Mark Smith (rechts) und die Veilchen mühten sich gegen den FC Bayern um Freddie Gillespie vergeblich. Bild: Christina Pahnke

29. Januar 2023 - Die BG Göttingen hat die Hinrunde in der easyCredit Basketball Bundesliga mit einer Niederlage abgeschlossen. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors war am Sonntagnachmittag beim FC Bayern München chancenlos und verlor 74:105 (39:51). Vor 6.137 Zuschauern in Münchener Audi Dome hielten die Göttinger nur im ersten Abschnitt mit dem Favoriten mit. Im weiteren Spielverlauf fanden die Gäste keine Lösungen gegen die starke Bayern-Verteidigung, sodass die Hausherren das Duell souverän für sich entschieden. Zu feiern gab es für die Gäste dennoch eine Kleinigkeit: BG-Rekordspieler Mathis Mönninghoff absolvierte sein 200. Spiel im Veilchen-Trikot. Bester BG-Werfer war Rayshaun Hammonds mit 16 Punkten. Für München traf Cassius Winston am häufigsten (ebenfalls 16 Zähler).

Die Veilchen erwischten einen guten Start in die Partie und gingen 4:0 in Front (2.). Doch dann fanden die Gastgeber immer besser ins Spiel, während die Göttinger Probleme hatten, sich gute Würfe zu erarbeiten. Die Münchener drehten das Duell und zogen auf 6:13 davon (4.). Aber die BG kämpfte sich zurück und glich durch einen 7:0-Lauf, darunter ein ganz weiter Dreier von Mark Smith, zum 13:13 aus (6.). Kurz darauf brachte Geno Crandall die Gäste sogar wieder in Front (15:14/7.). Bis zum Viertelende hielten die Göttinger weiterhin gut mit, sodass die Partie eng blieb (22:23).

Im zweiten Abschnitt spielten die Gastgeber ihre Stärken dann immer besser aus, doch Crandall hielt sein Team durch einen Dreier zum 25:28 zunächst im Spiel (12.). Die körperlich überlegenen Münchener holten mehr Rebounds und verschafften sich so Vorteile. Zudem kassierte Harald Frey in der 14. Minute bereits sein drittes Foul, sodass der Norweger in der ersten Halbzeit insgesamt nur rund vier Minuten auf dem Parkett stand. Angeführt von Winston bauten die Münchener ihren Vorsprung auf 25:34 aus, auch eine Moors-Auszeit konnte den Lauf zunächst nicht stoppen. Für einen Moment fingen sich die Göttinger aber wieder und zwangen Bayern-Headcoach Andrea Trinchieri durch einen 5:0-Lauf zum 30:34 zu einer Auszeit (14.). Die Veilchen schafften es, die Münchener in den nächsten Minuten nicht weiter davonziehen zu lassen (37:44/18.). Vor der Halbzeitpause entglitt der Moors-Truppe das Spiel allerdings, sodass sie mit einem 39:51-Rückstand in die Kabine ging.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber mit mehr Energie aufs Parkett und bauten ihren Vorsprung auf 16 Punkte aus (43:59/23.). Einen Hammonds-Dreier konterte Corey Walden zum 50:66 – erneut nahm Moors eine Auszeit (26.). Diese bewirkte zunächst, dass der Rückstand nicht noch größer wurde, allerdings nur für kurze Zeit. Die Veilchen, bei denen Crandall aufgrund einer Sprunggelenksverletzung, die er sich unter der Woche im Training zuzog, nicht mehr eingesetzt werden konnte, konnten sich gegen die starke Verteidigung nur selten durchsetzen. In den letzten vier Minuten des dritten Viertels gelangen Smith und Co. nur noch vier Zähler, während die Süddeutschen auf 58:77 davonzogen.

Der Start ins Schlussviertel misslang der BG. D.J. Seeley und Augustine Rubit bauten den Bayern-Vorsprung auf 24 Punkte aus (58:82). Die Göttinger hatten Schwierigkeiten, im Spiel zu bleiben. Hammonds und Mönninghoff hielten mit fünf Punkten dagegen, doch Seeley und Paul Zipser konterten zum 68:94 (37.). Bei den Veilchen fielen zum Ende des Spiels dann auch die freien Würfe nicht mehr, sodass sie keine Chance mehr hatten, den Münchener Erfolg in Bedrängnis zu bringen.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Ich kann mich heute kurzfassen: Glückwunsch an die Bayern, sie haben heute das gesamte Spiel dominiert. Für mich als Coach ist es enttäuschend, dass das Team, das vor 36 Stunden gespielt hat – ein schwieriges, ein wichtiges Spiel – heute mehr Energie hatte. Dass sie mehr Qualität haben, ist kein Geheimnis, aber dass sie auch mit viel mehr Energie gespielt haben, enttäuscht mich. Wenn man sich die Quoten anschaut, sieht man, dass bei uns die Aggressivität gefehlt hat. Die Bayern haben sehr erwachsen gespielt und ihre Energie gut gemanagt, weil sie in 48 Stunden schon wieder ein wichtiges Spiel haben.“

Andrea Trinchieri (Headcoach FC Bayern München): „Wir haben genau richtig gespielt, mit guter Einstellung und Lehren aus Fehlern der Vergangenheit. Wir haben die Minuten aufgeteilt, in Offense und Defense das Spiel kontrolliert. Im Angriff hatten wir eine sehr gute Effektivität. Jeder der zehn eingesetzten Spieler hat mindestens einen Assist gemacht und gepunktet, das war alles sehr solide. Wir haben gut gereboundet. Göttingen ist das beste Team der BBL bei den Dreiern – bis auf bei ein paar individuellen Fehlern haben wir da einen guten Job gemacht.“

FC Bayern München – BG Göttingen 105:74 (51:39)
Die Viertel im Überblick: 23:22, 28:17, 26:19, 28:16
Zuschauer: 6.137
BG Göttingen: Hammonds (16 Punkte/2 Dreier, 6 Rebounds), Frey (7/1), Crandall (14/2), Hemschemeier, Smith (10/1, 6 Rebounds), Wüllner (n.e.), Mönninghoff (5/1), Kamp (6, 3 Assists), Pape (4), Bess (12/2), Giotis, Besselink.
FC Bayern München: Weiler-Babb (n.e.), Walden (14 Punkte/2 Dreier), Seeley (13/4), Winston (16/2), Giffey (9/1), Bonga (11/1), Jaramaz (12/1), Zipser (2), Wimberg (9/1, 5 Assists), Rubit (10), Gillespie (9, 11 Rebounds).

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