Ex-Franzosen erneut im direkten Duell: Brown trifft auf Jackson-Cartwright

Nur Leon Kratzer (links mit Veilchen-Kapitän Akeem Vargas) ist bei den Bonnern geblieben. Bild: Jörn Wolter

7. Oktober 2021 – Furios ist der nächste Gegner der BG Göttingen in die easyCredit BBL-Saison 2021/22 gestartet. Mit Siegen gegen ALBA BERLIN und ratiopharm ulm ließen die Telekom Baskets Bonn, die am Samstag, 9. Oktober, (18 Uhr, Sparkassen-Arena, live bei MagentaSport) in Göttingen gastieren, aufhorchen; daran ändert auch die knappe Niederlage nach Verlängerung im MagentaSport BBL Pokal erneut gegen die Berliner nichts. „Bonn hat einen sehr guten Kader. Ihre Stärke ist das schnelle Spiel“, sagt BG-Co-Trainer Olivier Foucart. „In Parker Jackson-Cartwright haben sie einen schnellen Guard, der oft in die Zone kommt, um zu punkten oder um für andere Spieler zu kreieren. Außerdem ist Bonn ein sehr gutes Offensiv-Rebound-Team. Uns muss bewusst sein muss, dass wir jeden Ball, der vom Ring abprallt, fangen müssen.“

Tickets für das Duell gegen die Rheinländer gibt es in der BG-Geschäftsstelle im Sartorius Basketball Lab am Schützenplatz, bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen, telefonisch über die Ticket-Hotline (Tel.: 0180-6050400) oder hier im Online-Ticketshop. Für Kurzentschlossene öffnet die Abendkasse an der Sparkassen-Arena am Samstag um 16:30 Uhr.

Nicht ganz ideal läuft unterdessen die Vorbereitung der Veilchen auf die Partie gegen Bonn. Am Donnerstagmittag mussten Team und Geschäftsstellen-Mitarbeiter das Sartorius Basketball Lab räumen, weil in der Göttinger Innenstadt bei Bauarbeiten eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden worden war. Wann die Basketballer ihr Trainingszentrum, das im Evakuierungsradius liegt, wieder nutzen können, war am Donnerstagmittag noch unklar.

Richtig gut läuft es bei den Bonnern, die sich komplett neu formiert haben und im Sommer einen großen Umbruch vollzogen. Aus der vergangenen Saison ist nur Leon Kratzer geblieben – der neue Baskets-Headcoach Tuomas Iisalo (aus Crailsheim an den Rhein gewechselt) hat das Team nach seinen Wünschen zusammengestellt. Im Fokus steht Aufbauspieler Jackson-Cartwright, der im Schnitt 20,5 Punkte pro Partie erzielt, 5,5 Assists gibt und auf 4,0 Steals kommt. „Natürlich ist er ein sehr guter Spieler, der oft die Initiative ergreift und die Zone attackiert“, sagt Foucart. „Das ist aber nur ein Fokus. Wir müssen in der Defensive alle am selben Strang ziehen und Bonn als Gruppe stoppen.“

Und die Veilchen haben einen Aufbauspieler in ihren Reihen, der den Bonner Guard gut aus der vergangenen Saison kennt: Stephen Brown Jr. spielte ebenso wie „PJC“ in der zweiten französischen Liga – Brown Jr. in Denain, Jackson-Cartwright bei Saint-Quentin. Im direkten Duell der beiden US-Amerikaner steht es Unentschieden: Browns Klub entschied in der Spielzeit 2020/21 die erste Partie 69:62 für sich, Saint-Quentin gewann das Rückspiel 75:74. Der Göttinger erzielte 14 und 24 Punkte, der Bonner 13 und 27.

Die Baskets sind jedoch mehr als nur Jackson-Cartwright. Gegen Ulm lief US-Guard Skyler Bowlin heiß und führte sein Team mit 27 Punkten und dem entscheidenden Dreier zum Sieg. Nach Jackson-Cartwright (rund 31 Minuten Einsatzzeit pro Partie) stehen US-Guard Jeremy Morgan (rund 30 Minuten) und der deutsche Verteidigungsspezialist Karsten Tadda (rund 25 Minuten) die längste Zeit auf dem Parkett. Zudem stellten die Rheinländer gegen Ulm einen neuen Liga-Rekord auf: 32 Offensiv-Rebounds gelangen der Iisalo-Truppe – acht davon holte Justin Gorham; fünf gingen auf Kratzers Konto. So ist es wenig verwunderlich, dass die Bonner momentan das beste Rebound-Team der Liga sind (41 pro Spiel).

Für die Göttinger geht es darum, eigene Fehler zu limitieren. „In den ersten beiden Spielen hatten wir in der Defensive ein paar schlechte Momenten und haben einige Fehler innerhalb unserer Regeln, aber auch grundlegende Dinge falsch gemacht. Diese Fehler haben unseren Gegnern ein bestimmtes Momentum gegeben. Das müssen wir verhindern“, erklärt Foucart. „Wir müssen zusammenbleiben und 40 Minuten konstant verteidigen. Wir werden Fehler machen, aber wir müssen dumme Fehler vermeiden, denn Bonn wird jeden davon bestrafen.“