Doppelspieltag: Veilchen reisen nach Bochum und empfangen Leverkusen

Dennis Heinzmann (rechts im Hinspiel gegen Adam Ramstedt) ist der effizienteste Leverkusener Spieler. Bild: Uwe Pulsfort

4. Februar 2026 – Für die BG Göttingen steht am kommenden Wochenende der zweite Doppelspieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA an. Das Team von BG-Headcoach Fabian Strauß reist am Freitag, 6. Februar, zu den VfL SparkassenStars Bochum (19:30 Uhr, Rundsporthalle Bochum). Nur zwei Tage später sind die Bayer Giants Leverkusen am Sonntag, 8. Februar, in der Sparkassen-Arena zu Gast; Tip-off ist um 16 Uhr. „Die Herausforderung in dieser Woche war für uns, an den Dingen zu arbeiten, die wir verbessern müssen, gleichzeitig Wes Dreamer weiter zu integrieren und uns auf zwei Gegner vorzubereiten – und das alles innerhalb von vier Tagen“, sagt BG-Assistenztrainer Patrick Carney. „Aber uns kommt zugute, dass wir wieder komplett sind und uns nicht nur auf sechs oder sieben Spieler verlassen müssen.“ Sporteurope.TV überträgt beide Spiele hier live – sie sind als Einzelspiele ohne Abo buchbar (pay per view).

Tickets für das Duell mit dem deutschen Rekordmeister (14 Titel) gibt es noch hier im Online-Ticketshop, an der Ticket-Hotline unter 01806-991170 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus allen Netzen) sowie bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen. Die Arena-Kasse öffnet am Sonntag um 14:30 Uhr. Die Eintrittskarte gilt als Fahrausweis in allen GÖVB-Linien. Wichtiger Hinweis: Das Sicherheitskonzept wurde von der BG in enger Abstimmung mit dem Sicherheitsdienst umfassend überarbeitet und an die aktuellen Sicherheitslagen sowie behördlichen Vorgaben angepasst. Das bedeutet, dass Taschen, Rucksäcke und andere Gegenstände, die größer als DIN A4 sind, nicht mit in die Arena genommen werden dürfen und es aus sicherheitstechnischen Gründen auch keine zentrale Abgabestelle geben wird. Eine Ausnahme stellen Fahrradhelme dar - diese dürfen in die Arena mitgenommen werden.

Die Bochumer spielen momentan mit viel Selbstvertrauen. Am vergangenen Wochenende besiegten sie die Artland Dragons 90:75 und holten ihren dritten Erfolg in Serie. Die Mannschaft von VfL-Headcoach Felix Banobre, Mentor von Strauß seit gemeinsamen Zeiten beim SC Rist Wedel, belegt mit elf Siegen den sechsten Tabellenplatz und befindet sich auf Playoff-Kurs. „Felix hat viel ausprobiert und jetzt herausgefunden, was gut für sein Team funktioniert. Sie wenden viele verschiedene Stile innerhalb eines Spiels an, sodass es möglichst unvorhersehbar ist und den Gegner veranlasst zu viel nachzudenken“, sagt Carney. Das Hinspiel im November entschieden die Veilchen deutlich 93:74 für sich. Schlüssel zum Sieg waren die Rebound-Überlegenheit (43 zu 30) und eine sehr gute Dreier-Trefferquote (42 Prozent). Da nützte den Nordrhein-Westfalen auch nicht, dass sie sich nur drei Ballverluste erlaubten (im Gegensatz zu 15 beim Strauß-Team).

Sieben Bochumer Akteure erhalten von Banobre durchschnittlich zwischen 18 und 29 Minuten Einsatzzeit pro Spiel. Am besten nutzen diese US-Guard Antonio Williams, der mit 16,8 Punkten pro Spiel, 3,1 Rebounds und 3,5 Assists effizientester VfL-Profi ist, und der deutsche Aufbauspieler Niklas Geske (13,3 Punkte/3,0 Rebounds/5,6 Assists). „Die beiden sind zwei komplett unterschiedliche Aufbauspieler. Williams ist ein Scorer, Geske will seine Mitspieler in Szene setzen“, so Carney. Zweitbester Punktesammler ist US-Guard Myreon Jones mit 14,7 Zählern pro Spiel. US-Forward Malek Green, der im Hinspiel fehlte, ist bester Rebounder seiner Mannschaft (4,8) und punktet ebenfalls zweistellig (11,3). Sein Landsmann Dravon Mangum kommt auf 10,3 Punkte und 4,4 Rebounds. Die deutschen Guards Lars Kamp und Jonas Grof komplettieren das Septett.

„Leverkusen ist anders als Bochum“, sagt Carney mit Blick auf das zweite Duell. „Sie wissen genau, was sie können und konzentrieren sich darauf. Es ist einfacher, sich darauf vorzubereiten, aber nicht leichter sie zu stoppen.“ Der Rekordhalter kommt mit zwei Europameistern nach Göttingen. Die beiden Giants-Trainer Michael Koch und Hansi Gnad spielten für das deutsche Nationalteam, das 1993 den EM-Titel holte. Das Duo führte die Leverkusener in der vergangenen Saison aus der ProB in die ProA, steht momentan allerdings auf dem 17. Tabellenplatz und kämpft gegen den Abstieg. Vor knapp zwei Wochen beendeten die Rheinländer eine Serie von zwölf Niederlagen in Folge und besiegten den BBC Bayreuth – bei dem Koch von 2014 bis 2016 Headcoach in der ersten Liga war – 99:65. Begonnen hatte die Serie mit der 63:68-Niederlage gegen die Veilchen im November.

Im Hinspiel taten sich die Göttinger schwer und schafften es nicht den erfahrenen US-Forward Donte Nicholas zu stoppen. Der 38-Jährige war mit 18 Punkten Topscorer. Zudem traf die BG nur fünf ihrer 25 Dreier-Versuche – im Schnitt kommen die Veilchen sonst auf zehn getroffene Dreier pro Partie. „Unsere Guards müssen geduldiger spielen und unsere Offensive im Fluss halten“, so Carney.

Nicholas ist mit durchschnittlich 9,3 Punkten und 4,4 Rebounds pro Spiel dritteffizientester Giants-Akteur. Mit Abstand der effizienteste ist der deutsche 2,16-Meter-Center Dennis Heinzmann, der pro Spiel 12,8 Punkte erzielt und 8,0 Rebounds holt. Ihm folgt US-Guard Kobe Langley (13,4 Punkte/4,0 Assists). Bester Giants-Punktesammler ist US-Guard John Williams (13,8). Ebenfalls zweistellig punktet US-Forward Ricardo Lynch (11,4). Neu im Team ist US-Forward mit südsudanesischem Pass Lök Wur, der Ende Januar nachverpflichtet wurde und bisher zweimal zum Einsatz kam (7,5 Punkte). „Wir müssen Nicholas, Langley und Williams kontrollieren und gegen Heinzmann gut ausboxen, damit er keine zweiten Chancen für sein Team kreieren kann“, sagt Carney.

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