Berlin lässt Veilchen keine Chance

Aubrey Dawkins (rechts mit Berlins Luke Sikma) und die Veilchen hielten gegen den Favoriten aus Berlin nur phasenweise mit. Bild: Tilo Wiedensohler

14. März 2021 – Keine Überraschung hat es für die BG Göttingen bei ALBA BERLIN gegeben. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors verlor am Sonntagnachmittag gegen den Favoriten aus der Hauptstadt deutlich 58:89 (30:40). Zuschauer waren aufgrund der Corona-Pandemie in der Mercedes-Benz Arena nicht zugelassen. In der ersten Halbzeit schafften es die Gäste aus Südniedersachsen, mit dem deutschen Meister phasenweise mitzuhalten. Kleinigkeiten gaben den Ausschlag dafür, dass die Hausherren in den ersten beiden Abschnitten jeweils fünf Punkte mehr erzielten. In der zweiten Hälfte agierten die Göttinger mit zu wenig Energie und trafen auch ihre freien Würfe nicht. So wurde es am Ende eine deutliche Angelegenheit. Bester Veilchen-Akteur war Tai Odiase mit einem Double-Double (23 Punkte/14 Rebounds). Für Berlin traf Simone Fontecchio am häufigsten (14 Zähler).

Die Veilchen starteten gut ins Spiel und gingen durch einen Dreier von Aubrey Dawkins 3:0 in Front (1.). Zwar ließen die Gastgeber einen 0:5-Lauf folgen, doch Odiase und Harper Kamp holten die Führung zurück (7:5). Mathis Mönninghoff traf einen Dreier zum 10:9, aber die Berliner waren nun auch offensiv in der Partie angekommen. Einem Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) von Marcus Eriksson folgte je ein Dreier von Tim Scheider und Peyton Siva zum 10:18 (8.). Odiase und Mönninghoff war es zu verdanken, dass die BG mit nur fünf Punkten Rückstand in die Viertelpause ging (15:20).

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Hausherren den Druck in der Defensive, sodass den Göttingern das Punkten zunehmend schwerer fiel. Ballverluste sorgten zudem dafür, dass sich die Berliner angeführt von Fontecchio durch einen 2:9-Lauf auf 17:29 absetzten. Moors stoppte den ALBA-Lauf mit einer Auszeit, nach der es für die BG wieder etwas besser lief. Im Angriff agierten die Veilchen nun konzentrierter und ließen die Berliner nicht noch weiter davonziehen (23:34/16.). Allerdings kamen die Gäste auch nicht nennenswert heran, weil sie das Team von ALBA-Headcoach Aito Garcia Reneses nicht stoppen konnten. Ein 4:0-Lauf von Odiase sorgte für den 30:40-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Veilchen mit viel zu wenig Energie aus der Kabine. Die Moors-Truppe agierte zu unpräzise in der Offensive und leistete sich viele unnötige Ballverluste. In der Verteidigung machte sie es dem Double-Gewinner zu einfach, sodass dieser seinen Vorsprung durch einen 2:14-Lauf auf 32:54 ausbaute (25.). Erst Mitte dieses Viertels fingen sich die Göttinger wieder ein wenig. Odiase und Nelson Weidemann verkürzten auf 41:60 (28.), aber die „Albatrosse“ hatten immer die passende Antwort und gingen mit einer komfortablen 43:65-Führung in den Schlussabschnitt.

Im letzten Viertel benötigten die Veilchen mehr als zwei Minuten, um die ersten Zähler zu erzielen. BG-Kapitän Akeem Vargas traf zum 45:69 (33.). Doch weil die Gäste auch einen rabenschwarzen Tag von außen erwischten und nur fünf Dreier trafen, schafften sie es nicht, den Rückstand zu verkleinern. Im Gegenteil: Nach einem Schneider-Dreier wuchs der Rückstand auf 31 Zähler an (47:78/35.). Die Göttinger gaben jedoch nicht auf und versuchten sich heran zu kämpfen. Dies gelang durch ein Vier-Punkte-Spiel (erfolgreicher Dreier plus Freiwurf) von Mönninghoff zum 53:80 (36.), doch die Berliner ließen sich davon nicht beeindrucken. Die BG punktet nun wieder konstanter, aber die Reneses-Truppe war im Angriff weiterhin nicht zu stoppen, sodass am Ende eine deutliche Göttinger Niederlage stand.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Das war keine gute Leistung von uns. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit in der Verteidigung mit viel zu wenig Energie gespielt. Auch in der Offensive haben wir nicht konsequent genug agiert. Wenn solche grundlegenden Dinge fehlen, hat man gegen ein Team wie ALBA BERLIN keine Chance.“

Aito Garcia Reneses (Headcoach ALBA BERLIN): „Das war ein sehr gutes Spiel für uns. Es war nicht leicht, aber wir haben früh hoch geführt, weil wir einen guten Job gemacht haben. Die hohe Führung hat geholfen, dass Spieler wie Niels Giffey oder Louis Olinde, die von Verletzungen zurückkommen, viele Minuten spielen konnten.“

ALBA BERLIN – BG Göttingen 89:58 (40:30)
Die Viertel im Überblick: 20:15, 20:15, 25:13, 24:15
BG Göttingen: Booker (5 Assists), Weidemann (5 Punkte/1 Dreier), Nelson, Vargas (2), Onwuegbuzie (n.e.), Kramer, Omuvwie (1), Lomazs (6), Mönninghoff (10/3), Kamp (4), Odiase (23, 14 Rebounds), Dawkins (7/1).
ALBA BERLIN: Siva (11 Punkte/1 Dreier), Giffey (12), Delow (4), Eriksson (9/2), Mattisseck (5/1), Schneider (11/3), Nikic, Olinde, Fontecchio (14/2), Thiemann (10, 8 Rebounds), Sikma (7/1, 5 Assists), Lammers (6).