Tommy Kuhse ist derzeit der überragende Akteur bei BG-Gegner Vechta. Bild: Christian Becker

10. Oktober 2023 - Nach dem erfolgreichen, begeisternden Auftakt in die easyCredit BBL-Saison 2023/24 geht es für die BG Göttingen nun im BBL Pokal weiter. Im Achtelfinale wartet am kommenden Donnerstag, 12. Oktober, (20 Uhr, RASTA Dome, live bei Dyn) in RASTA Vechta allerdings eine große Herausforderung auf das Team von BG-Headcoach Olivier Foucart. Die Niedersachsen sind bisher noch ungeschlagen und stehen an der Spitze der easyCredit BBL-Tabelle. „Vechta spielt natürlich auch aufgrund ihres Erfolges momentan mit einem enormen Selbstvertrauen. Wenn sie Fehler machen, interessiert sie das nicht, sie spielen einfach immer weiter“, sagt BG-Assistenztrainer Kenneth Desloovere. „Nach dem anstrengenden Spiel gegen Crailsheim haben wir unseren Trainingsplan etwas angepasst. Aber die Pause sollte lang genug sein, um vollständig zu regenerieren.“

Dass Aufsteiger Vechta mit seiner Infrastruktur und seinen Möglichkeiten eine gute Rolle in der Liga spielt, überrascht keinen Experten. Angetrieben von ihren frenetischen Fans ist vor allem die Heimstärke Ausschlag gebend für den guten Start. Denn: Das Team von RASTA-Headcoach Ty Harrelson hat bisher alle Pflichtspiele der aktuellen Saison zu Hause absolviert. In der ersten Runde des BBL Pokals (die BG hatte aufgrund der guten Vorsaison-Platzierung ein Freilos) besiegte Vechta die Rostock Seawolves 84:76. Weiter ging es mit einem Sieg gegen die Bamberg Baskets (101:79), die Telekom Baskets Bonn (84:79) und dem Erfolg im Aufsteiger-Duell gegen die Tigers Tübingen (103:72).

Überragender RASTA-Akteur ist Tommy Kuhse, der im Schnitt pro Spiel die längste Zeit auf dem Parkett steht (rund 31 Minuten), die meisten Punkte erzielt (19,7) und die meisten Assists gibt (7,7). Zudem trifft der US-Guard, der in der vergangenen Saison in Ludwigsburg nicht richtig in Tritt kam, fast 62 Prozent seiner Drei-Punkte-Würfe und hat noch keinen Freiwurf verworfen. „Im Spiel gegen Tübingen hat er nicht mehr so viel gepunktet, aber immer noch acht Assists verteilt“, sagt Desloovere. „Jetzt wissen sie, dass sich auch gewinnen können, wenn Kuhse nicht scort.“

Ebenfalls zweistellig punkten Joel Aminu (15,7), der gegen Tübingen mit 24 Zählern Topscorer war, und Wes Iwundu (11,3). Einen Namen sollten sich Basketball-Fans merken: Johann Grünloh. Der 18-jährige Center spielt seine erste Profi-Saison und ist derzeit bester Rebounder seiner Mannschaft (8,7). „Er spielt mit sehr viel Energie. Es ist immer schön zu sehen, wenn ein junges nationales Talent in einer erfolgreichen Mannschaft eine größere Rolle spielt“, so Desloovere.

Spitzenreiter Vechta gehört zu den besten Teams in der Liga bei den getroffenen Drei-Punkte-Würfen (12,7 pro Spiel, Platz zwei), der Dreier-Quote (48 Prozent, Platz eins), der Freiwurf-Quote (89 Prozent, Platz eins), den Offensiv-Rebounds (15,0, Platz zwei) und den Ballverlusten (11,0, Platz eins). „Gegen Crailsheim haben wir in der Transition-Defense einen großen Schritt nach vorne gemacht und die meiste Zeit gut verteidigt. Wir machen aber immer noch zu viele kleine Fehler – diese müssen wir minimieren“, nennt Desloovere den BG-Fokus. „Außerdem müssen wir weiterhin gut auf den Ball aufpassen. Dumme Ballverluste sind gegen ein Team wie Vechta, das gerne schnell spielt und Selbstvertrauen hat, sind keine gute Idee. Denn dann kommen sie ins Rollen.“

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