
4. März 2026 – Ein spannendes Basketball-Wochenende erwartet die Fans der BG Göttingen nach der knapp zweiwöchigen Pause. Die Mannschaft von BG-Headcoach Fabian Strauß reist am kommenden Freitag, 6. März, zum Spitzenspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen den Tabellenführer Phoenix Hagen (19:30 Uhr, Ischelandhalle) und empfängt zwei Tage später am Sonntag, 8. März, die GIESSEN 46ers (15 Uhr, Sparkassen-Arena). Diese Partie wird präsentiert von Sartorius, langjähriger Partner und Fan des Basketballs in Göttingen. „Hagen ist so talentiert und spielt mit einem sehr hohen Tempo – ähnlich wie wir“, sagt BG-Assistenztrainer Patrick Carney. „Gegen Gießen wird es darauf ankommen, wie schnell wir regenerieren und unseren Fokus ändern.“ Sporteurope.TV überträgt beide Spiele hier live – sie sind als Einzelspiele ohne Abo buchbar (pay per view). Experte bei der Livestream-Übertragung in Hagen ist Ex-Veilchen-Kapitän Dominik Spohr. Beim Familien- und Mädchenspieltag am Sonntag gibt es Sonderaktionen für die jungen Veilchen-Anhänger. Das „play and fun team“ baut auf dem Arena-Vorplatz eine Basketball-Hüpfburg auf und bietet im Arena-Foyer das Geschicklichkeitsspiel „Heißer Draht“ an. Beim Einlauf des Veilchen-Teams stehen die Spielerinnen der U10 und der U12 der BG 74 Göttingen Spalier.
Tickets für den Familien- und Mädchenspieltag gegen Gießen gibt es noch im hier Online-Ticketshop, an der Ticket-Hotline unter 01806-991170 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus allen Netzen) sowie bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen. Die Arena-Kasse öffnet am Sonntag um 13:30 Uhr. Die Eintrittskarte gilt als Fahrausweis in allen GÖVB-Linien. Wichtiger Hinweis: Das Sicherheitskonzept wurde von der BG in enger Abstimmung mit dem Sicherheitsdienst umfassend überarbeitet und an die aktuellen Sicherheitslagen sowie behördlichen Vorgaben angepasst. Das bedeutet, dass Taschen, Rucksäcke und andere Gegenstände, die größer als DIN A4 sind, nicht mit in die Arena genommen werden dürfen und es aus sicherheitstechnischen Gründen auch keine zentrale Abgabestelle geben wird. Eine Ausnahme stellen Fahrradhelme dar - diese dürfen in die Arena mitgenommen werden.
Im Hinspiel gegen Hagen zeigten die Göttinger eine ihrer besten Saisonleistungen, verloren aber dennoch knapp 98:103. Eine Revanche wird schwer, da die Feuervögel erst ein Heimspiel verloren haben: Nur die Eisbären Bremerhaven haben die Ischelandhalle bisher eingenommen. „Was Hagen am gefährlichsten macht, ist, dass mehrere Spieler aus den Systemen ausbrechen und zum Abschluss kommen können. Deshalb müssen wir ihre individuellen Stärken und Schwächen gut kennen“, sagt Carney. Im ausgeglichenen Phoenix-Kader sind der deutsche Guard Devin Schmidt (15,0 Punkte pro Spiel), US-Guard Marcus Graves (14,2), US-Forward Jeff Carroll (11,8), der niederländische Center Lucas N’Guessan (11,3) und der deutsche Forward Tim Uhlemann (10,9) die besten Scorer ihres Teams. „Gegen Graves haben wir im Hinspiel keinen guten Job gemacht, ihm zu viele leichte Punkte erlaubt. Schmidt ist ein sehr kreativer Scorer – den beiden gilt unser Augenmerk“, so Carney. „Aber auch Uhlemann als großer, guter Werfer ist eine Herausforderung für unsere Verteidigung.“
Hagens jüngster Neuzugang ist der erstligaerfahrene US-Guard Ryan Schwieger, sodass der BG-Konkurrent noch mehr Qualität und Tiefe aufweist als beim ersten Duell in dieser Saison. Wieder fit ist der neuseeländische Center Anzac Rissetto, der das Hinspiel verletzungsbedingt verpasste. Die Feuervögel belegen in fast allen wichtigen Statistik-Kategorien den ersten Platz, die Veilchen halten aber durchaus mit. Die Trefferquote aus dem Zwei-Punkte-Bereich ist bei beiden Teams gleich (58,8 Prozent), ebenso wie die Anzahl der Ballverluste (14,1). Bei der Gesamt-Trefferquote kommt Hagen auf 49,7 Prozent, die BG auf 48,4. „Wir müssen versuchen, Hagen ins Halbfeld zu zwingen und ihre Verteidigung mit unterschiedlichen Aktionen beschäftigen“, sagt Carney.
An das Hinspiel gegen den zweiten Gegner des Doppelspieltags haben die Göttinger gute Erinnerungen. Mit nur sieben Profis reiste die BG kurz vor Weihnachten zu den GIESSEN 46ers und gewann überraschend deutlich 83:61. Bei den Hessen gab es in dieser Saison aufgrund von Verletzungen und nicht erfüllten hohen Erwartungen schon viel Fluktuation, langsam scheint sich das Team von 46ers-Headcoach Branislav „Frenki“ Ignjatovic aber zu finden. Die Gießener gewannen drei Spiele in Folge und haben sich wieder in die Playoff-Ränge geschoben. Nicht mehr im 46ers-Kader ist Abu Kigab; Devon Goodman verpasst den Rest der Saison aufgrund einer Verletzung. Als Ersatz für die beiden holte Ignjatovic den bosnischen Aufbauspieler Adnan Arslanagic sowie den serbischen Forward Viktor Kovacevic, der schon in der vergangenen Saison für die Gießener auflief.
Die Gießener Offensive wird von US-Guad Kyle Castlin getragen, der im Schnitt auf 17,2 Punkte pro Spiel kommt. Zweitbester 46ers-Scorer ist Erstliga-Veteran Robin Benzing mit 11,6 Punkten pro Partie. Kovacevic ist momentan bester Rebounder (7,0 pro Spiel). „Im Hinspiel hat Castlin gut gespielt – wir wollen es ihm so schwer wie möglich machen. Es ist gut, dass wir Kovacevic schon aus der vergangenen Saison kennen“, sagt Carney. „Gießen ist gut darin, die Stärken ihrer Spieler einzusetzen. Sie sind ein sehr erfahrenes Team, das im Halbfeld spielen möchte. Wir wollen gegen sie schnell spielen.“