BG reist zum ProA-Schlusslicht nach Münster

Julius Böhmer (rechts) und die Veilchen treffen am Sonntag auf die Uni Baskets um Andrew O'Brien. Bild: Swen Pförtner

12. März 2026 – Die BG Göttingen geht in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in den Endspurt. Acht Spiele stehen für das Team von BG-Headcoach Fabian Strauß bis zum Ende der Hauptrunde Anfang Mai noch auf dem Plan. Zum Endspurt-Auftakt reisen die Südniedersachsen nach Nordrhein-Westfalen, wo sie am Sonntag, 15. März, ab 18 Uhr in der Sporthalle Berg Fidel auf die Uni Baskets Münster treffen. „Nach den vergangenen Spielen ging und geht es in dieser Trainingswoche mehr um uns als um den Gegner. Es ist gut, dass wir Rückschläge haben und lernen darauf zu reagieren“, sagt BG-Assistenztrainer Patrick Carney. „Die größte Herausforderung ist unser Selbstvertrauen zurückzugewinnen.“ Sporteurope.TV überträgt das Spiel hier live – es ist als Einzelspiel ohne Abo buchbar (pay per view). Für BG-Fans, die live in Münster vor Ort sind, lohnt sich eine etwas frühere Anreise: Auf dem Schlossplatz lockt das Frühjahrsend – die größte Kirmes im Münsterland.

Ebenso wie die Veilchen haben auch die Uni Baskets die vergangenen drei Partien verloren. Bei den Münsteranern ist die Lage aber deutlich schwieriger. Das Team von Headcoach Götz Rohdewald hat erst sechs Saisonspiele gewonnen und steht derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. Aussichtslos ist die Situation aber nicht, da der Rückstand auf den Nicht-Abstiegsplatz 16 nur zwei Siege beträgt. Und Hoffnung gibt den Münsterländern die Rückkehr des deutschen Centers Adam Touray, der nach überstandenen Rückenbeschwerden die vergangenen beiden Partien auf dem Parkett stand. „Münster hatte sehr viel Verletzungspech und dadurch einige Veränderungen im Kader. Vieles ist für sie in dieser Saison schiefgelaufen“, sagt Carney. „Aber man muss ihnen Respekt zollen; sie geben sich nicht auf.“

Im Vergleich zum Hinspiel, das die Göttinger am Ende deutlich 81:63 für sich entschieden hatten, hat sich der Baskets-Kader etwas verändert. Nicht mehr dabei ist US-Guard Julian Larry, der nach Koblenz wechselte. Neu sind die US-Guards Deshon Taylor und Curtis Jones Jr. sowie US-Forward Philip Alston, der bei der deutlichen 71:110-Auswärsniederlage gegen die Eisbären Bremerhaven am vergangenen Wochenende allerdings mit Kniebeschwerden pausieren musste.

Münster erzielt von allen ProA-Teams die wenigsten Punkte (74,2 pro Spiel), sodass nur US-Forward Nick McMullen (14,2 Zähler pro Spiel) und Alston (12,6) im Schnitt auf eine zweistellige Punkteausbeute kommen. McMullen ist auch bester Rebounder seiner Mannschaft (9,5), gefolgt von Alston (4,6) und US-Forward Andrew O’Brien (4,1). Die meisten Assists gibt der deutsche Aufbauspieler Thore Dilschmann (3,1). Im Hinspiel bereiteten die deutschen Forwards Neil Masnic (14 Punkte) und Cosmo Grühn (13) den Veilchen Probleme. „Sie haben auf der Position vier gute Werfer, die wir kontrollieren müssen“, so Carney.

Der Fokus liegt bei den Göttingern auf dem eigenen Team. „Wir haben uns darauf konzentriert, unsere Identität wiederzufinden. Wir wollen schnell spielen, den Ball laufen lassen, offene Würfe nehmen und aggressiv sein. Dass wir das können, haben wir bereits gezeigt. Die Mentalität auf beiden Seiten wird Sonntag eine große Rolle spielen“, sagt Carney.

Nachtrag zum von der BG eingelegten Protest während des ProA-Auswärtsspiels bei Phoenix Hagen: Die Göttinger haben das Protestverfahren nicht weiter vorangetrieben, da keine eindeutige Benachteiligung der Veilchen aufgrund der Zeitverzögerung vorlag.

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