Roijakkers-Team auf Reisen: BG muss in Bonn und Gießen ran

Jordan Loveridge (vorne mit Bonns Julian Gamble) und die Veilchen treffen am Freitag auf das Playoff-Team aus dem Rheinland. Bild: Sabine Klar

18. April 2018 – Nach dem wichtigen Sieg gegen die Eisbären Bremerhaven ist die BG Göttingen dem Verbleib in der easyCredit Basketball Bundesliga ein Stück näher gekommen, ausruhen kann sich das Team von BG-Headcoach Johan Roijakkers aber nicht. Für die Südniedersachsen stehen nun drei schwere Auswärtsspiele in Folge auf dem Programm, zwei davon an diesem Wochenende. Am Freitag, 20. April, sind die Veilchen bei den Telekom Baskets Bonn zu Gast (20:30 Uhr, Telekom Dome, live auf Telekom Sport), die um das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde kämpfen. Am Sonntag, 22. April, reist die BG zu den GIESSEN 46ers; Tip-off ist in der Sporthalle Gießen-Ost um 17:30 Uhr (live auf Telekom Sport). Die Hessen können rechnerisch noch die easyCredit BBL-Playoffs erreichen, müssen aber auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

Sehr eng ist es in der easyCredit BBL-Tabelle beim Kampf um Platz vier, der das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde bedeutet. Momentan liegt das Team von Baskets-Headcoach Predrag Krunic auf diesem Rang, punktgleich mit Bayreuth, Oldenburg und Bamberg (alle 18 Siege). Am vergangenen Wochenende holten die Bonner einen knappen 86:80-Sieg bei den GIESSEN 46ers, bei dem der Ex-Gießener T. J. DiLeo mit 18 Punkten herausragte. „Bonn hat bisher eine großartige Saison gespielt“, sagt Roijakkers. „Sie sind ein Team, das es in den Playoffs sehr weit bringen kann.“

Die meisten Zähler der Rheinländer erzielen im Schnitt der nach-verpflichtete Tomislav Zubcic (15,3 Punkte pro Spiel), Aufbauspieler Josh Mayo (14,3) und Center Julian Gamble (12,7). Gamble holt die meisten Rebounds (6,7 pro Spiel); die meisten Assists geben DiLeo (3,3) und Mayo (3,2). Mayo und Zubcic sind die sichersten Dreier-Werfer im Bonner Kader; Ersterer war bis zum vergangenen Wochenende der Spieler, der die meisten Dreier in der Saison getroffen hatte. Überholt wurde er nun von Veilchen-Guard Brion Rush, der jetzt mit 81 verwandelten Dreiern an der Spitze steht.

Auch der BG-Gegner am Sonntag ist oft von jenseits der 6,75-Meter-Marke erfolgreich. Rund zehn Dreier versenkt die Mannschaft von 46ers-Headcoach Ingo Freyer im Schnitt pro Spiel. Die meisten treffen Aufbauspieler Max Landis (2,0 pro Spiel), US-Guard Austin Hollins (2,2) und sein Landsmann Dee Davis (2,3), der am vergangenen Wochenende allerdings aufgrund von Knieproblemen pausieren musste.

Mit Abstand effektivster Gießener ist Center John Bryant. Der 2,11 Meter große Basketballer erzielt die meisten 46ers-Punkte (17,8 pro Spiel), holt die meisten Rebounds (10,5) und gibt die zweitmeisten Assists (3,5) hinter Davis (5,0). Weil die Hessen durchschnittlich rund 86 Zähler pro Partie erzielen (bei den Veilchen sind es 77), punkten im Schnitt gleich sechs Gießener Akteure zweistellig. Nach Bryant sind dies Davis (14,2 Punkte), Hollins (12,3), Landis (11,7), Forward Jamar Abrams (10,4) und Benjamin Lischka (10,2). „Ich habe tiefen Respekt vor Ingo Freyer“, so Roijakkers. „Er holt das Maximum aus seinen Spielern heraus und zeigt erneut, dass sein System schwer zu schlagen ist.“