Veilchen schenken Strauß siebten Sieg in Folge zum Geburtstag

Zach Jackson war mit elf Punkten BG-Topscorer gegen Leverkusen. Bild: Swen Pförtner

8. Februar 2026 – Die BG Göttingen hat ihrem Headcoach Fabian Strauß zum Geburtstag den siebten Sieg in Folge in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA geschenkt. Die Südniedersachsen gewannen am Sonntagabend gegen die Bayer Giants Leverkusen ein enges Spiel 65:63 (29:24) und bleiben in diesem Jahr ungeschlagen. Vor 2.013 Zuschauenden in der Sparkassen-Arena waren beiden Teams die Strapazen des Doppelspieltags anzumerken. Die Kontrahenten trafen schlecht von außen, sodass die Partie über weite Strecken eng blieb. Im letzten Abschnitt verteidigten die Gastgeber stark und hatten am Ende das nötige Quäntchen Glück, um den 18. Saisonsieg zu holen. Bester BG-Werfer war Zach Jackson mit elf Punkten. Für die Giants erzielte Dennis Heinzmann ein Double-Double (17 Zähler, 16 Rebounds). Die Highlights der Partie sind in Kürze hier bei Sporteurope.TV verfügbar.

Die Veilchen erspielten sich in der Anfangsphase gute Würfe, trafen diese allerdings nicht. Doch auch die Gäste aus dem Rheinland taten sich in der Offensive schwer. Robin Lodders erlöste die BG-Fans nach mehr als drei Minuten mit den ersten Punkten zum 2:3 (4.). Die Partie war von vielen Unterbrechungen geprägt, sodass kein Spielfluss aufkam. Die Leverkusener verdienten sich ihre Zähler an der Freiwurflinie und bauten ihren Vorsprung auf 5:11 aus (6.). Aber das Spiel blieb kein Leckerbissen. Strauß nahm seine erste Auszeit, um sein Team neu einzustellen (8.). Direkt im Anschluss daran verkürzten Jackson und Daniel Kirchner auf 9:13 (10.). Bei diesem Stand blieb es bis zum Viertelende.

Im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst nichts. Die Göttinger fanden in der Offensive keine Lösungen. Die Dreier fielen nicht, sodass Leverkusen seine Führung weiter ausbaute (14:22/14.). Doch die Veilchen kämpften sich ins Spiel. Jordan Sears schloss einen 6:0-Lauf mit dem ersten Dreier der Partie zum 20:22 ab und zwang Giants-Headcoach Michael Koch zu seiner ersten Auszeit (15.). Die Hausherren ließen nicht nach, glichen aus und gingen durch ein Drei-Punkte-Spiel von Jackson zum ersten Mal in Front (25:22/17.). Mathis Mönninghoff baute den Vorsprung von außen auf 28:22 aus – Koch nahm seine zweite Auszeit (17.). Mehrfach vergaben die Südniedersachsen dann die Chance, sich weiter abzusetzen – bis zur Halbzeitpause verteidigten sie eine 29:24-Führung.

Nach dem Seitenwechsel trafen dann auch die Giants ihren ersten Dreier – nach vorher 17 vergeblichen Versuchen: Kobe Langley verkürzte auf 31:27 (21.). Lök Wur legte gleich zweimal von außen nach und ließ die Führung wechseln (31:33/22.). Beide Mannschaften bewegten sich weiterhin auf Augenhöhe. Nach Mönninghoffs Dreier zum 38:35 wechselte das Momentum auf Leverkusens Seite: Luca Kahl schloss einen 0:8-Lauf zum 38:43 ab – Strauß nahm eine Auszeit (26.). Doch auch im Anschluss lief es nicht besser, sodass die Rheinländer ihren Vorsprung weiter ausbauten (41:51/28.). Aber die BG gab nicht auf und schloss den Abschnitt mit einem 7:2-Lauf zum 48:53 ab.

Im letzten Viertel verteidigten die Göttinger stark und ließen mehr als sechs Minuten keine Giants-Zähler zu. So holten sie sich die Führung zurück und bauten diese auf 60:53 aus (36.). Die ersten Leverkusener Punkte in diesem Abschnitt erzielte Heinzmann zum 60:55 (37.). Sein Team gab sich noch nicht geschlagen und verkürzte kurz darauf auf 62:60 (38.). Beide Mannschaften vergaben im Anschluss ihre nächsten Angriffe. 27 Sekunden vor dem Ende wurde die Zeit für die Giants dann knapp; allerdings hatten sie die Teamfoulgrenze noch nicht erreicht, um die BG an die Freiwurflinie zu zwingen. So verstrichen weitere 15 Sekunden, bis Sears einen Freiwurf zum 63:60 traf. Im Gegenzug vergab Wur den Dreier zum Ausgleich - Janis Jünemann sicherten den Erfolg wie schon in Bochum an der Freiwurflinie.

Fabian Strauß (Headcoach BG Göttingen): „Riesigen Respekt an Leverkusen. Ich habe schon im Hinspiel gesagt: Das ist die ekligste defensive Variante, die Basketball-Deutschland seit langem gesehen hat. Aber auch das zeichnet Qualität aus, sie waren extrem gut vorbereitet. Wir haben den Jungs Aufgaben gegeben, wie wir das lösen können. Ein paar davon haben funktioniert und wir hatten ein paar offene Dreier, hätten aber kein Scheunentor getroffen. Man hat gesehen, dass die Jungs extrem müde waren. Das ist das Endprodukt aus den letzten Wochen und okay. Defensiv standen wir über weite Phasen stabil und haben die Leistungsträger so bearbeitet, wie wir es wollten. Die 20 zugelassenen Offensiv-Rebounds sind trotzdem zu viel. Wir haben Sachen, an denen wir arbeiten müssen. Ich weiß das, die Jungs wissen das. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, beim nächsten Spiel hoffentlich mit ein bisschen mehr Flow.“

Michael Koch (Headcoach Bayer Giants Leverkusen): „Ich möchte jetzt nicht unbedingt von einem verdienten Sieg sprechen, dafür waren beide Mannschaften ein wenig angezählt nach dem Doppelspieltag. Wenn man sich die Wurfquoten anschaut, die beide Teams aufs Parkett gezaubert haben, wäre es für Göttingen und auch für uns leicht gewesen, das Spiel deutlich zu entscheiden, wenn man einfach nur drei oder vier Dreier mehr reinwirft - dann kann das Spiel schnell kippen. Das haben wir nicht geschafft, das hat Göttingen auch nicht geschafft. Ich bin trotzdem sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft, die in den letzten Partien bewiesen hat, dass sie diesen Abstiegskampf angenommen hat. Die Verteidigung hat sich enorm verbessert in den vergangenen Spielen. In Lök Wur haben wir jetzt einen athletischen Spieler hinten drin. Von daher ist es für uns schade, wir hätten den Sieg sehr gut gebrauchen können. Aber wenn wir mit dieser Intensität Basketball spielen, dann können wir auch die Liga halten, und das ist unser Ziel. Deswegen bin ich sehr stolz auf die Mannschaft, auch wenn die Niederlage ein bisschen weh tut.“

BG Göttingen – Bayer Giants Leverkusen 65:63 (29:24)
Die Viertel im Überblick: 9:13, 20:11, 19:29, 17:10
Zuschauende: 2.013
BG Göttingen: Schmitz, Ramstedt, Sears (10 Punkte/1 Dreier, 8 Assists), Kirchner (10/1), Bode (n.e.), Drescher (7/1), Lodders (3), Mönninghoff (8/2), Jünemann (5), Jackson (11), Dreamer (4, 7 Rebounds), Böhmer (7).
Bayer Giants Leverkusen: Kahl (5 Punkte/1 Dreier), Wur (14/4), Langley (5/1), Brach (2), Lynch, Nicholas, Williams Jr. (9/1), Heinzmann (17, 16 Rebounds), Urbansky (11).

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