Veilchen verlieren Testspiel in Aalst  

Tai Bibbs erzielte gegen Aalst 16 Punkte. Bild: Swen Pförtner

5. September 2026 – Die BG Göttingen hat das erste Testspiel ihrer dreitägigen Belgien-Reise verloren. Die Mannschaft von BG-Headcoach Martins Gulbis musste sich dem BNXT-Team Paterna Professional Okapi Aalst 77:107 (33:49) geschlagen geben. Bei der Saisoneröffnung im Forum Aalst hatten die Gäste aus Göttingen Schwierigkeiten mit dem Tempo der Belgier mitzuhalten. Schwache Wurfquoten taten ihr Übriges. Im ersten Abschnitt verletzte sich zudem Zac Watson am Oberschenkel und konnte nicht mehr eingesetzt werden – eine genaue Diagnose steht noch aus. Mit verkürzter Rotation und einer langen Anreise in den Beinen schafften es die Südniedersachsen nicht mehr, Aalst entscheidend unter Druck zu setzen. Bester BG-Werfer war erneut Radvilas Kneizys mit 17 Punkten.

Die Veilchen hatten von Beginn an Wurfpech und lagen schnell 3:16 zurück (4.). Durch Nils Schmitz mit einem Dreier und Tai Bibbs mit einem Drei-Punkte-Spiel zum 9:16 kamen die Gäste in der Partie an (5.). Der Ex-Göttinger Elias Lasisi ließ den BG-Rückstand durch seinen Dreier zum 21:11 wieder auf zehn Zähler anwachsen – im Anschluss mussten die Veilchen den Ausfall von Watson, der mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Parkett humpelte, wegstecken (8.). Okapi nutzte den Moment, um auf 13:29 davonzuziehen (10.). Zum Viertelende verkürzte Omar Pajic auf 15:29.

Im zweiten Abschnitt kämpfte die Gulbis-Truppe, hatte aber weiterhin kein Glück bei offenen Würfen. Bis zur 14. Minute baute das Team von Okapi-Headcoach Olivier Foucart seinen Vorsprung auf 20 Zähler aus (18:38). Danach starteten die Veilchen ihre Aufholjagd, die auch eine Foucart-Auszeit nicht stoppte. Robin Lodders schloss den 11:0-Lauf zum 29:38 ab und zwang den Ex-Göttinger Foucart zu seiner nächsten Auszeit (17.). Diese wirkte: Die Belgier ließen bis zur Halbzeitpause nur noch vier BG-Punkte zu, während sie selbst elf weitere zum 33:49 erzielten.

Nach dem Seitenwechsel brachten Pajic mit einem Drei-Punkte-Spiel und Bibbs mit einem Dreier die Gäste auf 39:51 heran (23.). Doch die beiden Ex-Göttinger Grant Anticevich und Lasisi hatten großen Anteil daran, dass der Rückstand nicht noch weiter schmolz (39:58/24.). Zunächst schafften es die geschwächten Veilchen, den Abstand bei unter 20 Zählern zu halten (53:72/29.), doch zum Viertelende gab Aalst noch einmal Gas und zog weiter davon (55:79).

Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts verhängten die Schiedsrichter ein technisches Foul gegen Pajic. Da es sein zweites war, musste der Bosnier das Parkett verlassen. Ohne zwei ihrer großen Spieler wurde es für die Göttinger nun immer schwerer. Die Gäste gaben ihr Bestes und hielten den Rückstand zunächst konstant, weil sie inzwischen auch ihre Dreier besser trafen (66:90/35.). Bei den Belgiern war jedoch vor allem US-Center Nick Davidson nicht unter Kontrolle zu bringen, der 21 Punkte erzielte und in der 38. Minute zum 100:72 traf. Beide Teams ließen die Partie ausklingen; den Schlusspunkt setzte Kneizys von außen zum 77:107-Endstand.

Martins Gulbis (Headcoach BG Göttingen): „Es gibt nur eine schlechte Sache an diesem Spiel und das ist die Verletzung von Zac Watson. Ohne ihn war unsere Rotation bei den großen Spielern sehr kurz. Aalst 75 Prozent Trefferquote in der Zone zu gestatten, ist zu viel. Trotzdem hat sich dieses Spiel für mich nicht wie eine 30-Punkte-Niederlage angefühlt, weil mein Team weitergekämpft hat und alle versucht haben, ihr Bestes zu geben. Nach der langen, siebenstündigen Anreise war es schwer zu spielen. Im zweiten Viertel sind wir mit der richtigen Einstellung zurückgekommen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, müssen gesund bleiben und bereit für morgen und den nächsten schweren Gegner sein.“

Paterna Professional Okapi Aalst – BG Göttingen 107:77 (49:33)
Die Viertel im Überblick: 29:15, 20:18, 30:22, 28:22
BG Göttingen: Schmitz (6 Punkte/2 Dreier), Watson, Kirchner (3/1), Bode, Kneizys (17/3), Lodders (10), Nguyen (2), Mönninghoff (6/2), Jackson (8/2), Pajic (9/1), Bibbs (16/3).

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