Die BG ist am Mittwoch beim FC Bayern um Star-Center Serge Ibaka zu Gast. Bild: Daniel Löb

27. Februar 2024 – Etwas früher als die anderen Teams kehrt die BG Göttingen nach der Länderspielpause aufs easyCredit BBL-Parkett zurück: Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart reist bereits am heutigen Dienstag nach München, um dort am Mittwoch, 28. Februar, zum Nachholspiel beim FC Bayern München anzutreten (20 Uhr, BMW Park, live bei Dyn). Mit dabei sind auch die beiden Veilchen-Nationalspieler Karlis Silins (Lettland) und Fedor Zugic (Montenegro), die allerdings erst am Montagabend von ihren EM-Qualifikationsspielen nach Göttingen zurückgekehrt waren und am Dienstag nur eine Trainingseinheit mit ihren Kollegen absolvieren konnten. Eigentlich hätte die Partie in München kurz vor Weihnachten ausgetragen werden sollen, musste aber aufgrund des EuroLeague-Spielplans verlegt werden. So treffe die beiden Mannschaften in dieser Saison zum ersten Mal aufeinander. „München hat den stärksten Kader mit viel Erfahrung und Qualität. Zudem sind sie gerade Pokalsieger geworden und befinden sich in einer Siegesserie. Sie wollen aber mehr“, sagt BG-Assistenztrainer Kenneth Desloovere.

Mit zwölf Siegen in Folge haben sich die Münchener in der Liga an die Tabellenspitze gesetzt und die NINERS Chemnitz auf den zweiten Platz verdrängt. Zudem sicherte sich die Mannschaft des neuen Bayern-Trainers Pablo Laso vor rund einer Woche den ersten Titel der Saison und holte sich im heimischen BMW Park den BBL Pokal. Für den spanischen Erfolgscoach (sechs Meisterschaften, sechs Pokalsiege, zwei EuroLeague-Siege) war es der erste Titelgewinn außerhalb seines Heimatlandes.

Im tief besetzten Münchener Kader waren in der vergangenen Woche acht Nationalspieler für ihre jeweiligen Länder im Einsatz – geschont wurden allerdings die drei deutschen Weltmeister Andi Obst, Niels Giffey und Isaac Bonga, die von Nationaltrainer Gordon Herbert nicht für die EM-Qualifikationsspiele nominiert worden waren. Um die Belastung zu steuern, hat Laso in der easyCredit BBL schon 18 Akteure eingesetzt. Diese Woche hat es für die Münchener in sich. Nach der Partie gegen die BG am Mittwoch folgt bereits am Freitag ein wichtiges EuroLeague-Heimspiel gegen Roter Stern Belgrad, in dem die Bayern ihre Chance auf einen Play-in-Platz wahren möchten. Am Sonntag empfängt die Laso-Truppe die Telekom Baskets Bonn. „Wir können nicht vorhersagen, welche zwölf Spieler gegen uns auflaufen werden“, sagt Desloovere. „Da sie eine so hohe Qualität auf allen Positionen haben, spielt das aber auch keine große Rolle für uns.“

Im Schnitt die meisten Liga-Minuten erhält US-Center Devin Booker (rund 21) gefolgt vom US-Guard mit deutschem Pass, Nick Weiler-Babb (rund 21), der das deutsche Nationalteam allerdings vorzeitig aufgrund eines Trauerfalls in der Familie verlassen musste. US-Guard Carsen Edwards, Giffey und Obst stehen ebenfalls über 20 Minuten auf dem Parkett. Liga-Veteran Vladimir Lucic, Star-Center Serge Ibaka und der MVP des Pokalturniers, Sylvain Francisco, erhalten knapp unter 20 Minuten Spielzeit. Für Bonga und den argentinischen Nationalspieler Leandro Bolmaro sind es rund 17 Minuten. Danach folgen Niklas Wimberg, Elias Harris und Ivan Kharchenkov mit rund 14 Minuten.

Im Schnitt zweistellig punkten Edwards (13,5 Punkte pro Spiel), Francisco (13,2), Obst (11,2) und Booker (10,4). Die meisten Rebounds holen Ibaka (5,8) und Booker (4,9). Francicso gibt die meisten Assists. Der Franzose war am gestrigen Montag noch für sein Land gegen Bosnien und Herzegowina gefordert (74:64).  „München spielt in der Offensive sehr geduldig und arbeitet sich gute Würfe heraus, die sie sehr hochprozentig treffen“, so Desloovere. Die Süddeutschen weisen die beste Dreier-Trefferquote aller easyCredit BBL-Teams auf (41,6 Prozent), ebenso wie die beste Freiwurf-Trefferquote (80,6). Außerdem leisten sie sich die wenigsten Ballverluste (11,4) und die wenigsten Fouls (17,9). Insgesamt nimmt nur ein Team weniger Würfe pro Spiel als München (Hamburg) – dennoch erzielt das Laso-Team rund 90 Punkte pro Partie.

„Wir müssen auf unserem höchsten Level spielen, um eine Chance zu haben“, sagt Desloovere. „Gegen Berlin haben wir das 35 Minuten lang gemacht. Doch wenn man nicht jede Sekunde hellwach ist und nur kurz entspannt, nutzen Teams wie Berlin oder München das sofort aus. Dann können sie schnell davonziehen und das Spiel kontrollieren, sodass es fast unmöglich ist, dann noch einmal heranzukommen.“

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