Kämpferische Veilchen müssen sich Bonn geschlagen geben

Karlis Silins war mit 16 Punkten bester BG-Werfer. Bild: Jörn Wolter

14. April 2024 – Die BG Göttingen hat den Sieg gegen einen Favoriten verpasst. Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart verlor am Sonntagnachmittag bei den Telekom Baskets Bonn 85:95 (50:51). Vor 6.000 Zuschauern im ausverkauften Bonner Telekom Dome spielten die Gäste aus Südniedersachsen über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Vizemeister. Zu Beginn des letzten Abschnitts war die Partie noch ausgeglichen, doch eine BG-Schwächephase nutzten die Hausherren aus, um sich einen Vorsprung zu erarbeiten. Die Göttinger kämpften sich noch einmal auf fünf Punkte heran, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen. Bester Veilchen-Werfer war Karlis Silins mit 16 Punkten. Für Bonn traf Thomas Kennedy am häufigsten (17 Zähler). Die Wiederholung und die Highlights der Partie gibt es hier auf Abruf bei Dyn.

Die Veilchen, die weiterhin auf Osaro Rich (Schulter) und Peter Hemschemeier (Sprunggelenk) verzichten mussten, schafften es zu Beginn der Partie nicht, die Hausherren zu stoppen. Die Rheinländer trafen bei fast jedem Angriff, aber auch die Göttinger hielten phasenweise offensiv mit (8:11/4.). Dennoch ließen die Gäste zu leichte Körbe zu, sodass die Baskets auf 10:21 davonzogen (5.). Die BG versuchte dagegenzuhalten, doch Ex-Veilchen Till Pape sorgte mit fünf Punkten in Folge dafür, dass der Abstand gleichblieb (15:26/7.). Aber die Südniedersachsen kämpften sich ins Spiel und schlossen das Viertel mit einem 9:0-Lauf zum 26:28 ab.

Im zweiten Abschnitt bewegten sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Zwar hatten die Rheinländer wieder eine starke Phase, die sie nutzten, um ihren Vorsprung erneut auf 28:36 auszubauen, doch auch die Göttinger zeigten ihre offensiven Qualitäten und verkürzten durch einen Dreier von Grant Anticevich auf 33:36 (13.). Nach einer Auszeit von Baskets-Headcoach Roel Moors lief es wieder etwas besser für das Team des Ex-Göttingers (37:43/16.). Die BG ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und zwang Moors nach einem Dreier von Mo Gibson zum 42:43 zu seiner nächsten Auszeit (17.). Der Veilchen-Offensivdrang wurde dadurch nur kurz gestört. Durch einen 6:0-Lauf, den Bodie Hume zum 48:46 abschloss, gingen die Göttinger erstmals in dieser Partie in Front (18.). Das Duell blieb eng, die Führung wechselte hin und her. Zur Halbzeitpause lagen die Gäste knapp 50:51 zurück.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigten die Südniedersachsen eine gute Leistung und hielten mit dem Favoriten mit. Noah Kirkwood brachte die Hausherren 54:58 in Front, doch die BG ließ einen 7:0-Lauf zum 61:58 folgen (27.). Kurz darauf glich Ex-Veilchen Harald Frey per Dreier zum 63:63 aus – Kirkwood und Savion Flagg ließen den Göttinger Rückstand auf 63:67 anwachsen (29.). Aber die Gäste kämpften, und Antivevich konterte einen Frey-Dreier zum Viertelende von außen zum 68:70.

Nachdem David DeJulius für die Veilchen zum 70:70 ausgeglichen hatte, taten sich die Göttinger im Angriff schwer. Die Bonner bestraften individuelle Fehler und Ballverluste der BG und zogen nun etwas davon (70:78/34.). Fedor Zugic erlöste die zahlreichen mitgereisten BG-Fans mit seinen Punkten zum 72:78 (34.). Aber die Gastgeber agierten nun souveräner in der Verteidigung, sodass die Südniedersachsen nicht näher herankamen. Im Gegenteil: Die Rheinländer legten einen kurzen Zwischenspurt zum 75:87 ein – die höchste Führung der Partie (36.). Die Gäste gaben sich aber noch nicht geschlagen. Beim 81:90 ging Anticevich an die Freiwurfline, traf den ersten Freiwurf, vergab aber den zweiten. Doch Hume sicherte den Offensiv-Rebound, passte zum Australier, der von außen zum 85:90 einnetzte (40.). Nach Moors‘ Auszeit verteidigten die Hausherren wieder stärker. Zwar wackelten sie an der Freiwurflinie, was die BG aber nicht nutzen konnte, um die Bonner in den verbleibenden 38 Sekunden noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Für die Veilchen geht es am kommenden Wochenende mit dem Duell gegen das nächste Spitzenteam weiter: Am Sonntag, 21. April, empfangen die Göttinger den Tabellenzweiten NINERS Chemnitz (17 Uhr, Sparkassen-Arena, live bei WELT und Dyn). Für das Duell mit dem Europapokal-Finalisten gibt es noch Karten hier im Online-Ticketshop, in der BG-Geschäftsstelle (Schützenplatz 2, Göttingen), an der Ticket-Hotline unter 01806-991170 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus allen Netzen) sowie bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen.

Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „Es war am Ende ein verdienter Sieg für Bonn. Wir haben vielleicht 32, 33 Minuten lang gut auf das physische Bonner Spiel reagiert. Dann haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht, die ein Team wie Bonn direkt bestraft. Wenn wir mit dieser Intensität für 40 Minuten spielen können, werden wir weitere Spiele gewinnen. Aber wir müssen verstehen, dass wir so eine Leistung über 40 Minuten brauchen, mit Intensität spielen, die Energie hochhalten und besser unsere Systeme zu Ende spielen müssen.“

Roel Moors (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Das Beste, was wir heute gemacht haben, ist, dass wir das Spiel gewonnen haben. Gegen ein gutes Offensiv-Team, das viele verschiedene Stärken hat, haben viele Sachen einfach nicht gestimmt. Wir haben defensiv in der ersten Halbzeit unseren Job nicht gemacht. In der zweiten Halbzeit war es viel besser. Dadurch konnten wir das Spiel drehen und haben die Kontrolle erlangt. Aber wir müssen auch verstehen, um wirklich wettbewerbsfähig zu sein, brauchen wir mehr und konstantere Defense sowie besseres Rebounding. Es war wichtig, heute zu gewinnen, da wir ein unglaublich wichtiges Spiel am Dienstag in der Basketball Champions League haben. Da ist es immer besser, mit einem Sieg reinzugehen.”

Telekom Baskets Bonn – BG Göttingen 95:85 (51:50)
Die Viertel im Überblick: 28:26, 23:24, 19:18, 25:17
Zuschauer: 6.000 (ausverkauft)
BG Göttingen: Ensminger (5 Punkte/1 Dreier), Gibson (14/1), DeJulius (7, 5 Assists), Anticevich (10/3, 8 Rebounds), Hume (12, 8 Rebounds), Hartwich (4), Mönninghoff (2), Jünemann (n.e.), Zugic (15/2), Silins (16/1).
Telekom Baskets Bonn: Blunt (n.e.), Flagg (9 Punkte), Griesel (10/1 Dreier), Frey (16/2, 8 Assists), Fobbs (15/2), Koch (n.e.), Pape (9), Thiemann, Kirkwood (9), Sengfelder (10/1), Kennedy (17, 8 Rebounds).

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