Derby-Zeit: Ex-Veilchen Eatherton kehrt zurück

Scott Eatherton spielte vergangene Saison noch bei den Veilchen und kehrt nun im Braunschweiger Trikot zurück nach Göttingen. Bild: Robert Kagelmann

An die beiden Derbys gegen die Basketball Löwen Braunschweig in der vergangenen Saison haben die Fans der BG Göttingen gute Erinnerungen. Beide Partien waren spannend – das Hinspiel in Braunschweig gewannen die Veilchen 77:75. Am letzten Spieltag lieferten sich die Teams dann eine Verlängerungsschlacht, die die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers nach 50 Minuten 114:107 für sich entschied. Auch für das kommende Derby am Samstag, 18. November, (18 Uhr, Sparkassen-Arena, live auf Telekom Sport), das von BG-Partner Glinicke British Cars präsentiert wird, stehen die Chancen auf ein enges Spiel nicht schlecht. Die Löwen belegen derzeit in der easyCredit BBL den 15. Tabellenplatz und haben nur einen Sieg weniger als die BG auf dem Konto (drei). „Braunschweig hat bisher guten Team-Basketball gespielt“, sagt Roijakkers. Resttickets für das mit Spannung erwartete Derby gibt es noch im Vorverkauf in der BG-Geschäftsstelle (Schützenplatz 2, Göttingen), bei den bekannten AD-ticket-Vorverkaufsstellen, hier im Online-Ticketshop und am Samstag ab 16:30 Uhr an der Arena-Kasse.

Nach ihrem Auftaktsieg gegen die Eisbären Bremerhaven überraschten die Löwen mit einem knappen Erfolg gegen s.Oliver Würzburg und besiegten anschließend auch Aufsteiger Oettinger Rockets. Derzeit haben die Braunschweiger allerdings mit dem Ausfall ihres Headcoaches Frank Menz zu kämpfen. Der 53-Jährige hatte sich vergangene Woche die Quadrizepssehne am Knie gerissen und musste operiert werden. Da unklar ist, wie lange sich der Genesungsprozess hinzieht, wird Menz bis auf Weiteres von seinem Assistenztrainer Steven Clauss vertreten, der auch schon bei der 77:88-Niederlage gegen ratiopharm ulm an der Seitenlinie stand. BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen kennt Clauss gut aus gemeinsamen Zweitliga-Zeiten bei den Hannover Flyers, wo Clauss Meinertshagens Trainer war.

Mit Abstand wichtigster Löwen-Akteur ist Ex-Veilchen Scott Eatherton, der im Sommer von der Leine an die Oker wechselte. Der US-Center ist mit 17,6 Punkten pro Spiel zweitbester Scorer der Liga und holt im Schnitt auch 8,2 Rebounds (ligaweit Platz drei). Nur Oldenburgs Rasid Mahalbasic ist in der easyCredit BBL effektiver als Eatherton. Nach dem ehemaligen Göttinger ist DeAndre Lansdowne zweitbester Braunschweiger Punktesammler (12,1 Zähler pro Spiel/42 Prozent Dreier-Trefferquote). Insgesamt erzielen die Löwen allerdings nur 72,8 Punkte pro Spiel – kein anderes easyCredit BBL-Team kommt auf weniger Zähler. Schlusslicht sind die Braunschweiger auch bei der Dreier-Trefferquote (31,3 Prozent) und der Freiwurfquote (64,4). Dafür holt das Menz-Team aber die drittmeisten Offensiv-Rebounds, angeführt von Eatherton, der sich pro Partie 3,0 Rebounds nach Braunschweiger Fehlwürfen sichert.

Nach Eatherton ist US-Forward Anthony Morse zweitbester Löwen-Rebounder (4,4), gefolgt von Jarekious Bradley (3,9). Bester Assistgeber ist der Litauer Zygimantas Janavicius (4,7), den BG-Guard und Ex-Braunschweiger Nicolai Simon aus der Saisonvorbereitung 2014 kennt. Der Aufbauspieler sollte damals schon für die Braunschweiger auflaufen, verletzte sich allerdings an der Hand, sodass der Vertrag aufgelöst wurde. Erst vor dieser Saison hat es mit der Verpflichtung des Litauers geklappt. Aus der vergangenen Saison kennt Simon zudem noch den österreichischen Guard Thomas Klepeisz sowie die deutschen Akteure Tim Schwartz, Tom Alte, Luis Figge (derzeit verletzt) und Constantin Ebert. „Braunschweig hat viele deutsche Talente, die alle einen Schritt nach vorne gemacht haben“, zollt Roijakkers der Löwen-Nachwuchsarbeit Respekt.