BG steht vor schwerem Auswärtsduell gegen Bremerhaven

Dominic Lockhart (rechts mit Bremerhavens Keith Benson) und die Veilchen treffen Sonntag in Bremen auf die Eisbären. Bild: Swen Pförtner

25. April 2019 – Die easyCredit Basketball Bundesliga-Saison 2018/19 geht in die entscheidende Phase. Noch fünf Spieltage stehen auf dem Programm, und sowohl das Rennen um die noch vier freien Playoff-Plätze, als auch der Kampf um den Ligaverbleib sind noch offen. Zwar hat die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers momentan noch zwei Siege Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – doch das kann sich bereits am kommenden Wochenende ändern. Am Sonntag, 28. April, sind die Veilchen bei den Eisbären Bremerhaven zu Gast, die das so genannte Hanse-Game nicht in der heimischen Stadthalle, sondern in der Bremer ÖVB-Arena austragen (15 Uhr, live auf MagentaSport). Sollten die Nordseestädter das Duell für sich entscheiden, würden sie bis auf einen Sieg an die BG heranrücken. „Bremerhaven ist nicht mehr mit dem Team zu Saisonbeginn zu vergleichen. Sie spielen momentan sehr guten Basketball“, sagt Roijakkers. „Neuzugang Armani Moore gibt ihnen viel Athletik und Erfahrung.“

Das Hinspiel Anfang Januar gewannen die Göttinger knapp 85:79 und holten dabei in der Schlussphase einen Acht-Punkte-Rückstand auf. Seit dieser Partie haben die Eisbären aber kräftig nachgebessert: Woltmann-Nachfolger Dan Panaggio, unter dem den Bremerhavenern kein einziger Sieg gelang, stellte sein Amt freiwillig zur Verfügung – für ihn übernahm Michael Mai Ende Februar den Cheftrainer-Posten. Außerdem kamen in Darious Moten, Durrell Summers und Armani Moore drei neue Akteure hinzu – der zuvor nachverpflichtete Gilbert Brown musste wieder gehen. Mai hat nun sieben ausländische Spieler im Kader, von denen er sechs pro Spiel einsetzen kann.

In den vergangenen Partien setzte entweder US-Forward Moten oder US-Guard Summers aus. Moore hingegen überzeugte in den vier Spielen seit seiner Ankunft, von denen die Eisbären zwei gewannen (beide zu Hause gegen Bayreuth und Bonn). Der US-Forward kommt im Schnitt auf 11,0 Punkte pro Partie und trifft 42 Prozent seiner Dreier-Versuche. Bester Bremerhavener Punktesammler ist Aufbauspieler Chris Warren, der im Schnitt auf 16,6 Zähler pro Spiel kommt und auch die meisten Assists gibt (5,5). Ihm folgen die beiden US-Amerikaner Elston Turner (12,7 Punkte) und Keith Benson (11,6 Punkte/7,2 Rebounds). US-Forward Darnell Jackson ist zweitbester Rebounder seines Teams (5,1).

Statistisch gesehen bewegen sich die Göttinger mit den Eisbären auf Augenhöhe. Beide Teams erzielen ungefähr gleich viele Punkte pro Spiel (Bremerhaven: 79, Göttingen: 78), holen ungefähr gleich viele Rebounds (32 zu 33), haben dieselbe Trefferquote (46 Prozent), treffen gleich viele Dreier (rund neun pro Spiel) und Freiwürfe (rund 13 pro Spiel). Allerdings zeigen die Eisbären seit Mais Übernahme sehr gute Leistungen und haben Selbstvertrauen gewonnen. Auf die BG kommt also eine schwere Auswärtsaufgabe zu.