Starke BG-Defense sichert Sieg gegen Chemnitz

Rihards Lomazs (rechts mit Chemnitz‘ George King) war mit 18 Punkten bester Veilchen-Scorer. Bild: Swen Pförtner

30. März 2021 – Die BG Göttingen hat ihr drittes Spiel in Folge in der easyCredit Basketball Bundesliga gewonnen. Die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors besiegte am Dienstagabend die NINERS Chemnitz 68:55 (34:27). Zuschauer waren in der Sparkassen-Arena aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin nicht zugelassen. Die Südniedersachsen zeigten nicht nur zu Beginn der Partie eine gute Leistung in der Defensive, auf die sich die Chemnitzer im zweiten Abschnitt aber besser einstellten und ihren Rückstand verkürzten. In der zweiten Hälfte kamen die sächsischen Gäste zwar immer mal wieder an die Göttinger heran, schafften es aber nie die Führung zu übernehmen. Dank ihrer guten Verteidigung konnten die Hausherren auch einen nicht so guten Tag in der Offensive verschmerzen. Bester Veilchen-Werfer war Rihards Lomazs mit 18 Punkten. Für Chemnitz traf nur Marcus Thornton zweistellig (15 Zähler).

Die Veilchen, die auf ihren Kapitän Akeem Vargas (Sprunggelenksverletzung) verzichten mussten, starteten mit Intensität in der Verteidigung in die Partie, sodass es mehr als zwei Minuten dauerte bis Chemnitz die ersten Zähler erzielte (4:3/3.). Im Anschluss daran blieb die BG bissig in der Defense und kam dann auch offensiv ins Rollen. Luke Nelson schloss einen 8:0-Lauf zum 12:3 ab und zwang NINERS-Headcoach Rodrigo Pastore zu seiner ersten Auszeit (4.). Auch danach lief es für die Gäste aus Sachsen im Angriff nicht deutlich besser. Weil aber auch die Veilchen Chancen vergaben, änderte sich am Abstand zunächst nicht viel (18:7/8.). Jan Niklas Wimberg brachte die NINERS auf 18:10 heran, doch Dennis Kramer konterte zum 20:10-Viertelendstand.

Im zweiten Abschnitt brauchten die Göttinger ein bisschen Zeit, um wieder zu punkten. Harper Kamp erlöste sein Team durch einen Dreier zum 23:15 (13.). Aber die Hausherren taten sich weiter schwer, sodass Chemnitz an der BG dranblieb (23:18/14.). Auch eine Moors-Auszeit brachte zunächst keine Besserung, weil die Veilchen ihre freien Dreier dieses Mal nicht so hochprozentig trafen wie gegen Vechta. Bei den Gästen drehte nun Thornton auf, dem die BG im ersten Abschnitt nur zwei Punkte gestattet hatte. Der US-Guard hielt sein Team im Alleingang im Spiel, aber auch bei den Göttingern fiel nun der eine oder andere Dreier. Mathis Mönninghoff konterte einen Thornton-Dreier zum 32:25 (19.). Vor der Halbzeitpause verließ die BG das Wurfglück aber wieder, sodass ihr Vorsprung bei sieben Punkten blieb (34:27).

Nach dem Seitenwechsel taten sich die Veilchen in der Offensive zunächst schwer, aber auch die Sachsen kamen nicht richtig in Schwung (38:30/22.). Die Gastgeber fanden ihren Rhythmus zuerst wieder und zwangen Pastore nach Tai Odiases Punkten zum 42:30 zu seiner nächsten Auszeit (24.). Danach fing sich seine Mannschaft, doch die Göttinger hielten die NINERS zunächst durch zwei Lomazs-Dreier auf Abstand (48:37/27.). Aber die Chemnitzer kämpften weiter und verkürzten auf 48:42 (28.). Zum Viertelende gab die BG noch einmal Gas und ging mit einer 53:42-Führung in den Schlussabschnitt.

Im letzten Viertel dauerte es mehr als drei Minuten bis zum ersten Korberfolg: Odiase traf zum 55:42 (33.). Chemnitz antwortete direkt zum 55:44. Punkte blieben aber zunächst auf beiden Seiten Mangelware. Nach einer weiteren Pastore-Auszeit verkürzten die Gäste auf 57:48, aber die BG wurde nicht nervös und zog durch einen kleinen Lauf wieder auf 62:48 davon (37.). Angesichts der wenigen Punkte drohte den Sachsen nur die Zeit davonzulaufen. Nach Mönninghoffs Korb zum 64:50 versuchte Pastore noch einmal sein Team in einer Auszeit auf die Siegerstraße zu bringen. Doch dem 64:52 durch Jonas Richter ließ Deishuan Booker einen Dreier zum 67:52 folgen und machte den BG-Sieg damit perfekt.

Stimmen zum Spiel
Roel Moors (Headcoach BG Göttingen): „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Es war ein Spiel mit nicht so viel Rhythmus in der Offensive. Trotzdem kann ich solche Spiele genießen, wenn alle ihr Maximum in der Defensive geben. Wir haben ein wirklich gutes defensives Spiel gemacht. Seit einige Wochen machen wir schon gute Sachen in der Defensive und das hat sich heute fortgesetzt.“

Rodrigo Pastore (Headcoach NINERS Chemnitz): „Das Heimteam – die Coaches und die Spieler – hat den Sieg heute verdient. Ich bin von unserer Leistung enttäuscht, weil ich Besseres erwartet habe. Das war ein Schritt zurück. Wir haben zu viel gedribbelt, keinen Teambasketball gespielt und hatten keine Intensität in der Verteidigung. Es war eine Kombination daraus. Wenn man so spielt, gewinnt man normalerweise in der easyCredit BBL kein Spiel.“

BG Göttingen – NINERS Chemnitz 68:55 (34:27)
Die Viertel im Überblick: 20:10, 14:17, 19:15, 15:13
BG Göttingen: Booker (5 Punkte/1 Dreier, 5 Assists), Weidemann, Nelson (10/1), Onwuegbuzie (n.e.), Kramer (2), Omuvwie, Lomazs (18/5), Mönninghoff (11/3), Kamp (8/2), Odiase (14, 9 Rebounds), Dawkins.
NINERS Chemnitz: Harris (5 Punkte/1 Dreier), Ziegenhagen, Matthews (2), Figge (3/1), Richter (4), Wimberg (7/1), Johnson (2), Mike (6/2), Thornton (15/3), Williams, King (4), Stanic (7, 8 Rebounds).