Harper Kamp (links mit Bambergs Christian Sengfelder) war im Hinspiel mit 26 Punkte bester Veilchen-Werfer. Bild: Swen Pförtner

2. Februar 2023 - Für die BG Göttingen steht am kommenden Wochenende das vierte Auswärtsspiel in Folge auf dem Programm, bevor es dann für zwei Partien in die LOKHALLE geht. Das Duell mit Brose Bamberg am Sonntag, 5. Februar, (18 Uhr, BROSE ARENA, live bei MagentaSport) ist zugleich der Auftakt in die easyCredit BBL-Rückrunde, wobei der Spielplan der Göttinger aufgrund der Sperrung der Sparkassen-Arena leicht verzerrt ist. Gegen zwei Mannschaften hat das Team vom BG-Headcoach Roel Moors noch gar nicht gespielt (Chemnitz und Heidelberg), gegen Bayreuth dafür schon beide Partien absolviert. Das Hinspiel gegen Bamberg in Göttingen gewann die BG deutlich 95:79, allerdings fehlten den Gästen in Amir Bell und Patrick Miller zwei Aufbauspieler, sodass dies nicht als Gradmesser genommen werden kann. „Sie haben zwischendurch viele Spiele gespielt und wir auch“, sagt BG-Assistenztrainer Olivier Foucart. „Darum wird es eine andere Partie werden. Bamberg hat zwar immer noch dieselbe Philosophie, aber in Miller, Bell und Gerel Simmons anderes Personal zur Verfügung.“

Die Auftritte der Bamberger in der heimischen Liga sind sehr wechselhaft. Das Team von Bambergs Headcoach Oren Amiel gewinnt ein paar Spiele in Serie, um dann wieder Niederlagen-Serien folgen zu lassen. Nach vier Siegen in Folge zwischen Ende Dezember und Mitte Januar, verlor die Mannschaft um Topscorer Miller (16,6 Punkte pro Spiel) zuletzt drei Duelle hintereinander. Gegen ratiopharm ulm gab es sogar eine sehr deutliche 87:107-Niederlage. „Um Basketball erfolgreich zu spielen, muss die Einstellung und die Disziplin stimmen. Dies war heute nicht der Fall und somit ist Ulm der klare und verdiente Sieger“, sagte Amiel nach der Partie.

Im FIBA Europe Cup gab es dann am Mittwoch wieder ein Erfolgserlebnis für die Bamberger. Sie besiegten den zypriotischen Vertreter Keravnos BC deutlich 89:58 und haben ihre Chancen auf den Viertelfinaleinzug gewahrt. Aufgrund der deutlichen Unterlegenheit des Gegners konnte Amiel die Spielzeit gut verteilen und Kräfte für Sonntag sparen. Die meisten Minuten standen Jaromir Bohacik und Christian Sengfelder auf dem Parkett (je rund 23). Bohacik war mit 15 Punkten in dieser Partie Topscorer gefolgt von Miller (13) und Sengfelder (12).

Neben Miller punkten für Bamberg in der easyCredit BBL EM-Bronzemedaillengewinner Sengfelder (11,6 Zähler pro Spiel), der Ende des Jahres nachverpflichtete Simmons (10,6) und Bohacik (10,2) im Schnitt zweistellig. Bester Bamberger Rebounder ist US-Center Solomon Young (5,3) vor Sengfelder (4,9). Die meisten Assists geben Miller (5,6) und Bell (3,6). „Bambergs größte Stärke ist die Offensive“, so Foucart. „Sie haben viele verschiedene Werkzeuge: gute Werfer, aggressive und physische Guards, in Sengfelder und Young zwei große Spieler, die das Feld weit machen können.“

Der Schlüssel zum BG-Sieg im Hinspiel waren lediglich sieben Ballverluste im Vergleich zu 18 Bamberger Turnovern. Außerdem gab das Moors-Team 25 Assists, spielte also mannschaftsdienlich. Zudem waren Kapitän Harper Kamp (26 Punkte) und Rayshaun Hammonds (23) von der fränkischen Verteidigung nicht zu stoppen. In den durchschnittlichen Zahlen der Saison-Teamstatistiken sind die beiden Kontrahenten in vielen Kategorien nicht weit voneinander entfernt. Bamberg erzielt 85,2 Punkte pro Spiel und lässt 86,4 zu. Bei den Veilchen ist es fast genau andersherum: Sie erzielen 86,5 Punkte und lassen 85,3 zu. Die BG gibt 18,2 Assists pro Partie, die Franken 18,6. Beide Teams erzielen rund 30 Körbe pro Spiel: Für Bamberg sind es 20 Zweier und zehn Dreier; für Göttingen 19 Zweier und elf Dreier, was die etwas höhere Punktausbeute der Veilchen pro Partie erklärt.

Nach der Partie gegen München müssen sich die Göttinger wieder auf ihre Stärken besinnen. „Natürlich kann man sagen, dass uns mit dem Wochenende Pause der Rhythmus gefehlt hat – aber das hört sich nach Ausreden an. Es gibt eigentlich keinen Grund, nicht aggressiv und fokussiert aufzutreten“, sagt Foucart. „Das Gute ist, dass wir die Dinge, die in München nicht gut gelaufen sind, aufgearbeitet haben. Jetzt haben wir die Möglichkeit, zurückzukommen und dies zu beheben.“

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