Veilchen besiegen Berlin und holen vierten Sieg in Serie

Dylan Osetkowski führte die Göttinger mit einem Double-Doubel zum Sieg gegen Berlin. Bild: Swen Pförtner

5. Januar 2020 – Die BG Göttingen hat ihre Siegesserie weiter ausgebaut. Am Sonntagnachmittag gewann die Mannschaft von BG-Headcoach Johan Roijakkers gegen den hohen Favoriten ALBA BERLIN 72:71 (35:38) und holte den vierten Erfolg in Folge. Das Spiel wurde präsentiert von den Freiwilligendiensten im Sport des ASC Göttingen von 1846 e.V. Vor 3.447 Zuschauern in der erstmals in dieser Spielzeit ausverkauften Sparkassen-Arena hielten die Veilchen von Beginn an gut mit und schafften es immer wieder nach Rückständen an die Hauptstädter heranzukommen. In der zweiten Halbzeit drehten die Göttinger dann auf und übernahmen in der 25. Minute erstmals die Führung (49:47). Diese gab der easyCredit Basketball-Bundesligist aus Südniedersachsen nur noch einmal kurz zu Beginn des letzten Viertels ab und sicherte sich mit großem Kämpferherz den knappen Sieg. Bester BG-Akteur war Dylan Osetkowski mit einem Double-Double (22 Punkte, zehn Rebounds). Für Berlin trafen Marcus Eriksson und Landry Nnoko am häufigsten (je 14 Punkte).

Die Veilchen, bei denen Elias Lasisi (Lungenprobleme) erneut pausierte, starteten gut in die Partie und arbeiteten sich nach einem 2:7-Rückstand auf 8:9 an den Euroleague-Teilnehmer heran (6.). Allerdings schafften es die Berliner, die in der ersten Halbzeit Kyan Anderson und Alex Ruoff gut unter Kontrolle hatten, sich immer wieder einen kleinen Vorsprung zu erspielen. Makai Mason traf einen Dreier zum 11:19 (9.) und zwang Roijakkers zu seiner ersten Auszeit. Diese wirkte, sodass die Hausherren den Abschnitt nur mit einem 15:21-Rückstand beendeten.

Das zweite Viertel eröffnete der Ex-Berliner Bennet Hundt mit einem Dreier zum 18:21, doch ALBA antwortetet sofort zum 18:25 (12.). Die Veilchen ließen sich nicht hängen, aber die qualitativ und quantitativ besser besetzten Gäste hielten ihren Vorsprung relativ konstant (27:35/17.). Dann war allerdings zweimal Marvin Omuvwie zur Stelle, und Ruoff brachte die Gastgeber auf 33:35 heran. So lagen den Göttinger zur Halbzeitpause nur knapp 35:38 zurück.

Nach dem Seitenwechsel ließ Osetkowski die Veilchen-Fans durch seine Zähler zum 37:38 jubeln. Doch die Berliner zeigten ihre Klasse und zogen schnell wieder auf 37:44 davon (23.). In der 24. Minute erzielte Anderson seine ersten Punkte in diesem Spiel und legte gleich darauf von außen zum 46:47 nach (25.). Die Göttinger hatten nun ihren Rhythmus gefunden und gingen durch ein Drei-Punkte-Spiel (Korberfolg plus Freiwurf) von Osetkowski zum ersten Mal in Führung (49:47/25.). Der US-Center war nun kaum noch zu stoppen und sorgte dafür, dass die BG ihren Vorsprung auf 57:50 ausbaute (28.). Ins Schlussviertel gingen die Gastgeber mit einer 59:54-Führung.

Im letzten Abschnitt machten sich dann Foulprobleme der Veilchen bemerkbar – Osetkowski und Dennis Kramer hatten davon schon vier. So kämpften sich die Berliner Stück für Stück heran und gingen in der 32. Minute wieder in Front (59:60). Doch die BG blieb unbeeindruckt und ließ einen 8:0-Lauf folgen, den Ruoff mit fünf Zählern in Serie zum 67:60 abschloss (35.). Aber die Gäste aus der Hauptstadt hatten erneut eine Antwort und arbeiteten sich nach einem Drei-Punkte-Spiel von Luke Sikma auf 70:68 heran (38.). Ruoff besorgte das 72:68, und Martin Hermannsson traf zum 72:71 (39.). Im nächsten Angriff war es Omuvwie, der die BG mit drei Offensiv-Rebounds am Stück in Ballbesitz hielt und so wichtige Sekunden von der Uhr nahm. Acht Sekunden vor dem Ende hatten die Berliner den letzten Angriff, schafften es aber durch die gute BG-Verteidigung nicht zum Korb, sodass die Veilchen die Zitterpartie für sich entschieden.

Stimmen zum Spiel
Johan Roijakkers (Headcoach BG Göttingen): „Zu Beginn mussten wir uns erst einmal an die Physis eines Euroleague-Teams gewöhnen. In der zweiten Halbzeit haben wir das getan, unseren Rhythmus gefunden und auch die Würfe getroffen. Am Ende hatten wir dann Marvin Omuvwie, der das Spiel von ALBA gestohlen hat. Das ist das zweite Jahr in Folge, dass ein junger Spieler aus Berlin uns am Ende den Sieg gegen Berlin sichert. Im vergangenen Jahr war es Joanic Grüttner Bacoul. Ein großes Kompliment geht an das Jugendprogramm von ALBA. Ich kann mich glücklich schätzen, einen so gut ausgebildeten und entwickelten Spieler wie Bennet Hundt zu haben.“

Aito Garcia Reneses (Headcoach ALBA BERLIN): „Göttingen hat mit mehr Energie gespielt. Es war ein sehr enges Spiel. Am Ende waren die Offensiv-Rebounds der Schlüssel zum Sieg der Göttinger.“

BG Göttingen – ALBA BERLIN 72:71 (35:38)
Die Viertel im Überblick: 15:21, 20:17, 2416, 13:17
Zuschauer: 3.447 (ausverkauft)
BG Göttingen: Lockhart (6 Punkte), Anderson (10/2 Dreier), Ruoff (12/3, 5 Assists), Kramer, Omuvwie (4), Carter, Andric (9/1), Mönninghoff (n.e.), Osetkowski (22, 10 Rebounds), Allen (4), Hundt (5/1), Bryant (n.e.).
ALBA BERLIN: Mason (5 Punkte/1 Dreier), Giffey (3), Eriksson (14/2), Mattisseck (3/1), Schneider (4), Hermannsson (8, 9 Assists), Ogbe, Giedraitis (9/1), Thiemann (1), Cavanaugh (2), Nnoko (14), Sikma (8, 8 Rebounds).