Mark Smith (rechts mit Frankfurts Isaiah Washington) erzielte in Frankfurt elf Punkte. Bild: Julian Reckmann

8. Januar 2023 - Die Siegesserie der BG Göttingen ist gerissen. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors verlor am Sonntagnachmittag bei den FRAPORT SKYLINERS ein erneut spannendes Spiel knapp 75:78 (39:39). Vor 5.000 Zuschauern in der Frankfurter Süwag Energie ARENA – darunter eine lautstarke Gruppe Göttinger Anhänger – spielten die Gäste aus Südniedersachsen von Beginn an mit zu wenig Intensität. Dies besserte sich vor allem im dritten Viertel, in dem sich die BG einen Zehn-Punkte-Vorsprung erspielte. Doch die Hessen kämpften sich zurück und sicherten sich am Ende den verdienten Sieg. Bester BG-Werfer war Rayshaun Hammonds mit 20 Punkten. Für Frankfurt traf Joshua Obiesie am häufigsten (17 Zähler).

Die Veilchen hatten zu Beginn der Partie große Probleme in der Verteidigung. Auch in der Offensive lief es nicht rund, sodass die hessischen Hausherren schnell auf 2:11 davonzogen (4.). Frankfurts Neuzugang Isaiah Washington sorgte für den ersten zweistelligen Vorsprung seines Teams (3:13/4.). Die Göttinger finden sich dann ein wenig und verkürzten den Rückstand durch je einen Dreier von Till Pape und Mark Smith auf 13:17 (6.). Die Moors-Truppe hatte die Chance, noch weiter heranzukommen, vergab diese aber. Dennoch verhinderte sie, dass die Frankfurter wieder davonzogen und gingen mit einem 18:23-Rückstand in die Viertelpause.

Im zweiten Abschnitt lief es deutlich besser für die BG. Mathis Mönninghoff brachte die Gäste durch einen Dreier auf 22:25 heran (12.). Die Moors-Truppe verteidigte nun besser, sodass Harald Frey per Dreier den 27:27-Ausgleich besorgte (13.). Hammonds brachte die Veilchen nach schönem Anspiel von Geno Crandall zum ersten Mal in Führung; den 10:1-Lauf schloss Max Besselink per Dreier zum 34:28 ab (16.). Nach einer Auszeit von SKYLINERS-Headcoach Geert Hammink fingen sich die Gastgeber wieder. Frankfurt ließ einen 0:11-Lauf folgen und holte sich so die Führung zurück (34:39/18.). Vor der Halbzeitpause glichen Frey und Mönninghoff zum 39:39 aus.

Nach dem Seitenwechsel intensivierten die Göttinger ihre Verteidigung. Bis zur 26. Minuten gestatteten die Gäste Frankfurt nur drei Punkte, während sie selber immer besser ihren offensiven Rhythmus fanden. Crandall baute den Vorsprung auf zehn Punkte aus (52:42/25.). Aber die SKYLINERS gaben sich nicht geschlagen und kämpften. Angeführt von Veteran Quantez Robertson halbierten sie den Rückstand bis zur 28. Minute (53:48). Die BG hielt zunächst dagegen, ließ dann aber wieder nach, sodass der Vorsprung vor dem Schlussviertel auf einen Punkt schmolz (57:56).

Im letzten Abschnitt bauten die Veilchen ihren Vorsprung zunächst wieder auf sieben Punkte aus (67:60/33.). Doch die Frankfurter kämpften weiter und glich durch fünf Punkte in Folge von Obiesie zum 67:67 aus (36.). Der über das gesamte Spiel mit Foulproblemen kämpfende Smith riss die Göttinger Fans mit seinem Dreier zum 70:67 von den Sitzen, doch die Freude währte nicht lange, denn Laurynas Beliauskas glich ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Linie wieder aus (37.). Die Schlussphase war an Spannung kaum zu überbieten. Obiesie brachte Frankfurt durch einen Dreier 72:73 in Front, doch Javon Bess konterte zum 75:73 (39.). Nach einem Schrittfehler von Matt Haarms verpasste es die BG, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Im Gegenzug traf Obiesie den nächsten Dreier zum 75:76. In den verbleibenden 17 Sekunden schafften es die Göttinger nicht mehr, das Ruder noch einmal herumzureißen.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Frankfurt hat verdient gewonnen. Wir haben das bekommen, was wir verdient haben. Eigentlich hätte es vergangene Woche schon so sein müssen, aber da hatten wir Glück. Wir haben heute nur fünf Minuten mit der richtigen Intensität gespielt. Danach hätte Frankfurt nur noch durch Dreier das Spiel gewinnen können. Und was machen wir? Wir geben ihnen sechs Stück im letzten Viertel. Frankfurt hat über 40 Minuten mit mehr Konstanz gespielt und hatte mehr Energie.“

Geert Hammink (Headcoach FRAPORT SKYLINERS): „Wir haben dieses Spiel gebraucht, es war ein wichtiger Sieg für uns. Wir waren in einer komischen Situation mit einem Spieler, der nur 1.5-Mal trainiert und im Spiel sehr stark begonnen hat, für den es dann aber etwas schwerer wurde. Wir haben das Rebound-Duell deutlich verloren, haben aber dennoch gewinnen können. Also muss es andere Gründe für den Sieg gegeben haben. Vor allem unsere Schnellangriffe im ersten und letzten Viertel waren ein Schlüssel, genau wie unsere Dreier zum Schluss. Die Fastbreaks sind unser Modus Operandi, aber manchmal vergessen wir das. Was wir im vierten Viertel geschafft haben, hat sehr viel mit Einstellung zu tun. Vor allem die Art und Weise wie wir gespielt haben, macht mich sehr glücklich.“

FRAPORT SKYLINERS – BG Göttingen 78:75 (39:39)
Die Viertel im Überblick: 23:18, 16:21, 17:18, 22:18
Zuschauer: 5.000
BG Göttingen: Hammonds (20 Punkte, 11 Rebounds), Frey (9/2 Dreier), Crandall (5, 7 Assists), Hemschemeier (n.e.), Smith (11/2), Ani (n.e), Mönninghoff (8/1), Kamp (7), Pape (5/1), Bess (7/1), Giotis (n.e.), Besselink (3/1).
FRAPORT SKYLINERS: Wank (9 Punkte/1 Dreier), Haarms (9), Washington (14/1), Beliauskas (15/3, 7 Rebounds), Obiesie (17/3), Onyejiaka (n.e.), Robertson (8), Frazier (6, 5 Assists), Adekunle, Hecker (n.e.).

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