson mit 27 Punkten. Für Bremerhaven traf Elijah Miller am häufigsten (25 Zähler). Die Highlights der Partie sind in Kürze hier bei Sporteurope.TV verfügbar.
Bei den Veilchen lichtete sich das Lazarett: Kapitän Mathis Mönninghoff kehrte zurück, sodass Strauß nur noch auf Janis Jünemann (Handgelenk) und Kevin Buckingham (Knie) verzichten musste. Adam Ramstedt ging mit einer Kapselverletzung am Finger angeschlagen in die Partie. Die Bremerhavener zeigten zu Beginn, dass sie sich für die deutliche Hinspielniederlage revanchieren wollten. Miller und Adrian Breitlauch trafen von außen zum 5:10 (5.). Doch die Göttinger blieben ruhig – Jackson glich mit fünf Punkten in Folge zum 10:10 aus (6.). Kurz darauf riss Robin Lodders die BG-Fans durch seinen Dunk zum 14:12 von den Sitzen (8.). Die Veilchen hatten jetzt einen Rhythmus gefunden, verteidigten gut und schlossen ihre Angriffe schnell ab. Lodders zwang Eisbären-Headcoach Steven Esterkamp durch seine nächsten Punkte zum 18:12 zu einer Auszeit (9.). Danach fing sich sein Team ein wenig – die BG ging mit einer 20:16-Führung in die Viertelpause.
Im zweiten Abschnitt verteidigten beide Teams intensiv – mehr als drei Minuten fielen keine Körbe. Die Gäste fanden zuerst wieder einen Weg zu punkten (22:20/14.). Die Göttinger taten sich in der Offensive nun deutlich schwerer, was die Eisbären ausnutzten, um durch zwei Dreier in Front zu gehen (24:26/16.). Doch die Hausherren fingen sich. Hendrik Drescher schloss einen 6:0-Lauf zum 30:26 – Esterkamp nahm die nächste Auszeit (17.). Aber auch danach blieben die Veilchen am Drücker und bauten ihren Vorsprung weiter aus (35:26/18.). Die Gäste von der Nordsee zeigten aber Kampfgeist und verkürzten den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 37:34.
Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber wach in der Verteidigung und bauten ihren Vorsprung durch einen 7:0-Lauf auf 44:34 aus (23.). Im Anschluss an die nächste Esterkamp-Auszeit erarbeiteten sich seine Spieler die Punkte an der Freiwurflinie und kamen auf 44:39 heran (23.). Die Göttinger hatten die passende Antwort zum 48:39, aber machten es den Eisbären danach zu einfach. Jacob Biss erzielte sechs Punkte in Folge zum 48:45 und zwang Strauß zu einer Auszeit (26.). Die Partie blieb eng, beide Teams schenkten sich nichts. Miller brachte die Gäste in Front (50:51/27.). Durch einen 7:2-Lauf verschaffte sich die BG wieder Luft und behielt ihre Führung vor dem Schlussviertel (61:58).
Im letzten Abschnitt gaben die Veilchen Gas und bauten ihren Vorsprung wieder auf zehn Zähler aus (73:63/33.). Im Anschluss verpassten es die Gastgeber sich noch weiter abzusetzen, hatten die Bremerhavener aber defensiv im Griff. Durch ihr schnelles Spiel hielten die Göttinger ihren zweistelligen Vorsprung zunächst (81:69/38.). Doch die Eisbären gaben sich noch nicht geschlagen und kämpften bis zum Schluss. Die BG leistete sich durch den Druck Fehler und öffnete für die Esterkamp-Truppe wieder eine Tür (83:79/40.). Am Ende reichte den Göttingern aber die Zeit, um den Sieg zu sichern.
Fabian Strauß (Headcoach BG Göttingen): „Man hat gesehen, dass sich beide Teams gegenseitig gut gescoutet haben und sich bestimmte Sachen wegnehmen wollten. Wir haben vielen Phasen zu viele Fehler gemacht, beispielsweise Elijah Miller zu viele Freiheiten gegeben und nicht gut gereboundet. Gleichzeitig haben wir den Ball offensiv nicht so gut bewegt. Das haben wir später deutlich besser hinbekommen und den Ball in die richtigen Hände gegeben. Den Zehn-Punkte-Vorsprung können wir besser ausspielen, am Ende war es wichtig das Spiel zu gewinnen.“
Steven Esterkamp (Headcoach Eisbären Bremerhaven): „Es war ein gutes Spiel und eine gute zweite Halbzeit von uns. Wir hatten zwei schlechte Phasen in unserer Verteidigung, was Göttingen sehr gut ausgenutzt hat. ‚Am Ende sind 41 Prozent aus dem Zweier-Bereich von uns nicht gut genug, um zu gewinnen. Wir haben gekämpft und hatten Ende des dritten Viertels die Chance. Dort haben wir gut gespielt, doch konnten es im vierten Viertel nicht fortführen.“
BG Göttingen – Eisbären Bremerhaven 84:79 (37:34)
Die Viertel im Überblick: 20:16, 17:18, 24:24, 23:21
Zuschauende: 2.671
BG Göttingen: Schmitz, Ramstedt (10 Punkte, 6 Rebounds), Sears (2), Kirchner (2), Bode (n.e.), Haase (n.e.), Drescher (7/1 Dreier), Lodders (16, 6 Rebounds), Nguyen (n.e.), Mönninghoff (11/3), Jackson (27/2), Böhmer (9/1, 7 Assists).
Eisbären Bremerhaven: Miller (25 Punkte/4 Dreier, 6 Assists), Falkenthal, Biss (8/1), Samare (5), Carter (5/1), Breitlauch (6/1), Baker Jr. (12), Meyer, Isemann (6), von Seckendorff (12/2, 6 Rebounds).