Mo Gibson und die BG kamen in Würzburg in keinen Offensiv-Rhythmus. Bild: Viktor Meshko

13. März 2024 – Die BG Göttingen hat den Lauf der Würzburg Baskets nicht gestoppt. Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart verlor am Mittwochabend im Nachholspiel des 1. Spieltags beim fränkischen Tabellenvierten 60:85 (26:36). Vor 2.512 Zuschauern in der Würzburger tectake Arena fanden die Gäste aus Südniedersachsen gegen die defensiv-starken Hausherren in der Offensive keinen Rhythmus und waren auch beim Rebound deutlich unterlegen. Die Göttinger bewegten sich phasenweise im zweiten und letzten Abschnitt auf Augenhöhe mit den Franken, was aber nicht ausreichte, um die Partie enger zu gestalten. Bester Veilchen-Werfer war Karlis Silins mit 15 Punkten. Für Würzburg traf Max Ugrai am häufigsten (17 Zähler).

Die Veilchen starteten mit guter Verteidigung in die Partie und gestatteten den Würzburgern keine freien Würfe. Silins brachte die Göttinger aufs Scoreboard (2:2), doch im Anschluss fanden die Hausherren besser in ihre Offensive und ihren derzeit sichersten Dreier-Schützen Zach Seljaas. Der US-Forward traf zwei Dreier in Folge zum 2:8 (3.). Im Angriff tat sich die BG gegen die intensive Baskets-Verteidigung schwer und musste schlechte Würfe nehmen. Zudem schalteten die Gäste nicht schnell genug von Angriff auf Defensive um, sodass Würzburg seinen Vorsprung ausbaute (2:12/6.). Mo Gibson beendete die korblose Göttinger Phase mit Punkten zum 4:12, aber die Baskets machten es den Gästen weiterhin schwer und erspielten sich freie Würfe (4:19/8). Zum Viertelende sank die Würzburger Trefferquote, sodass die BG den Abschnitt mit einem 5:0-Lauf zum 9:19 abschloss.

Auch im zweiten Viertel fanden die Göttinger keinen offensiven Rhythmus. Den ersten Feldkorb erzielte Fedor Zugic nach mehr als drei Minuten von außen zum 14:24, doch Darius Perry konterte sofort zum 14:27 (14.). Im Anschluss vergaben beide Mannschaften viele Chancen, sodass Mathis Mönninghoff die BG durch seinen Dreier wieder auf 17:27 heranbrachte und Baskets-Headcoach Sasa Filipovski zu einer Auszeit bewegte (15.). Im Anschluss spielten die Südniedersachsen freie Dreier heraus, die sie allerdings nicht trafen. Doch auch die Gastgeber vergaben ihre Chancen, was die Foucart-Truppe ausnutzte, um sich auf 23:27 heranzuarbeiten und Filipovski zu seiner nächsten Auszeit zu zwingen (18.). Die Göttinger blieben zunächst dran (26:30), leisteten sich vor der Pause aber defensive Aussetzer, sodass Würzburg den alten Abstand wieder herstellte (26:36).

Nach dem Seitenwechsel blieb es für die Göttinger schwer in der Offensive. In den ersten drei Minuten kam die BG nur von der Freiwurflinie zu Punkten und schaffte es nicht, den Rückstand zu verringern (30:41/24.). Die Würzburger fanden schneller ihren Offensiv-Rhythmus, trafen nun ihre offenen Dreier und zogen auf 34:50 davon (25.). Bei den Südniedersachsen hingegen war der Korb wie vernagelt. Nach Perrys Dreier zum 36:55 nahm Foucart eine Auszeit, die allerdings keine Wirkung zeigte. Die Baskets hatten sich nun Selbstvertrauen geholt und zogen auf 42:64 davon.

Im letzten Abschnitt dauerte es mehr als zwei Minuten, bis die Göttinger ihre ersten Punkte erzielten – Gibson traf von außen zum 45:71 (33.). Die BG musste sich aber weiterhin jeden Korb hart erarbeiten. Mitte des Viertels starteten die Veilchen einen kleinen Lauf – zwei Dreier von David DeJulius und Gibson Punkte brachten die Göttinger auf 57:76 heran (38.). Aber die Würzburger gaben sich keine Blöße und brachten ihren hohen Vorsprung souverän über die Zeit.

Bereits am kommenden Sonntag, 17. März, empfangen die Göttinger den FC Bayern München ab 15:30 Uhr in der Sparkassen-Arena (live bei Dyn). Für das Duell mit dem Star-Ensemble gibt es noch Restkarten hier im Online-Ticketshop, in der BG-Geschäftsstelle (Schützenplatz 2, Göttingen), an der Ticket-Hotline unter 01806-991170 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus allen Netzen) sowie bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen.

Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „Es war vielleicht nicht Würzburg bestes Spiel, aber das war heute auch nicht nötig. Es war eine abgeklärte Vorstellung. Wir kämpfen, und ich arbeite mit meiner Mannschaft jeden Tag sehr hart im Training, um einen Rhythmus zu bekommen. Deswegen übernehme ich auch die Verantwortung für diese Niederlage, denn wir haben die Mannschaft in den letzten beiden Tagen wahrscheinlich zu sehr gepusht. Die Jungs arbeiten mit einer guten Mentalität, aber heute war physische und mentale Müdigkeit zu erkennen, deswegen ist das meine Niederlage.“

Sasa Filipovski (Headcoach Würzburg Baskets): „Glückwunsch an meine Spieler, sie haben wieder einen guten Job gemacht und den Gameplan gut umgesetzt, nachdem wir uns gut auf Göttingen vorbereitet hatten. Nach dem deutlichen Sieg in Oldenburg sind wir konzentriert geblieben. Solche Spiele wie heute sind immer gefährlich, wenn man sie zu entspannt angeht. Das haben wir nicht getan. Es ist eine harte Woche mit drei Spielen für uns. Nach diesen beiden fantastischen Siegen müssen wir uns regenerieren und auf das Spiel am Sonntag gegen Hamburg vorbereiten. Vielen Dank wie immer an die Fans für die tolle Unterstützung. Es war eine gute Atmosphäre, obwohl wir mitten in der Woche gespielt haben. Ich freue mich besonders für Max Ugrai. Er und Owen Klassen hatten ein gutes Spiel, und insgesamt haben wir wieder sehr guten Teambasketball gezeigt.“

Würzburg Baskets – BG Göttingen 85:60 (36:26)
Die Viertel im Überblick: 19:9, 17:17, 28:16, 21:18
Zuschauer: 2.512
BG Göttingen: Ensminger (4 Punkte), Gibson (9/1 Dreier), Rich (2), DeJulius (6/2, 4 Assists), Hemschemeier, Anticevich (2), Hume (6, 7 Rebounds), Hartwich (4), Mönninghoff (3/1), Zugic (9/2), Silins (15).
Würzburg Baskets: Livingston II (8 Punkte/2 Dreier, 10 Assists), Seljaas (11/3, 13 Rebounds), Klassen (13), Ugrai (17/3), Perry (8/2), Washington (8/2), Ndi, Bess (6), Hoffmann (9/2), Welp (5/1).

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