
3. Januar 2026 – Die BG Göttingen ist in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit einem Sieg ins Jahr 2026 gestartet. Die Mannschaft von BG-Headcoach Fabian Strauß gewann am Samstagabend gegen die Uni Baskets Münster 81:63 (36:38). Vor 2.404 Zuschauern in der Sparkassen-Arena zeigten die Gastgeber aus Südniedersachsen eine wechselhafte erste Hälfte und ließen zu viele leichte Körbe zu. Nach dem Seitenwechsel verbesserten sich die Göttinger in der Verteidigung und bestraften Fehler der Uni Baskets konsequenter. Im letzten Viertel ging den Gästen dann die Energie aus, sodass die Veilchen am Ende ungefährdet siegten. Bester BG-Werfer war Jordan Sears mit 26 Punkten. Für Münster traf Neil Masnic am häufigsten (14 Zähler). Die Highlights der Partie sind in Kürze hier bei Sporteurope.TV verfügbar.
Bei den Veilchen fehlten weiterhin Janis Jünemann (Handgelenk), Kevin Buckingham (Knie) und Zach Jackson (Knie); Robin Lodders stand wieder im Kader. Beide Teams bewegten sich zu Beginn auf Augenhöhe, weil die Gäste aus Münster immer wieder Lücken in der Göttinger Verteidigung fanden. Einen Dreier von Andrew O’Brien konterte Sears ebenfalls von außen zum 10:8 (4.). Ex-Veilchen Jason Ani legte nach, doch Sears hatte sein Wurfhändchen gefunden und ließ zwei weitere Dreier zum 17:11 folgen (5.). Auch nach einer Auszeit von Baskets-Headcoach Götz Rohdewald lief es für sein Team nicht viel besser, sodass die Hausherren ihren Vorsprung Stück für Stück ausbauten (23:11/7.). Erst zum Viertelende fingen sich die Nordrhein-Westfalen etwas und verkürzten auf 24:16.
In den zweiten Abschnitt starteten die Münsteraner mit einem Dreier von Masnic zum 24:19. Der BG-Rhythmus geriet etwas ins Stocken, sodass Strauß sein Team in einer Auszeit zusammenrief. Gleich danach ließ Mathis Mönninghoff einen Dreier zum 27:19 folgen (13.). Doch so richtig fanden die Veilchen nicht wieder in die Partie. Die Gäste schöpften Hoffnung und schlossen einen 0:9-Lauf zum 27:28 ab (17.). Sears holte die Göttinger Führung zurück und baute sie auf 31:28 aus (17.). Aber Münster hatte eine Antwort und ließ einen 0:5-Lauf zum 33:35 folgen (19.). Diesen kleinen Vorsprung hielten die Gäste bis zur Halbzeitpause (36:38).
Nach dem Seitenwechsel taten sich beide Teams schwer in der Offensive. Nach einem unsportlichen Foul von Nick McMullen an Adam Ramstedt verwandelte der Schwede beide Freiwürfe zum 38:38 (22.). Die Gastgeber verteidigten im Anschluss besser und schalteten schnell auf Angriff um. Julius Böhmer verschaffte den Veilchen wieder Luft (43:38/23.). Doch die Göttinger ließen zu viele zweiten Chancen zu, die Münster ausnutzte, um an der BG dranzubleiben (52:49/29.). Aber auch die Gäste leisteten sich Unaufmerksamkeiten, die die Veilchen bestraften und ihren Vorsprung vor dem Schlussviertel auf 58:49 ausbauten.
Im letzten Abschnitt ließen die Kräfte bei den Uni Baskets merklich nach. Angeführt von Böhmer und Hendrik Drescher zogen die Veilchen immer weiter davon (72:55/37.). Auch eine weitere Rohdewald-Auszeit stoppte den Göttinger Offensiv-Fluss nicht (78:57/38.). Gegenwehr kam auf Münsteraner Seite von Cosmo Grühn, der die letzten achte Baskets-Punkte erzielte, die allerdings nur noch Ergebniskosmetik waren. Den Schlusspunkt setzte BG-Nachwuchsspieler Emil Bode mit seinen ersten ProA-Punkten per Dreier zum 81:63.
Fabian Strauß (Headcoach BG Göttingen): „Respekt an Münster, das uns in der ersten Hälfte das Tempo geraubt hat. Wir haben über das ganze Spiel zu viele Fehler in der Verteidigung gemacht und hatten immer wieder Aussetzer. Teilweise hat Münster das sehr gut bestraft, teilweise haben wir es ihnen zu einfach gemacht. Als wir in der zweiten Hälfte den Ring öfter attackiert und den Ball laufen gelassen haben, fielen auch die Dreier. Alles in allem muss man sagen: Die Leistung ist ein Endprodukt der letzten Wochen, weil wir zu viele Verletzungssorgen haben und nicht richtig trainieren können.“
Götz Rohdewald (Headcoach Uni Baskets Münster): „Ich bin mit der ersten Halbzeit natürlich einverstanden. Das dritte Viertel hat uns mit acht Ballverlusten komplett das Spiel zerstört. Die Krönung war, als wir einen Korb kriegen und dann 1,5 Sekunden vor Ende des Abschnitts direkt einen Turnover machen und die nächsten Punkte kassieren. Das nimmst du mit ins nächste Viertel. Wir liegen zwar nur neun Punkte zurück, obwohl wir ein unglaublich schlechtes drittes Viertel spielen, aber es fühlt sich an, als wenn du mit 20 Punkten zurückliegst. So haben wir ab da dann auch gespielt, anders kann das nicht passieren. Wir müssen besser spielen, wir müssen besser kämpfen. Wir müssen nicht nur eine Halbzeit spielen, sondern 40 Minuten. Es ist einfach Fokus und Energie, die in der zweiten Halbzeit den Unterschied gemacht haben.“
BG Göttingen – Uni Baskets Münster 81:63 (36:38)
Die Viertel im Überblick: 24:16, 12:22, 22:11, 23:14
Zuschauer: 2.404
BG Göttingen: Schmitz (5 Punkte), Ramstedt (3, 9 Rebounds), Sears (26/3 Dreier), Kirchner (3/1, 8 Assists), Bode (3/1), Haase, Drescher (11/1), Lodders (4), Nguyen, Mönninghoff (6/1), Böhmer (20/4).
Uni Baskets Münster: O'Brien (7 Punkte/2 Dreier), Viefhues (2), McMullen (7/1), Dilschmann (2, 7 Assists), Masnic (14/2), Larry (4), Pahnke (5/1), Grühn (13/2), Ani (9/1, 7 Rebounds).