David DeJulius steuerte zum Sieg gegen Heidelberg 19 Punkte bei. Bild: Swen Pförtner

3. März 2024 – Die BG Göttingen hat im Kampf um den Ligaverbleib einen wichtigen Sieg errungen. Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart gewann am Sonntagnachmittag gegen die MLP Academics Heidelberg 94:91 (44:45). Die Partie wurde präsentiert von Sartorius, langjähriger Partner und Fan des Basketballs in Göttingen. Vor 3.347 Zuschauern in der Göttinger Sparkassen-Arena bewegten sich beide Mannschaften fast die gesamte Partie auf Augenhöhe. Erst im letzten Abschnitt nutzten die Heidelberger eine Göttinger Schwächephase und zogen auf 70:80 davon. Doch die Hausherren kämpften sich zurück, behielten die Nerven und drehten die Partie. Bester Veilchen-Werfer war Bodie Hume mit 21 Punkten. Für Heidelberg traf Jeff Carroll am häufigsten (26 Zähler).

Die Veilchen, die auf ihren Topscorer Mo Gibson (Rückenbeschwerden) verzichten mussten, und Heidelberg lieferten sich das erwartet kämpferische Duell. Nachdem Osaro Rich zum 4:2 getroffen hatte, brachte Isaiah Whaley die Gäste per Dreier 4:5 in Front (3.). Die Führung wechselte nun hin und her. David DeJulius traf zum 10:8; Heidelberg antwortete mit einem 2:7-Lauf zum 12:15 (6.). Die Hausherren nutzten dann ihre Vorteile unter dem Korb und konterten zum 16:15 (7.). Nicht in den Griff bekam die BG-Defensive Carroll, der im ersten Viertel 13 Punkte erzielte. Auf einen seiner Dreier ließ Mathis Mönninghoff einen Treffer von außen zum 23:23 folgen. Zum Viertelende blieb es ausgeglichen (25:25).

Im zweiten Abschnitt blieb es ein Spiel auf Augenhöhe. Die Kurzpfälzer gingen zwar immer wieder in Front, aber die Göttinger glichen aus (29:29/12.). Obwohl bei den Gastgebern fast nichts von außen fiel, blieben die Veilchen im Spiel (32:33/15.). Nach Elijah Childs‘ Punkten zum 32:35 nahm Foucart eine Auszeit, aus der sein Team hellwach kam (16.). Zach Ensminger fing den Ball beim Einwurf ab und punktete zum 34:35. Im Anschluss erzwang der deutsche Aufbauspieler den nächsten Heidelberger Ballverlust, den Hume zum 36:35 nutzte und Academics-Headcoach Ingo Freyer zu einer Auszeit bewegte (17.). Aber die süddeutschen Gäste fingen sich wieder und antworteten zum 36:40 (18.). Die BG ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und konterte mit einem 8:2-Lauf zum 44:42 (19.). Vor der Halbzeitpause erarbeiteten sich die Heidelberger erneut leichte Vorteile (44:45).

Nach dem Seitenwechsel taten sich die Veilchen schwer, ließen die Köpfe aber nicht hängen. Rich glich mit dem erst zweiten BG-Dreier zum 49:49 aus (23.). Bei den Heidelbergern wirkten die Aktionen nun aber einfacher, während die Göttinger sich jeden Punkt erkämpfen mussten. Diese Schwächephase nutzten die Academics, um sich erstmals etwas abzusetzen (56:61/25.). Weiterhin nicht zu stoppen war Carroll, der den Heidelberger Vorsprung auf sieben Zähler ausbaute (60:67/27.). Doch die Hausherren kämpften und verkürzten durch vier Punkte in Folge von Philipp Hartwich auf 64:67 (28.). Fedor Zugic legte vor dem Schlussviertel zum 69:71 nach.

Im letzten Abschnitt ließ die Energie der Göttinger nach. Erneut mussten die Südniedersachsen die Heidelberger davonziehen lassen. Carroll sorgte per Dreier für einen zweistelligen Rückstand und zwang Foucart zu seiner nächsten Auszeit (70:80/33.). Die BG kämpfte im Anschluss und arbeitete sich durch einen 9:2-Lauf auf 79:82 her (36.). Hume legte von außen zum 82:82 nach und riss die lautstarken Veilchen-Fans von den Sitzen. Angetrieben von ihren fantastischen Anhängern sorgte Karlis Silins per Dreier für die erste BG-Führung seit 21. Minute (87:86/38.). Zwar konterte Ex-Veilchen Elias Lasisi zum 87:89, doch Silins traf erneut von außen zum 90:89 (40.). Am Ende behielten die Göttinger die Nerven an der Freiwurflinie und hatten das nötige Quäntchen Glück, weil der letzte Dreier-Versuch von Academics-Neuzugang Justin Jaworski sein Ziel verfehlte.

Für die BG steht am kommenden Samstag, 9. März, das Duell beim deutschen Meister ratiopharm ulm auf dem Programm (18:30 Uhr, ratiopharm arena, live bei Dyn). Danach folgt das Nachholspiel bei den Würzburgs Baskets am Mittwoch, 13. März, (20 Uhr, tectake Arena, live bei Dyn). Zum nächsten Heimspiel empfangen die Veilchen am Sonntag, 17. März, den deutschen Pokalsieger FC Bayern München (15:30 Uhr, Sparkassen-Arena, live bei Dyn). Tickets für das Duell mit dem Starensemble gibt es im Online-Ticketshop (Link auf www.bggoettingen.de), in der BG-Geschäftsstelle (Schützenplatz 2, Göttingen), an der Ticket-Hotline unter 01806-991170 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus allen Netzen) sowie bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen.

Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „Wir hatten das ganze Spiel bis auf die letzten sieben Minuten viele Schwierigkeiten. Ich finde auch, dass Heidelberg sehr gut gespielt hat. Vor allem mit viel Rhythmus und Aggressivität. Genau damit hatten wir ein Problem. Aber ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir die Energie gefunden haben und am Ende mit Charakter, ein bisschen Glück und der Unterstützung von den Fans das Spiel noch gedreht haben. Das war sicher nicht unser bestes Spiel, aber es war ein enges und intensives Spiel. Es freut mich, dass wir gewonnen haben, denn es war eine sehr wichtige Partie für uns.“

Ingo Freyer (Headcoach MLP Academics Heidelberg): „Wer am Ende mehr Punkte hat, der hat gewonnen. Aber das war ein sehr enges Spiel, komplett auf Augenhöhe von beiden Mannschaften. Wir haben das Spiel im letzten Viertel, als wir mit zehn Punkten geführt haben, durch ein, zwei schlechte Entscheidungen versäumt zuzumachen. Wir haben es auch nicht geschafft, in der ersten Halbzeit weiter wegzuziehen, weil wir unglückliche Ballverluste hatten. Dann wechselt das Momentum. Diese Sachen dürfen nicht passieren. Du musst 40 Minuten konzentriert spielen. Und im Endeffekt entscheidet, wenn das Spiel so eng ist, jeder einzelne Ballbesitz. Deswegen hat Göttingen am Ende Glück gehabt. Sie sind aber auch gut zurückgekommen, keine Frage.“

BG Göttingen – MLP Academics Heidelberg (44:45)
Die Viertel im Überblick: 25:25, 19:20, 25:26, 25:20
Zuschauer: 3.347
BG Göttingen: Ensminger (3 Punkte), Rich (13/1 Dreier), DeJulius (19/1, 7 Rebounds, 8 Assists), Hemschemeier (n.e.), Anticevich (4), Hume (21/3), Hartwich (6), Mönninghoff (3/1), Zugic (15), Silins (10/2).
MLP Academics Heidelberg: Whaley (18 Punkte/1 Dreier), Childs (18/1, 13 Rebounds), Lasisi (8/1), Rietsch (n.e.), Schally (n.e.), Zipser, Vargas (3/1), Keßen (2), Jaworski (14/1), Carroll (26/2), Hundt (2).

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