
10. September 2023 - Die BG Göttingen hat beim Vorbereitungsturnier im französischen Luxeuil-les-Bains auch im zweiten Spiel eine Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den französischen Erstligisten JDA Dijon verlor die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart am Sonntagnachmittag 70:110 (31:58). Im Palais des Sports starteten die Göttinger besser als im vorigen Spiel, kam dann aber mit der intensiven Verteidigung der Franzosen nicht zurecht und hielt dem hohen Tempo nur phasenweise stand. Bester Veilchen-Werfer war Umoja Gibson mit 18 Punkten.
Bei den Veilchen fehlten neben Harper Kamp (Knie) und Deondre Burns (Sprunggelenk) erneut auch Fedor Zugic (Sprunggelenk). Gibson zog sich im gestrigen Spiel gegen Heidelberg keine Verletzung zu und konnte auflaufen. Die Göttinger kamen mit viel mehr Energie aus der Kabine als gegen Heidelberg und lagen schnell 9:2 in Front. Doch der französische Viertplatzierte aus der vergangenen Saison fing sich und schaltete einen Gang in der Verteidigung hoch. Durch einen 2:10-Lauf übernahm Dijon die Führung (11:12). Ex-BBL-Spieler David Holston, der in Dijon eine Identifikationsfigur ist, war nicht zu stoppen und erhöhte auf 14:19. Auch der ehemalige Würzburger Spieler Cameron Hunt bereitete den Deutschen Probleme. So wuchs der Rückstand bis zum Viertelende auf 21:30.
Im zweiten Abschnitt versuchten die Veilchen dagegenzuhalten, leisteten sich aber zu viele Fouls und Ballverluste. Auch der Ex-Göttinger Vitalis Chikoko nutzte seine Chancen und setzte sich am Korb durch. Die Franzosen zogen auf 27:49 davon und zwangen Foucart zu einer Auszeit. Aber auch danach lief es für die BG nicht besser. Bis zur Halbzeitpause gelangen ihr nur noch vier Zähler – mit einem 31:58-Rückstand ging es in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel hielten die Göttinger den Abschnitt in den ersten Minuten ausgeglichen (35:61). Holston und Chikoko erhöhten auf 37:68, Gibson konterte per Dreier zum 40:70. Aber auch dieses Mal ging den Veilchen in den letzten Minuten des Abschnitts die Luft aus. Osaro Rich traf einen Dreier zum 43:74 – das Viertel endete mit einem 0:9-Lauf zum 43:83.
Im Schlussabschnitt hatte die BG, bei der Grant Anticevich und Karlis Silins mit fünf Fouls ausschieden, nichts mehr entgegenzusetzen. Dijon erhöhte seinen Vorsprung schnell auf 43:90. Angesichts des hohen Rückstands spielten die Göttinger nun ohne Druck und trafen auch schwierige Würfe. Gibson und Bodie Hume schlossen einen 16:9-Lauf mit je einem Dreier zum 58:99 ab. Die Deutschen schafften es, das Viertel ausgeglichen zu gestalten; an der hohen Niederlage änderte dies nichts.
Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „Im Großen und Ganzen sieht man deutlich, dass unsere Rotation momentan zu kurz ist. Oberste Priorität hat für uns, dass die Jungs gesund werden, wir Deondre, Fedor und Harper möglichst bald zurückbekommen und wir uns ein bisschen ausruhen können. Der Trip, den wir am Wochenende gemacht haben, mit all den Veränderungen, hat viel Energie gekostet. Unser Problem ist, dass wir zu soft sind und mit zu wenig Intensität spielen. Wir müssen Lösungen finden, weiterarbeiten und Dinge präzisieren. Solche Spiele sind schmerzhaft, keiner will das erleben. Aber es ist gut, dass uns das jetzt passiert und nicht während der Saison.“
JDA Dijon – BG Göttingen 110:70 (58:31)
Die Viertel im Überblick: 30:21, 28:10, 25:12, 27:27
BG Göttingen: Burns (n.e.), Hemschemeier (8 Punkte/2 Dreier), Anticevich (3/1), Gibson (18/4, 3 Assists), Rich (5/1), Mönninghoff (4, 5 Rebounds), Hume (11/1, 5 Rebounds), Boakye, Silins (14), Wüllner, Hartwich (2), Ensminger (5/1).
13. September 2023 – Die BG Göttingen hat ihr vorletztes Testspiel in der Vorbereitung auf die Saison 2023/24 verloren, aber als Team einen Schritt nach vorn gemacht. Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart musste am Mittwochabend dem Liga-Konkurrenten Basketball Löwen Braunschweig 79:92 (41:46) geschlagen geben. In der Braunschweiger Tunica-Halle hatten die Gäste nach gutem Start in den nicht-öffentlichen Test Schwierigkeiten gegen die aggressivere Löwen-Verteidigung. Doch im Laufe des Spiels stellten sich die Göttinger besser darauf ein, holten einen 13-Punkte-Rückstand auf und übernahmen die Führung. Die Gastgeber fanden Antworten und holten sich die Führung zurück. Phasenweise verteidigte die BG stark, was allerdings nicht ausreichte, um die Partie zu drehen. Bester Veilchen-Werfer war Karlis Silins mit 22 Punkten.
Bei den Veilchen kam nach überstandener Sprunggelenksverletzung zum ersten Mal Deondre Burns zum Einsatz, auch Fedor Zugic konnte wieder mitwirken. Weiterhin nicht dabei war Harper Kamp (Knie). In einem intensiven ersten Viertel erwischten die Göttinger einen guten Start und gingen durch Silins 8:4 in Front (4.). Doch dann verteidigten die Braunschweiger aggressiver und zwangen die Gäste zu Ballverlusten und schlechten Würfen. Zunächst blieben die Veilchen durch einen Dreier von Mathis Mönninghoff vorne (11:9), trafen ihre offenen Würfe aber zu selten. Den Abschnitt beendete die BG mit einem 2:17-Lauf zum 13:26.
Im zweiten Viertel stellten sich die Gäste besser auf die Löwen-Defense ein und verkürzten durch einen Dreier von Zach Ensminger auf 24:30 (13.). Beide Mannschaften agierten dann auf Augenhöhe. Vier Silins-Punkte in Folge brachten die Göttinger auf 28:33 heran (14.). Aber die Gastgeber hatten eine Antwort und zogen wieder auf 31:44 davon (18.). Doch die BG gab nicht auf, kämpfte und schloss den Abschnitt mit einem 10:2-Lauf zum 41:46 ab.
Nach dem Seitenwechsel fielen endlich auch die offenen Dreier. Bodie Hume, Burns und noch einmal Hume holten die Führung für die Veilchen durch drei Dreier in Folge zurück (50:48/22.). Doch die Braunschweiger fingen sich schnell wieder und ließen einen 0:9-Lauf zum 50:57 folgen (24.). Nach einer Foucart-Auszeit lief es wieder besser für die Göttinger, die den Rückstand angeführt von Zugic auf 61:64 verkürzten. Zum Viertelende kassierte die BG aber wieder einen Lauf zum 63:71.
Im letzten Abschnitt verließ die Göttinger wieder das Wurfglück. Nur noch ein Dreier gelang den Südniedersachsen im Schlussviertel. Zugic hielt sein Team von außen zum 66:77 im Spiel (32.). Bei den Braunschweigern, die am Wochenende nur hauchdünn gegen ALBA BERLIN verloren hatten, lief es besser (66:81/34.) Aber die Veilchen gaben sich noch nicht geschlagen. Silins und Burns verkürzten auf 73:81 – Umoja Gibson legte zum 77:84 nach (37.). Zum Spielende gab es noch einmal einen kleinen Löwen-Lauf, der das Ergebnis deutlicher aussehen ließ, als die Partie eigentlich war.
Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „Das war ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man bedenkt, wo wir herkommen. Wir haben viele offene Würfe nicht getroffen und trotzdem 20 Assists gegeben. In der Transition-Defense haben wir aber zu viele Punkte abgegeben. Die kleinen Fehler, die wir machen, summieren sich am Ende. Wir müssen weiter an unserer Aggressivität arbeiten und mehr Spieler müssen Verantwortung übernehmen. Wir haben immer noch viel Arbeit vor uns.“
Basketball Löwen Braunschweig – BG Göttingen 92:79 (46:41)
Die Viertel im Überblick: 26:13, 20:28, 25:22, 21:16
BG Göttingen: Burns (14 Punkte/2 Dreier), Hemschemeier (n.e.), Ensminger (9/3), Gibson (4, 6 Rebounds, 6 Assists), Rich, Zugic (15/3), Mönninghoff (5/1), Hume (8/2), Boakye, Silins (22), Hartwich, Anticevich (2).

19. November 2023 – Die BG Göttingen wartet in der easyCredit BBL auf ihren zweiten Saisonsieg. Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart verlor am Sonntagnachmittag gegen die Telekom Baskets Bonn 77:101 (35:50). Die Partie wurde präsentiert von Sartorius, langjähriger Partner und Fan des Basketballs in Göttingen. Vor 3.321 Zuschauern in der Göttinger Sparkassen-Arena begannen die Göttinger gegen die Gäste, die mit vielen ehemaligen BG-Akteuren angereist waren, mit Intensität und hielten bis Mitte des zweiten Abschnitts mit dem Basketball Champions League-Gewinner mit. Danach kamen die Rheinländer immer besser in ihren Offensiv-Rhythmus, verteidigten intensiver und erspielten sich schnell eine hohe Führung. Die Gastgeber kämpften und kamen immer wieder etwas heran, drehen konnten sie die Partie aber nicht. Bester Veilchen-Werfer war Karlis Silins mit 23 Punkten. Für Bonn traf Savion Flagg am häufigsten (ebenfalls 23 Zähler).
Die Veilchen, die weiterhin auf Kapitän Harper Kamp (Knie) verzichten mussten, starteten mit viel Intensität in der Verteidigung in die Partie und gestatteten den Rheinländern in den ersten drei Minuten nur zwei Zähler. Auch im Angriff fanden die Gastgeber Lösungen, sodass Silins per Dreier zum 10:4 traf (4.). Nach nervösem Beginn fingen sich die Bonner und glichen durch drei Freiwürfe von Glynn Watson Jr. zum 12:12 aus (7.). Die BG vergab nun Chancen im Angriff, sodass Watson Jr. die erste Baskets-Führung erzielte (12:14/8.). Doch die Göttinger agierten mit dem Favoriten auf Augenhöhe und holten sich die Führung zum Viertelende zurück (18:17).
Im zweiten Abschnitt taten sich die Hausherren deutlich schwerer, die Angriffe der Bonner zu stoppen. Sam Griesel traf per Dreier zum 18:25 und zwang Foucart zu seiner ersten Auszeit (12.). Osaro Rich beendete die BG-Durststrecke mit einem energischen Zug zum Korb (20:25/12.). Bei den Veilchen lief es danach in der Offensive etwas besser, sodass Silins sein Team durch ein Drei-Punkte-Spiel auf 25:27 heranbrachte (13.). Allerdings fand Watson Jr. immer wieder Wege, sich auch gegen eine starke Göttinger Verteidigung durchzusetzen. Im Gegenzug intensivierten die Gäste ihre Defensive, sodass die BG schwere Würfe nehmen musste und der Rückstand schnell auf 28:44 anwuchs (17.). Die Gäste waren nun in ihrem schnellen Offensiv-Rhythmus angekommen und ließen den Göttingern keine Chance zum Durchatmen. Ihre Dreier-Trefferquote ging rasant nach oben – Ex-Veilchen Harald Frey netzte zwei hintereinander zum 30:50 ein (19.). Mathis Mönninghoff und Deondre Burns sorgten dafür, dass der Rückstand zur Pause auf 15 Zähler schrumpfte (35:50).
Nach dem Seitenwechsel machten die Bonner da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten: hochprozentig treffen und intensiv verteidigen. Frey und der nächste Ex-Göttinger Benedikt Turudic ließen den BG-Rückstand auf 37:59 anwachsen (23.). Aber die Veilchen ließen ihre Köpfe nicht hängen und kämpften. Vier Burns-Punkte in Folge ließen die Göttinger Fans, die ihr Team das gesamte Spiel über lautstark unterstützten, hoffen, doch die Bonner fanden ihre freien Distanzschützen, die fast jeden Wurf trafen (41:65/26.). Nach einem unsportlichen Foul von Noah Kirkwood am Ex-Bonner Zach Ensminger traf dieser einen Freiwurf und im Anschluss einen Dreier zum 45:65, aber Bonn antwortete zum 47:70 (28.). Die Veilchen bemühten sich, näher heranzukommen, und schafften dies auch durch einen 11:5-Lauf zum 58:75 (30.). Doch die Dreier-Trefferquote der Rheinländer stieg immer weiter – Brian Fobbs traf vor dem Schlussviertel zum 58:78.
Im letzten Abschnitt versuchten die Hausherren noch einmal alles, um die Partie zu drehen, und zeigten weiterhin ihr Kämpferherz. Einen 8:0-Lauf schloss Ensminger per Dreier zum 68:83 ab und zwang Bonns Headcoach Roel Moors zu seiner ersten Auszeit (33.). Danach riss sich sein Team wieder zusammen. Angeführt von Nationalspieler Chris Sengfelder und Frey wuchs der Veilchen-Rückstand schnell wieder auf mehr als 20 Punkte an (72:93/35.). Ensminger und Burns stemmten sich für die Göttinger dagegen, konnten die hohe Niederlage aber nicht verhindern. Tolle Szene nach dem Spiel: Nachdem sich Till Pape und Frey von den Bonner Fans feiern lassen haben, gingen sie quer über das ganze Parkett zum Veilchen-Fanblock, um sich für den schönen Empfang zu bedanken, der dies mit lautstarken Standing Ovations und Sprechchören belohnte.
Die Göttinger reisen bereits am morgigen Montag mit dem Teambus nach Berlin, von wo aus es am Dienstag nach Zypern geht. Am Mittwoch treten die Veilchen im FIBA Europe Cup bei Keravnos BC an. Donnerstag fliegt das Team zurück nach Berlin und fährt von dort aus gleich weiter nach Rostock, wo am Samstag das Liga-Duell bei den Rostock Seawolves auf dem Programm steht.
Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „Das war ein verdienter Sieg für Bonn. Wir wussten, dass Bonn eine physische Mannschaft ist. In Phasen des Spiels haben wir gut dagegengehalten, in anderen nicht. Unsere Pick-and-Roll-Defense war nicht aggressiv genug. Dann mussten wir rotieren, andere Lösungen suchen, und dann bekommt Bonn viele offene Dreier und hat eine sehr gute Trefferquote. In vielen Dingen hat Bonn das Spiel dominiert. Für uns bleibt das ein Lernprozess. Wir müssen weiterarbeiten, denn wir haben Mittwoch ein wichtiges Spiel auf Zypern.“
Roel Moors (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Wir haben ein erwachsenes Spiel gespielt. Wir sind mit viel Fokus nach Göttingen gekommen – in erster Linie defensiv, denn wir haben viel Respekt vor den offensiven Möglichkeiten von Göttingen, mit vielen Spielern, die werfen und punkten können. Wir haben viel von ihrer Offensive weggenommen. Das war wichtiger als unsere Offense. Die hat aber auch gestimmt. Wir haben den Ball gut bewegt und nicht zu viele Ballverluste gehabt. Aber wir haben das Spiel in der Defense gewonnen.“
BG Göttingen – Telekom Baskets Bonn 77:101 (35:50)
Die Viertel im Überblick: 18:17, 17:33, 23:28, 19:23
Zuschauer: 3.321
BG Göttingen: Burns (13 Punkte), Ensminger (20/3 Dreier), Gibson (2), Rich (7), Hemschemeier, Anticevich (4, 4 Rebounds), Hume (3/1), Hartwich (2), Wüllner (n.e.), Mönninghoff (3/1), Zugic (5 Assists), Silins (23/2).
Telekom Baskets Bonn: Flagg (23 Punkte/5 Dreier), Griesel (7/1), Udanoh, Watson Jr. (18/2), Frey (15/3, 5 Assists), Fobbs (10/2), Pape, Kirkwood (11/3), Sengfelder (13/3), Turudic (4, 6 Rebounds).

6. Januar 2024 – Die BG Göttingen hat den ersten Überraschungssieg im Jahr 2024 knapp verpasst. Die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart verlor am Samstagabend gegen den deutschen Meister ratiopharm ulm 90:100 (47:50). Die Partie wurde präsentiert vom ASC Göttingen. Gemeinsam. In Bewegung! Vor 3.447 Zuschauern in der ausverkauften Göttinger Sparkassen-Arena zeigten die Südniedersachsen eine über weite Strecken starke Leistung und hatten den hohen Favoriten am Rand einer Niederlage. Im letzten Viertel setzte sich dann die Qualität des Titelverteidigers durch. Bester Veilchen-Werfer war Karlis Silins mit 21 Punkten. Für Ulm traf Karim Jallow am häufigsten (25 Zähler).
Die Veilchen – weiterhin ohne Kapitän Harper Kamp (Aufbautraining) – starteten gut in die Partie und glichen durch einen Dreier von Osaro Rich zum 5:5 aus (3.). Kurz darauf sorgten Mathis Mönninghoff und Bodie Hume für die erste BG-Führung (10:8/4.). Die Hausherren hielten mit dem Favoriten mit, leisteten sich dann aber eine kleine Schwächephase mit zu vielen leichten Ballverluste, die Ulm sofort bestrafte (12:17/6.). Die Göttinger fingen sich danach wieder etwas und hielten den Abstand konstant (16:21/7.). Doch Ulm agierte weiterhin konsequent und zog durch einen Dreier von Tommy Klepeisz etwas davon (16:26/8.). Foucarts anschließende Auszeit wirkte: Sein Team ließ einen 7:0-Lauf zum 23:26-Viertelendstand folgen.
Den zweiten Abschnitt begannen die Veilchen zu weich und waren in der Verteidigung zu spät. Ulm stellte den alten Abstand schnell wieder her und zwang Foucart zu seiner nächsten Auszeit (23:33/12.). Danach agierten die Göttinger mehr Energie und machten es den Gästen wieder schwerer. Rich verkürzte durch fünf Punkte in Folge auf 30:37 – Hume und der Ex-Ulmer Fedor Zugic legten kurz darauf zum 34:39 nach, sodass Ulms Headcoach Anton Gavel seine erste Auszeit nahm (15.). Doch die BG kämpfte weiter und kam durch einen Silins-Dreier noch näher heran (37:41/16.). Zwar verschaffte Tobias Jensen den Gästen durch seinen Dreier zum 41:48 wieder etwas Luft, aber die Hausherren ließen vor der Halbzeitpause einen 6:2-Lauf zum 47:50 folgen.
Gleich nach dem Seitenwechsel glich Silins per Dreier zum 50:50 aus. Die Veilchen verteidigten dann gut und packten beim Rebound zu, sodass Mönninghoff und Silins die Chance hatten, die Hausherren wieder in Front zu bringen, ihre Dreier sich aber wieder rausrollten. Rich bekam die nächste Möglichkeit und nutzte sie zum 52:50 (23.). Der deutsche Guard war danach kaum noch zu stoppen und baute die BG-Führung im Alleingang auf 56:52 aus. Gavels nächste Auszeit wirkte nicht – Silins traf von jenseits der 6,75-Meter-Marke zum 61:54 (26.). Die Ulmer mühten sich, kamen aber zunächst nicht näher heran. Im Gegenteil: Mönninghoff baute den Vorsprung von außen auf 66:58 aus (28.). Bis zum Start des Schlussviertels behaupteten die Göttinger eine 71:66-Führung.
Im letzten Abschnitt taten sich die Gastgeber gegen den Favoriten wieder schwerer und hatten Probleme, Karim Jallow zu stoppen. Angeführt vom deutschen Forward übernahm der Titelverteidiger wieder die Führung (71:74/33.). Mo Gibson erlöste die Veilchen-Fans mit den ersten Punkten des Viertels zum 73:74 (34.). Doch kurz darauf beging der US-Guard ein unsportliches Foul an Jallow – sein viertes Foul. Die Ulmer nutzten dies, um ihren Vorsprung auf 73:78 auszubauen (35.). Aber die Göttinger kämpften weiter: Silins brachte sein Team durch ein Vier-Punkte-Spiel (Dreier plus Freiwurf) auf 77:78 heran (35.). Doch die Gäste verteidigten im letzten Viertel viel intensiver, sodass die BG sich jeden Punkt hart erkämpfen musste. So zogen die Ulmer wieder auf 83:93 davon (39.). Die Veilchen ließen ihre Köpfe aber nicht hängen und kämpften sich noch einmal zum 90:94 heran (40.). Am Ende reichte die Zeit aber nicht mehr aus, um die Partie zu drehen.
Unter der Woche geht es für die BG im FIBA Europe Cup weiter. Die Südniedersachsen empfangen am Mittwoch, 10. Januar, ab 19:30 Uhr das portugiesische Spitzenteam FC Porto in der Sparkassen-Arena. Tickets gibt es hier im Online-Ticketshop (Link auf www.bggoettingen.de), in der BG-Geschäftsstelle (Schützenplatz 2, Göttingen), an der Ticket-Hotline unter 01806-991170 (0,20 Euro/Anruf inkl. MwSt. aus allen Netzen) sowie bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen.
Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „Es war ein verdienter Sieg für Ulm. Ich bin zufrieden mit dem Spiel. Es gab sehr viele gute und positive Sachen, aber auch Sachen, an denen wir weiterarbeiten müssen. Wir sind zu weich angefangen, haben das aber gedreht und im zweiten und dritten Viertel mit viel Intensität gespielt. Im vierten Viertel geht die Intensität von Ulm nach oben, und wir stecken unsere Energie in Sachen, die uns nicht weiterhelfen. Es freut mich sehr, dass wir mit Intensität und Aggressivität gespielt haben; wir haben hart gearbeitet. Das muss die Basis sein. Aber wir müssen im Training und im Spiel die Energie auf die richtigen Sachen lenken und dürfen den Fokus nicht verlieren.“
Anton Gavel (Headcoach ratiopharm ulm): „Glückwunsch an meine Spieler zum Sieg. Wir wussten aus der Vergangenheit, wie schwierig es ist, hier zu bestehen. Und so war das heute auch. Wir haben erst im letzten Viertel defensiv etwas besser ausgesehen als vorher. Gerade im dritten Viertel war das nicht der Fall. Göttingen hat das super gemacht und unsere Schwächen ausgenutzt. Wir haben den Ball offensiv sehr lange gehalten und uns dann in Einzelaktionen verstrickt. Als wir in der ersten Halbzeit ein paar Momente hatten, in denen wir davonziehen konnten, haben ein paar Spieler Offensiv-Rebounds geholt und sind zu zweiten Chancen gekommen. Es hat uns gefreut, dass Fedor Zugic ein gutes Spiel gemacht hat, wir aber trotzdem den Sieg geholt haben und wünschen Göttingen international genauso wie national viel Erfolg.“
BG Göttingen – ratiopharm ulm 90:100 (47:50)
Die Viertel im Überblick: 23:26, 24:24, 24:16, 19:34
Zuschauer: 3.447 (ausverkauft)
BG Göttingen: Ensminger (10 Punkte), Gibson (2/8 Assists), Rich (16/2 Dreier, 4 Rebounds), Hemschemeier (3), Anticevich, Hume (13/1), Hartwich, Wüllner (n.e.), Mönninghoff (5/1), Zugic (20/2), Silins (21/4, 4 Rebounds).
ratiopharm ulm: Dadiet (6 Punkte), Jensen (3/1), Essengue (6), Herkenhoff (2), Nunez (10/1), Anigbata (n.e.), Klepeisz (7/1), Figueroa (15/2), de Paula (10/1), Jallow (25), Williams (16, 12 Rebounds, 7 Assists).

19. Januar 2024 - Die BG Göttingen muss nach derzeitigem Stand in den kommenden beiden easyCredit BBL-Partien gegen die Tigers Tübingen und die Rostock Seawolves auf Karlis Silins verzichten. Der Spielleiter der easyCredit Basketball Bundesliga, Dirk Horstmann (Kamen), hat den lettischen Center nach seiner Disqualifikation im vergangenen Spiel bei den EWE Baskets Oldenburg aufgrund einer groben Unsportlichkeit für zwei Spiele gesperrt und ihn mit einer Geldstrafe im unteren Bereich belegt.
Silins war am Samstag Mitte des letzten Viertels energisch zum Korb gezogen und hatte bei einer Ausholbewegung seinen Gegenspieler Norris Agbakoko mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen, sodass dieser eine Platzwunde erlitt. Diese Aktion wurde von den Schiedsrichtern zuerst mit einem unsportlichen Foul geahndet, das nach Studium der Bewegtbilder im Instant Replay auf ein disqualifizierendes Foul hochgestuft wurde. „Ich habe versucht, den Ball zu schützen und wollte meinen Gegenspieler wegschieben“, sagte Silins in seiner Stellungnahme. „Dabei habe ich Norris unglücklich im Gesicht getroffen. Es war keine Absicht.“ Spielleiter Horstmann folgte Silins‘ Argumentation, dass er das Foul nicht vorsätzlich begangen hat. Aufgrund der Platzwunde, die Agbakoko davontrug, läge aber auch ohne Mutwilligkeit eine grobe Unsportlichkeit vor.
„Wir kennen Karlis sehr gut – er würde niemals seinen Gegenspieler absichtlich verletzen“, sagt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. „Er hat sich nach der Szene bei Norris erkundigt, wie es ihm geht, sich entschuldigt und keinerlei Aggressionen gezeigt. Wir prüfen, ob wir gegen die Entscheidung Einspruch einlegen.“ Ein Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung, sodass Silins bis zur endgültigen Entscheidung gesperrt bleibt.

18. Juni 2023 - Die BG Göttingen hat den ersten neuen Spieler für die easyCredit Basketball Bundesliga-Saison 2023/24 unter Vertrag genommen: Karlis Silins wechselt vom lettischen Klub BK Liepaja nach Südniedersachsen und erhält einen Einjahresvertrag. „Wir sind sehr froh, dass Karlis zu unserem Team gehören wird“, sagt BG-Headcoach Olivier Foucart über den 25-jährigen lettischen Center. „In der lettisch-estnischen Liga war er der fünfbeste Rebounder und zweibeste Shotblocker. Er ist ein guter Dreier-Werfer, rebounded gut und ist im Pick-and-Roll vielseitig.“
Silins ging die vergangenen beiden Spielzeiten für Liepaja in der lettisch-estnischen Basketballiga auf Korbjagd. In der abgelaufenen Saison absolvierte der Center 25 Partien und stand im Schnitt rund 28 Minuten auf dem Parkett, in denen er 18,0 Punkte erzielte und 8,7 Rebounds holte. Zudem führte er sein Team in der lettischen Liga, in der nur die lettischen Teams in den Playoffs ihren Meister ausspielten, zur Bronzemedaille.
Der BG-Neuzugang begann seine Basketballkarriere in der lettischen Jugend-Basketballliga in seiner Heimatstadt Riga. In der Saison 2015/16 lief der damals 18-Jährige für BK Baron in der lettischen Liga auf (13 Einsätze), bevor er im Sommer 2016 in die USA an die University of Mississippi wechselte. Für die Ole Miss Rebels absolvierte der Center aufgrund von Verletzungsproblemen allerdings nur acht Partien. 2018 wechselte Silins an die Florida Atlantic University. Bis 2021 stand der 2,11 Meter große Basketballer insgesamt 84-mal für die Owls auf dem Parkett. In seinem Abschlussjahr erhielt Silins im Schnitt pro Partie rund 22 Minuten Spielzeit, in denen er 10,5 Punkte erzielte und 4,4 Rebounds holte. Im Sommer 2021 wechselte der Lette zurück in seine Heimat.
Zum Veilchen-Kader für die Saison 2023/24 gehören aktuell Peter Hemschemeier, Mathis Mönninghoff und Karlis Silins.
Steckbrief
Name: Karlis Silins
Geburtstag: 22.07.1997
Nationalität: LAT
Größe: 211 cm
Gewicht: 113 kg
Position: Center
Vorherige Stationen (von neu nach alt):
BK Liepaja (Lettisch-Estnische Basketballliga/LAT)
Florida Atlantic University/Florida Atlantic Owls (NCAA/USA)
University of Mississippi/Ole Miss Rebels (NCAA/USA)
BK Baron (Lettische Basketballliga/LAT)

2. September 2023 - Die BG Göttingen hat ihr zweites Testspiel in der Vorbereitung auf die Saison 2023/24 verloren. Beim belgischen BNXT-Ligisten Hubo Limburg United musste sich die Mannschaft von BG-Headcoach Olivier Foucart 64:71 (34:32) geschlagen geben. In der Sporthal Alverberg spielten die deutschen Gäste nach langsamem Start mit den Belgiern auf Augenhöhe. In der ersten Halbzeit behaupteten die Göttinger einen Vorsprung und führten auch im letzten Abschnitt zeitweise. Am Ende konnten die Südniedersachsen mit den physischen Hausherren aber nicht mehr mithalten und mussten sich geschlagen geben. Bester Veilchen-Werfer war Karlis Silins mit 20 Punkten. Am morgigen Sonntag trifft die BG im Spiel um Platz drei ab 14:30 Uhr auf den Verlierer der Partie zwischen SLUC Nancy und ZZ Leiden.
Die Veilchen, bei denen weiterhin Harper Kamp (Knie) und Deondre Burns (Sprunggelenk) fehlten, hatten Startschwierigkeiten und lagen schnell 4:10 zurück (4.). Zunächst vergaben die Gäste aus Göttingen einige Möglichkeiten von außen, was sich aber im Verlauf des Abschnitts legte. Durch intensive Verteidigung kämpften sich die Südniedersachsen ins Spiel. Grant Anticevich verkürzte durch einen Dreier auf 9:11, doch die belgischen Gastgeber konterten zum 9:16 (8.). Im Anschluss ließ die BG keine gegnerischen Punkte mehr zu und schloss das Viertel mit einem 10:0-Lauf zum 19:16 ab.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts bauten die Veilchen ihren Vorsprung zunächst auf 24:18 aus und zwangen Limburg zu einer Auszeit (14.). Diese zeigte Wirkung, denn die Hausherren glichen zum 26:26 aus, was wiederum Foucart zum Anlass für eine Auszeit nahm (16.). Die Partie blieb eng, die Führung wechselte hin und her. Der ehemalige Oldenburger Spieler Maxime De Zeeuw traf zum 28:29; Anticevich konterte per Dreier zum 31:29 (17.). Genauso ging es bis zur Halbzeitpause weiter: Limburg ging erneut in Front – der australische Forward traf von außen zum 34:32-Pausenstand.
Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich keines der beiden Teams ab. Limburg holte sich die Führung zurück (37:39); die Veilchen antworteten zum 41:39 (27.). In dem von der Defensive geprägten Duell taten sich die Göttinger zunehmend schwerer mit der physischen Verteidigung der Gastgeber. Das nutzten diese, um sich einen etwas größeren Vorsprung zu erarbeiten (41:46/28.). Bodie Hume sorgte dafür, dass der Rückstand vor dem Schlussviertel wieder schrumpfte (47:49).
Die Gäste starteten mit fünf Silins-Punkten in Folge zum 52:49 in den letzten Abschnitt. Bis zur 33. Minute verteidigte der deutsche Erstligist seine Führung (54:51) und glich in der 35. Minute noch einmal aus (57:57). Im Anschluss daran war bei den Gästen die Luft raus. Durch einen de-Zeeuw-Dreier zogen die Belgier auf 60:69 davon (39.) – die Zeit reichte für die BG nicht mehr, um die Partie dann noch zu drehen.
Olivier Foucart (Headcoach BG Göttingen): „Das war ein interessantes Testspiel für uns. Limburg hat uns von Beginn an physisch dominiert. Sie haben das Reboundduell gewonnen. Wir haben uns zu viele Ballverluste geleistet, die aus unseren Fehlern resultierten. Das hat zu 20 gegnerischen Punkten aus Schnellangriffen geführt. Wir haben zu soft in allen Bereichen agiert. Jetzt geht es darum, wie wir in den kommenden Wochen darauf reagieren und welche Identität wir zeigen.“
Hubo Limburg United – BG Göttingen 71:64 (32:34)
Die Viertel im Überblick: 16:19, 16:15, 17:13, 22:17
BG Göttingen: Hemschemeier, Ensminger (6 Punkte/2 Dreier, 4 Assists), Gibson (8), Rich (4), Zugic (4/1), Schultz, Mönninghoff (5/1), Hume (6), Boakye, Silins (20/2, 5 Rebounds), Wüllner, Anticevich (11/3).
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