Straffe Woche: Veilchen treten gegen Bayreuth, Ulm und Crailsheim an

Drei starke Gegner warten in dieser Woche auf die Veilchen. Bild: Swen Pförtner

8. Februar 2021 – Drei Spiele in fünf Tagen – vor der Länderspielpause muss die BG Göttingen noch einmal richtig Gas geben. Am morgigen Dienstag bricht die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors zum easyCredit BBL-Auswärtsspiel bei medi bayreuth auf (Mittwoch, 10. Februar, 20:30 Uhr, Oberfrankenhalle, live bei MagentaSport). Von Bayreuth aus geht es einen Tag später weiter nach Ulm, wo am Freitag, 12. Februar, das Duell mit ratiopharm ulm ansteht (19 Uhr, ratiopharm arena, live bei MagentaSport). Nur zwei Tage später empfangen die Südniedersachsen dann die HAKRO Merlins Crailsheim am Sonntag, 14. Februar, in der heimischen Sparkassen-Arena (15 Uhr, live bei MagentaSport). Der erste Gegner aus diesem Trio, Bayreuth, befindet sich nach zwei Siegen in Folge im Aufwind. „Bayreuth ist ein sehr gut strukturiertes Team“, sagt BG-Co-Trainer Thomas Crab. „Wenn man gute Spieler hat, die ihre Leistung bringen, dann gewinnst du irgendwann auch Spiele.“

Nach dem hart erkämpften 87:82-Sieg in Würzburg waren die Veilchen aufgrund des Schneesturms erst am frühen Sonntagmorgen wieder in Göttingen angekommen – viel Zeit zur Regeneration blieb dem Team um BG-Kapitän Akeem Vargas also nicht. Medi bayreuth war bereits am Freitag im Einsatz und besiegte etwas überraschend die Hamburg Towers 95:92 nach Verlängerung. Gleich fünf Bayreuther punkteten in Hamburg zweistellig: US-Guard Frank Bartley (19 Punkte), US-Forward Matt Tiby (17), der litauische Forward Osvaldas Olisevicius (14), US-Center Dererk Pardon (13) und der neue Aufbauspieler Lazeric Jones (12).

Beim Blick auf die Statistik scheinen Bayreuth und die BG sich auf Augenhöhe zu bewegen. Beide Teams erzielen rund 82 Punkte pro Spiel, verteilen je 18 Assists und leisten sich je 14 Ballverluste. Leichte Vorteile hat das Korner-Team bei den Wurfquoten (57 Prozent aus dem Zweier-Bereich, 37 Prozent Dreier-Trefferquote, 80 Prozent Freiwurfquote). „In der Offensive geht Bayreuth sehr gut unter den Korb und kreiert von dort“, so Crab. „In der Defensive spielen sie auf eine sehr solide Art und Weise – jeder Spieler kennt dort seine Rolle.“ Die Veilchen arbeiten laut Statistik etwas besser unter den Brettern, holen 10,1 Offensiv-Rebounds pro Spiel (Bayreuth 8,6) und 34,6 Rebounds insgesamt (31,9). „Wir müssen die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler sehr gut kennen und versuchen, ihnen das Aufposten ein wenig wegzunehmen. In der Offensive müssen wir sehr diszipliniert spielen und den Ball sehr gut bewegen“, erklärt der belgische Assistenztrainer.

Nach dem Reisetag am Donnerstag bleibt auch für die Partie gegen ratiopharm ulm am Freitag kaum Vorbereitungszeit. Doch dem Team von ratiopharm-Headcoach Jaka Lakovic geht es nicht viel besser. Nach einer durchwachsenen Leistung am vergangenen Sonntag gegen die frisch aus der Quarantäne und durch Verletzungssorgen gehandicapten Basketball Löwen Braunschweig (92:94) empfangen die Süddeutschen am morgigen Dienstag Meisterschafts-Favorit Bayern München. Somit hat der Tabellensechste einen Tag mehr Zeit, sich auf das Duell gegen die Göttinger vorzubereiten. Das Hinspiel gegen Ulm verloren die Veilchen am Ende relativ deutlich (74:98), zeigten phasenweise aber eine gute Leistung.

Den Abschluss der anstrengenden Woche macht das BG-Heimspiel gegen die HAKRO Merlins Crailsheim, die erneut überraschen. Ende Januar gelang dem Team von Zauberer-Headcoach Tuomas Iisalo ein Ausrufezeichen, indem es die Münchener nach Verlängerung in die Knie zwang (105:103). Überragender Merlins-Akteur war einmal mehr Trae Bell-Haynes mit 31 Punkten. Der kanadische Aufbauspieler erzielt im Schnitt 19,9 Punkte pro Partie und war auch im Hinspiel der Göttinger in Crailsheim (77:89) nicht zu stoppen (29 Punkte).

Nach dem Heimspiel gegen Crailsheim geht es in die Länderspielpause. Während Luke Nelson (Großbritannien) und Rihards Lomazs (Lettland) für die EM-Qualifikationsspiele zu ihren Nationalmannschaften reisen, nutzen die anderen Veilchen die Zeit, um ein wenig zu regenerieren und um als Team weiter zusammenzuwachsen.